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Achtung Thermalright IFX-14 CPU-Kühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Thermalright IFX-14 CPU-Kühler






Einleitung:

Wer vermutet hatte, das sich Thermalright mit dem Erfolg des bisherigen Klassenprimus Ultra 120 Extreme zufrieden geben würde, der sieht sich einmal mehr getäuscht. Die Taiwanesen legten mittlerweile nach und zauberten ein weiteres Ass aus dem Ärmel: den IFX-14, der mit gigantischen Dimensionen die Messlatte für Towerkühler auf schwindelerregende Höhen treiben möchte.
Ob dies nun präventives Handeln darstellt, denn so einige Messeboliden schlummern ja noch in den Schubladen der einschlägigen Konkurrenz. Oder ob sie nur demonstronieren wollen, was derzeit technisch möchlich ist, sei mal dahingestellt. Fakt ist, das dieser Kühler allein schon von den Abmessungen alles in den Schatten stellt, was bisher die Fräsereien der Hersteller verließ.
Egal was die Motivation für diese Konstruktion letztendlich darstellt, wir waren äußerst neugierig, ob dieser Bolide in der rauhen Praxis wirklich alles vom Tisch wischt, was sich aktuell als Luftkühler definiert, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken !
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- Thermalright IFX-14 CPU-Kühler .
- Thermalright HR-10 Zusatzkühler.
- 4x Lüfterhalterung.
- Befestigungsmaterial für die Sockel: LGA775/AM2.
- Entkoppelungsstreifen für Lüfterbefestigung.
- 4-Pin zu 3-Pin Molex Adapterkabel.
- Silicon Wärmeleitpaste und Pad für HR-10.
- Montageanleitung (mehrsprachig).





Die technischen Daten IFX-14 Kühlkörper:

- Gewicht: 790g (ohne Lüfter).
- Abmessungen: (H/B/T): 161,0 x 146,2 x 124,0 mm (ohne Lüfter).
- Material: Aluminium-Kupfer Hybrid.
- Heatpipes: 4 Stück a´8mm Durchmesser (U-Form).
- Material-Lamellen: Aluminium.
- Anzahl Lamellen: 2x54 Stück.
- Lamellen-Abstand: 1,5mm.
- Kühlfläche gesamt: ca. 6000cm² (beide Tower).
- Lüfteroptionen: 120mm und 140mm.
- Preis für den kompletten Kühler: ca. 69,90 €.
- zugelassen laut Hersteller für folgende CPU's:
Intel Sockel 775 ->ohne Einschränkungen.
AMD AM2 ->ohne Einschränkungen.
- Für Sockel 939: Thermalright K8 Bolt-Thru Kit erforderlich erforderlich.
Garantie für den kompletten Kühler: 2 Jahre.



Die technischen Daten HR-10-Kühlkörper:

- Gewicht: 130g (ohne Lüfter).
- Abmessungen: 112,6 x 163,5 x 134,5 mm (ohne Lüfter).
- Material: Aluminium-Kupfer Hybrid.
- Heatpipes: 2 Stück a´6mm Durchmesser.
- Material-Lamellen: Aluminium.
- Anzahl Lamellen: 25 Stück.
- Lamellen-Abstand: 2,5mm.
- Lüfteroptionen: 70mm und 80mm.



MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6850
Mainboard
Asus P5W DH Deluxe/Asus P5E WS Pro
Arbeitsspeicher
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit
Grafikkarte
BFG Geforce 8800GT OC
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Backup
1x Samsung SpinPoint T166 500GB 16MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Netzteil
Seasonic S12 II 500Watt
Gehäuse
Lian Li PC-G70
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3 und Vista Ultimate 64bit im Dualboot
Zubehör
2x Aerocool Turbine@5V Akasa Lüftersteuerung




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Auf diesen Bildern wird deutlich, welche Gigantomanie Thermalright für den IFX-14 an den Tag legt, dagegen wirken die auch nicht gerade kleinen Ultra 120 extreme oder Scythe Infinity respektive Mugen geradezu zierlich und der boxed Kühler wie ein Relict aus grauer Vorzeit.
Es wird aber auch deutlich, das Thermalright beim Design des Dual-Towers viel vom ultra 120 extreme übernommen hat, man könnte zu dem Schluss gelangen, das man aus zwei ultas einen IFX-14 "geschneidert" hat.

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Alle 2x54, an den Enden wegen besserer Luftströmung leicht abgeknickten, Aluminium-Lamellen wurden sauber mit den Heatpipes verbunden, von denen insgesamt 4 Stück mit jeweils einem Durchmesser von 8mm verwendet wurden. Es sind tatsächlich nur 4 Heatpipes und nicht 8, die Heatpipes wurden lediglich in U-Form angeordnet, das zur Verdeutlichung, um Mißverständnissen vorzubeugen.
Die Kühlfläche über alle Lamellen berechnet beträgt knappe 6000cm², berücksichtigt man, das jede Lamelle eine Ober-und Unterseite hat, verdoppelt sich dieser Wert sogar, aber wir wollen uns nicht in mathematischen Spitzfindigkeiten verlieren.
Der Lamellenabstand von 1,5mm begünstigt eigentlich keinen Passivbetrieb, da so die Wärmeaufnahme der Lamellen zueinander negative sprich thermische Auswirkungen erzeugen, aber dafür wurde der Kühler auch nicht konzipiert, denn dafür existiert ja bekanntlich auch der HR01 von Thermalright.
Die Qualität der Oberflächenbearbeitung bewegt sich schon fast obligatorisch auf allerhöchstem Niveau, da kann die Konkurrenz wenig entgegensetzen, schon gar nicht diese aufwendige Vernickelungen. Das flammartige Design der Lamellen wirkt zwar etwas gewöhnungsbedürftig, aber auf optische Finessen oder Spielereien kommt es bei einem Kühler nicht mal sekundär an.

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Die Kühlbodenfläche wurde zwar riefenfrei poliert, leider ist dieser aber nicht absolut eben, sondern konvex, was wir auch schon beim ultra 120 extreme beobachten konnten. Die Intention dafür ist klar, man möchte so die nicht selten konkaven CPU-DIEs ausgleichen. Soweit so schlecht, denn wenn die CPU-DIE absolut plan ist, wird durch den konvex-bedingten nicht 100%igen Kontakt mit dem Kühler entsprechendes Kühlpotential verschenkt, weil die Auflagefläche einfach kleiner ist. Glücklicherweise lieferte unser E6850 das passende Pendent dazu, seine DIE ist etwas konkav, so daß sich CPU und Kühler gut ergänzen.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie: Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann." Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt.

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Wer nun denkt, Thermalright würde sich mit dem IXF-14 bescheiden, sieht sich mit dem dazu gehörigen HR-10 Zusatzkühler konfrontiert, der über eine entsprechende Kontaktstelle auf der Rückseite des Mainboards, zusätzlich Abwärme vom CPU-Sockel wegtransportieren soll. Das Ganze wird über zwei abgeflachte Heatpipes realisiert, die die aufgenommene Wärme zum Kühlkörper des HR-10 transportieren. Das Problem dabei ist nur, das dieser Kühlkörper relativ weit über das Mainboard hinausragt, was die Kompatibilität in vielen Systemen sehr stark einschränken dürfte, aber dazu mehr in unserer Testrubrik...
Was die Verarbeitung des HR-10 angeht, so kann diese auch "nur" als hervorragend attestiert werden, die Akrebie im Detail steht der Qualität des IFX-14 in nichts nach.




Der Einbau:

Mittlerweile existiert auch eine gut gepflegte Mainboard Kompatibilitäts-Liste seitens Thermalright:

Mainboard-Liste


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Da immer wieder grundsätzliche Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle noch einmal unseren Workshop zu diesem Thema, der auch sehr genau beschreibt, wie man die Oberfläche der CPU's (DIE) professionell reinigt.
Der Kühler verfügt wie schon erwähnt über eine relativ riefenfreie Kontaktfläche und benötigt darum nur sehr wenig Wärmeleitpaste. Es reicht eine hauchdünne Schicht, denn die Wärmeleitpaste (in unserem Test: Thermalright Chillfactor) soll nur Risse und Unebenheiten ausgleichen !
Die Kühlfläche des IFX-14 haben wir gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen. Dieses Prozedere haben wir anschließend mit dem Heatspreader der CPU wiederholt, denn auch dort müßen natürlich die Reste der alten Wärmeleitpaste oder Fettfinger rückstandlos entfernt werden.
Ein Sockel 939 Mainboard mußt mit einem Thermalright K8 Bolt-Thru Kit bestückt sein, damit ist dann der Einbau auch kein großes Problem mehr, wenn man mal vom Aufpreis absieht.
Für den Sockel775 hat Thermalright freundlicherweise auf die unsäglichen Pushpins verzichtet, das Kühler wird fest mit dem Mainboard verschraubt, was einer wirklich stabilen Verbindung natürlich sehr zuträglich ist, auch wenn der Einbau geringfügig aufwendiger ist.
Noch ein paar Worte zur Sockelbelastung und dem hohen Gewicht dieser Kühlerspezies:
Es kursieren immer noch die wildesten Gerüchte über ausgerissene Sockel und ähnliche Schauergeschichten, die allerdings aus der grauen Vorzeit schwerer Kühler und deren Sockelbefestigung stammen (z.B. Sockel A). Aktuelle Kühler für Sockel 939/AM2 oder Sockel 478/775 usw. werden nicht unmittelbar am Sockel befestigt, sondern entweder an Retention Modulen (außerhalb des eigentlichen CPU-Sockels), per Push-Pins (Sockel 775), oder sie werden ohnehin direkt mit dem Mainboard verschraubt. Da kann also nichts wegbrechen oder abreissen, denn die PCB des Mainboards hält schon einiges aus und der Sockel wird so auf keinen Fall gefährdet!
Nichts desto trotz kann man natürlich bei schweren Kühlern die PCB-Belastung dadurch klein halten, in dem man wie im Fall des Thermalrights Backplates zur Stabilisierung einsetzt.

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Es ist etwas fummelig, den hinteren Kühler gleichzeitig mit der Backplate in Position zu bringen, aber mit Geduld ist auch dies erledigt und die Halterungen für die Aufnahme des IFX-14 stehen auf der Oberseite bereit.
Die Ausrichtung kann beim IFX-14 ausschließlich in Richtung Gehäuselüfter erfolgen, anonsten würde der Kühler mit der Gehäusewand kollidieren. Das stellt aber kein wirkliches Problem dar, weil so auch die aufsteigende Abwärme von Spannungswandlern & Co gleich mit abtransportiert wird.

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Bei der Ausrichtung der Lüfter sollte man tunlichst darauf achten, das sie möglichst mittig an den Lamellen sitzt und nicht etwa oben oder unten an den Kühlerlamellen vorbeiblasen, was bei den 140mm Lüftern allerdings grundsätzlich der Fall ist.
Damit wäre die Montage finalisiert und nach dem Anstecken des Lüfterstromkabels auf dem Mainboard kann das System in Betrieb genommen. Wem das zu schnell ging, der kann bei Thermalright noch einmal sehr ausführliche entsprechende Anleitungen für die jeweiligen Einbauoptionen nachlesen:

Thermalright Einbauanleitung




Die verwendeten Lüfter:

Wir haben vor dem Test für uns selbst eine ganz klare Vorgabe erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen.

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Aerocool Streamliner 140mm:

Leistungsaufnahme
2,76 Watt
Betriebsspannung
10,2-13.8 Volt
Lüfterblätter
11
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
165g
Abmessungen
140 x 140 x 20mm
Nenndrehzahl
1000 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
92,99 m³/Std
Lautstärke
ca. 20 dBA
Lagerung
Gleitlager
beleuchtet
ja (weiß)
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 50.000 Stunden
Extras
4 zu 3-Pin Adapter
Preis
12,90 €
Bezugsquelle
Listan

Der 140mm Streamliner Lüfter von Aerocool kann mit einem entsprechenden Adapter an einer 120mm Befestigung montiert werden, insofern existieren kaum Kompatiblitätsprobleme in Gehäusen und durch seine schmale Bauform (nur 20mm Tiefe anstatt 25mm) paßt er überall dort, wo es eventuell eng wird. Die hohe Laufruhe dieser Lüfter prädestiniert sie geradezu für empfindliche Anwender, denn Lagerklappern oder anders geartete Störgeräusche sind diesen Lüftern fremd.
Wem diese Lüfter bekannt vorkommen sollte, liegt richtig, denn diese Serie ist absolut identisch mit dem 140mm Aerocool Silver Lightning Lüfter, lediglich die Beleuchtung variiert.


Yate Loon D14SL-12 140mm:

Leistungsaufnahme
2,5 Watt
Betriebsspannung
4-13 Volt
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
185g
Abmessungen
140 x 140 x 25mm
Nenndrehzahl
1000 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
79,7 m³/Std
Lautstärke
ca. 20 dBA
Lagerung
Bronze Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
60 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 80.000 Stunden
Extras
keins
Preis
ca. 9 €
Bezugsquelle
Aquatuning

Leider entpuppt sich auch dieses Exemplar von Yate Loon einmal mehr als absoluter Geheimtipp, denn es gestaltete sich ausgesprochen schwierig, überhaupt einen Lüfter zu erhalten. Mittlerweile hat sich diese Situation etwas entschärft und in einigen Onlineshops ist dieser extrem laufruhige und ausgezeichnet scalierende Lüfter verfügbar.


Scythe S-Flex SFF21E:

Leistungsaufnahme
1,5 Watt
Betriebsspannung
7V bis 12V
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
171g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1200 U/min.
max. Volumenstrom
83 m³/Std
Lautstärke
ca. 20 dBA
Lagerung
S-FDB Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
30cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 150.000 Stunden
Extras
4- zu 3-Pin Adapter
Preis
13,90 €
Bezugsquelle
Scythe

Die S-Flex Lüfterserie von Sythe wartet mit der "Sony Fluid Dynamic Bearing" (S-FDB) auf, einer Gleitlagervariante, die sehr hohen Laufkomfort bietet. So verwundert es wenig, das diese Lüfter ebenfalls für diesen Kühlertest berücksichtigt wurden, sie gehören lauftechnisch zum besten, was derzeit gekauft werden kann.


Noctua NF-S12 1200:

Leistungsaufnahme
1,44 Watt
Betriebsspannung
6-13 Volt
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
140g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1200 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
81 m³/Std
Lautstärke
ca. 17 dBA
Lagerung
SSO-Lagerung
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
40 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 150.000 Stunden
Extras
u.a. 4 zu 3-Pin Adapter
Preis
20 €
Bezugsquelle
Noctua

Der Noctua NF-S12 1200 prädestiniert sich geradezu als CPU-Lüfter und läuft sowohl unter 12Volt, als auch unter 7Volt und 5Volt problemlos an, die Scalierung ist hervorragend. Das Laufgeräusch kann nicht ganz mit den anderen Lüftern mithalten, bewegt sich aber immer noch auf sehr hohem Niveau.




Die Tests:

Mit Core Temp und Everest Ultimate Edition 4.20.1201 wurden die Temperatur verglichen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 ( erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Da wir das Asus P5W DH Deluxe in einer neueren Revision (1.04g) zur Verfügung gestellt bekamen und auch das neue P5E WS einsetzen, wurden kurzerhand alle bisherigen Sockel775 Kühler noch einmal getestet, womit sich Diskrepanzen zu unseren früheren Einzeltests ergeben haben.
Zur vorsorglichen Fehlerkorrektur, haben wir den Kühler mehrmals gedreht aufgesetzt und wiederum erneut gemessen, denn der Heatspreader der CPU ist leider auch nicht immer wirklich eben. Dazu kommen unterschiedliche Hotspots der CPU, die in gelegentlich unterschiedliche Messungen resultiert.
Der Kühler wurde mit dem Lüfter blasend in Richtung absaugendem Gehäuselüfter montiert, damit die Luftzirkulation in unserem Gehäuse nicht beeinträchtigt wird und die Spannungswandler, Grafikkarte und nahe Bauteile nicht mit armer Abluft konfrontiert werden. Der Thermalright HR-10 Zusatzkühler war in allen Tests montiert. Verglichen haben wir den IFX-14 mit allen bisher getesteten Kühlern, weitere Kühler werden folgen:

Thermalright IFX-14 Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 12V idle
CPU-Kern 12V Last CPU-Kern 5V idle CPU-Kern 5V Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
2xAerocool 140mm 35°C 47°C 38°C 51°C 30°C 38°C 44°C 59°C
2xYate Loon 140mm 36°C 47,5°C 39°C 53°C 31°C 38°C 44°C 59°C
2xScythe 120mm 37°C 48°C 40°C 54°C 30°C 38°C 44°C 59°C
2xNoctua 120mm 37°C 48°C 41°C 55°C 30°C 38°C 44°C 59°C


Temperaturvergleichswerte Sockel 775
Kühler:
CPU-Kern 12V idle
CPU-Kern 12V Last CPU-Kern 5V idle CPU-Kern 5V Last PWM idle PWM Last passiv idle passiv Last
TR IFX-14 2x140mm 35°C 47°C 38°C 51°C 30°C 38°C 44°C 59°C
Xigmatek HDT S-1283 39°C 53°C 42°C 56°C 32°C 42°C n/a n/a
TR Ultra-120 extreme 39°C 53°C 43°C 57°C 32°C 39°C n/a n/a
Zerotherm BTF90 40°C 54°C 44,5°C 58,5°C 36°C 44°C n/a n/a
HDT S-1283 Scythe 41,5°C 55°C 45°C 60°C 32°C 42°C n/a n/a
Scythe Infinity 41,5°C 55,5°C 45°C 60,5°C 33°C 42°C 44°C 61°C
Scythe Ninja CU 43°C 57°C 46,5°C 62°C 35°C 44°C 43°C 59°C
Scythe Zipang 43,5°C 58,5°C 47°C 62,5°C 35°C 42°C n/a n/a
ichbinleise® Cooler 13XX 46°C 61°C 49°C 64°C 36°C 43°C n/a n/a
Andy Samurai Master 46°C 61,5°C 49°C 64,5°C 35°C 42°C n/a n/a
NoiseBudget SI-128 46,5°C 61,5°C 49°C 65°C 40°C 45°C n/a n/a
Revoltec Freeze Tower 47°C 61,5°C 49°C 64°C 42°C 46°C n/a n/a
Scythe Ninja Mini 47,5°C 63°C 50,5°C 65,5°C 43°C 46°C 59°C 69°C
Aerocool X-Fire 48°C 64°C 52°C 66°C 43°C 47°C n/a n/a
Intel -boxed- 50°C 68°C 55°C 69°C 46°C 50°C n/a n/a


Auch wenn der IFX-14 sich mühelos in allen Disziplinen an die Spitze katapultiert, wird eines trotzdem deutlich: 140mm Lüfter sind nicht wirklich IFX-14s Liebling, was sicherlich auch daran liegt, das auf Grund der Platzverhältnisse im Towerdesign die 140mm einen nicht geringen Anteil ihres Volumens am Kühlkörper vorbei blasen. Insofern präferieren wir für diesen Kühler ganz klar eine 120mm Kombination.
Der Thermalright HR-10 Zusatzkühler fiel auch kühltechnisch kaum ins Gewicht, wenn wir ihn abscharubten, stiegen die Temperaturen um maximal 1°C, was absolut vernachlässigbar ist und schon beinahe in Messtoleranzen anzusiedeln ist.
Enternt man einen Lüfter, so daß der IFX-14 nur noch mit jeweils einem Lüfter betrieben wird (der sollte dann in der Mitte befestigt sein), steigen die Tmperaturen auch nicht gleich ins Unermesssliche, sondern schlechtensfalls um 2 bis maximal 3°C, was immer noch im Referrenz Bereich liegt.
Der Passic Betrieb ist zwar möglich, aber wird sich durch den Einsatz in verschiedenen Systemkonfigurationen selbst selektieren, denn ein guter Luftdurchsatz im Gehäuse ist absolute Pflicht. Selbst in unserem System war nach 15 Minuten Crysis Schluß mit Lustig, man sollte sich also sehr gut überlegen, ob man dies seiner CPU und dessen Umgebung antun möchte.
Die Lautheit des Lüfter haben wir ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Testergebnisse-Lautstärke in dBA
Lüfterhersteller/Typ 12Volt 7Volt 5Volt
Aerocool StreamLiner 24,5 dBA 20,5 dBA 17 dBA
Yate Loon D14SL-12 22,5 dBA 18,5 dBA 14 dBA
Scythe S-Flex SFF21E 20,5 dBA 13,5 dBA 11 dBA
Noctua NF-S12 1200 26,5 dBA 18 dBA 13 dBA


Geräuschcharakteristik
Lüfterhersteller/Typ 12Volt 7Volt 5Volt Lagergeräusche
Aerocool StreamLiner sehr leise kaum hörbar kaum hörbar keine störenden Geräusche
Yate Loon D14SL-12 sehr leise kaum hörbar kaum hörbar keine störenden Geräusche
Scythe S-Flex SFF21E sehr leise kaum hörbar kaum hörbar keine störenden Geräusche
Noctua NF-S12 1200 deutlich hörbar leise sehr leise keine störenden Geräusche


Testergebnisse-Reale Drehzahlen in U/min.
Lüfterhersteller/Typ 12Volt 7Volt 5Volt
Aerocool StreamLiner 1095 U/min. 770 U/min. 510 U/min.
Yate Loon D14SL-12 1045 U/min. 720 U/min. 480 U/min.
Scythe S-Flex SFF21E 1155 U/min. 710 U/min. 460 U/min.
Noctua NF-S12 1200 1295 U/min. 830 U/min. 660 U/min.


Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem verwendeten Test-Systemen beziehen.




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Das Verhältnis der Luftförderleistung und Dehzahlminimierung muß aber trotzdem noch existent sein, denn auch ein leiser ->langsam drehender Lüfter soll noch Abwärme transportieren können respektive kühlen.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Zerotherm kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Thermalright zeigt der Konkurrenz einmal mehr, "wo Barthel den Most holt", obwohl uns dessen wirkliche Adresse immer noch nicht zugestellt wurde...
Der IFX-14 beweist, was aktuell mit Luftkühlung möglich ist, wobei uns schon etwas überraschte, wie gering sich die Temperatur Diskrepanz zum Ultra 120 extreme darstellt, was wiederum deutlich macht, wie gut auch dieser Kühler konstruiert wurde und das die Anzahl der Heatpipes auch eine wesentliche Rolle spielt.
Der HR-10 Zusatzkühler ist im Grunde überflüssig und 140mm Lüfter eigentlich ebenfalls, zumal sie auch nicht wirklich passen, auch wenn der Name des Kühlers dies impliziert. Unser Konstrukt aus zwei 120mm Scythe S-Flex Lüftern erscheint uns in allen Bereichen am ausgewogensten, bezogen auf Laufruhe, Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und Kühlleistung.
Zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
- sehr hochwertige Optik.
- herausragende Verarbeitung.
- herausragende Kühlleistungen.
- enorm hohe Leistungsreserven.
- für die Größe noch akzepables Gewicht.
- sehr gute Sockel-Flexibilität.
- sehr gute Lüfterflexibilität.
- stabiler Einbau gewährleistet.
- nahezu komplette Ausstattung.
- akzeptables Preis-Leistungsverhältnis (ca. 69,90 €).

Minus:
- Platzbedarf erfordert Gehäuse über 20cm Breite.
- Kompatibilität.
- konvexe Kühlbodenplatte.

Kein Licht ohne Schatten, denn die enorme Größe des Kühlers wird auf vielen Mainboards zu Problemen führen, insbesondere dann, wenn das Mainboard über ausladende Heatpipekühler zur Chipsatz und Spannungswandlerkühlung verfügt. Das passende PC-Gehäuse muß selbstverständlich über 20cm breit sein und der HR-10 wird in den wenigsten Gehäuse einen Platz finden, was eingedenk der Tatsache, das man ihn schließlich auch bezahlt hat, schon etwas ärgerlich ist.
Wer den Platz hat und seine CPU gut gekühlt an sein Maximum heranführen möchte, der findet im IFX-14 einen kongenialen Partner. Für alle anderen stellt der kaum schlechter kühlende Ultra 120 extreme die deutlich bessere Wahl dar, zumal er unübersehbar kompatibler ausgelegt wurde, vom Preis-Leistungsverhältnis ganz zu schweigen...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Thermalright IFX-14 CPU-Kühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Thermalright





euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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