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Achtung Thermalright HR-03 Plus Grafikkartenkühler Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Thermalright HR-03 Plus Grafikkartenkühler






Einleitung:

Die Hersteller aktueller Highend Grafikkarten kennen die neuralgischen Punkte ihrer Produkte sehr genau: ihre Karten sind nicht nur schnell, sondern stellen auch sehr hohe thermische Anforderungen an den Kühler, damit er allen Aggregatszuständen im Betrieb gewachsen ist. Nvidia und ATI verbauen zwar mittlerweile schon ab Werk sehr effiziente Kühler, allerdings existieren sehr oft Einschränkungen, die der Endanwender zu recht kritisiert. Entweder ist der Kühler zu laut und die Kühlleistung ausgezeichnet, oder die Lautheit der Kühler gestaltet sich anehmbar leise und die Kühlleistung läßt zu wünschen übrig. Genau hier setzt Thermalright mit seinen aktuellen Grafikkartenkühlern aus der HR-03 Serie an, man möchte beides ermöglichen: leisen Betrieb bei größtmöglicher Kühlleistung, auch wenn dies auf den ersten Blick eventuell als Widerspruch erscheinen mag.
Den HR-03 gibt es in insgesamt 4 Varianten, wobei wir für den HR-03 Plus entschieden, da dieser ideal auf unsere Nvidia 8800GTX zugeschnitten ist. Das Thermalright ein Maximum an Knowhow für alle Arten von Kühlung mitbringt, beweisen die aktuellen Kühlerbestenlisten, in denen deren Boliden grundsätzlich auf den vordersten Plätzen rangieren. In unserer Redaktion siehen die bisherigen Erfahrungen sehr ähnlich aus, Thermalright hat also auch bei uns einen Ruf zu verteidigen.
Um handverlesenen Test-Samples aus dem Weg zu gehen, die manchmal nicht viel mit den an Endkunden ausgelieferten Exemplaren gemeinsam haben, kauften wir den Kühler und die drei 92mm Lüfter für denTest verdeckt bei einem Onlinehändler unserer Wahl. Hin und wieder leisten wir uns diesen notwendigen Luxus, um zu sehen, was tatsächlich beim Kunden ankommt.
Ob der Thermalright HR-03 Plus seinen angepriesenen Leistungen gerecht geworden ist, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Praxistest, viel Spaß beim Lesen...




Lieferumfang:

Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken !
bitte klicken bitte klicken bitte klicken

- Thermalright HR-03 Plus Grafikkartenkühler.
- 16 Stück Passivkühlkörper.
- Montageset incl. Backplate und Lüfterbügel.
- Silicon Wärmeleitpaste.
- Thermalright Aufkleber.
- Montageanleitung (englisch).





Die technischen Daten - Kühlkörper -:

- Gewicht: 410g (ohne Lüfter).
- Abmessungen: (L) 133mm x (B) 156mm x (H) 38mm.
- Material: Aluminium-Kupfer Hybrid.
- Heatpipes: 6 Stück a´8mm Durchmesser.
- Material-Lamellen: Aluminium.
- Anzahl Lamellen: 34 Stück (gelocht).
- Lamellen-Abstand: 1,5mm.
- Preis für den Kühler (ohne Lüfter): ca. 47,90 €.
- zugelassen laut Hersteller für folgende GPU's:
Nvidia Geforce 8800GTX ->ohne Einschränkungen.
Nvidia Geforce 8800GTS ->ohne Einschränkungen.
Nvidia Geforce 8800 Ultra ->ohne Einschränkungen
Garantie für den Kühler: 2 Jahre.
weitere HR-03 Varianten:
- Thermalright HR-03: kompatible Grafikkarten
- Thermalright HR-03 Revision A: kompatible Grafikkarten
- Thermalright HR-03/R600: kompatibel mit ATI 2900XT




Die verwendeten Lüfter:

Herstellerdaten: Aerocool Silver Lightning 92mm

Leistungsaufnahme
3,6 Watt
Betriebsspannung
10,2-13.8 Volt
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
85g
Abmessungen
92 x 92 x 25mm
Nenndrehzahl
1500 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
69,60 m³/Std
Lautstärke
ca. 20 dBA
Lagerung
Gleitlager
beleuchtet
ja (weiß)
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 50.000 Stunden
Extras
4 zu 3-Pin Adapter
Preis
8,90 €
Bezugsquelle
Listan


Herstellerdaten: Papst 3412 N/2GLLE 92mm

Leistungsaufnahme
0,6 Watt
Betriebsspannung
5-13 Volt
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
96g
Abmessungen
92 x 92 x 25mm
Nenndrehzahl
1150 U/min
max. Volumenstrom
33 m³/Std
Lautstärke
ca. 12 dBA
Lagerung
Sintec Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
30 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 80.000 Stunden
Preis
13,90 €
Bezugsquelle
Caseking



Herstellerdaten: Coolink SWIF-922 92mm

Leistungsaufnahme
0,8 Watt
Betriebsspannung
6-13 Volt
Lüfterblätter
7
Lüftergehäuse
Kunststoff
Gewicht
98g
Abmessungen
92 x 92 x 25mm
Nenndrehzahl
1100 bis 1850 U/min
max. Volumenstrom
42 bis 64m³/Std
Lautstärke
ca. 12 bis 22 dBA
Lagerung
Doppel Kugellager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
nein
Kabellänge
35 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 80.000 Stunden
Preis
10,90 €
Bezugsquelle
Caseking

MTBF: Der MTBF(Mean-Time-between-Failure)-Wert gibt einen statistischen Anhaltspunkt über die Zuverlässigkeit eines Lüfters. Er repräsentiert nicht die tatsächlich angenommene Lebensdauer. MTBF-Werte bewegen sich bei Lüftern im Bereich von mehreren zehntausend Stunden. Dies bedeutet jedoch nicht, dass ein Lüfter beispielsweise garantiert 100.000 Stunden am Stück fehlerfrei läuft, das ist von sehr vielen Faktoren abhängig, wie z.B. Umgebungstemperaturen >Einsatzdauer >Ein-Ausschaltvorgänge usw. Eine solche Behauptung stellt im Übrigen kein Hersteller auf, schließlich kann auch kein Hersteller seine Lüfter jahrelang am Stück getestet haben, zumal 100.000 Stunden über 10 Jahre bedeuten würden...




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6850
Mainboard
Gigabyte P35 DQ6
Arbeitsspeicher
Mushkin XP2-6400 DDR2-800 4GB-Kit
Grafikkarte
Asus Geforce 8800 GTX
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
CPU-Kühler
Thermalright Ultra-120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) Raid-0
Festplatten Backup
1x Samsung SpinPoint T166 500GB 16MB SATA II
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo
Gehäuse
Lian Li PC-G70 B
Netzteil
Seasonic S12 II 500Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3 und Vista Ultimate 64bit im Dualboot
Zubehör
2x 120mm Aerocool Turbine@Zalman Lüftersteuerung




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Liebhaber feinster Fräsarbeiten werden mit der Zunge schnalzen, einmal mehr zeigt Thermalright der Konkurrenz, was verarbeitungstechnisch möglich ist. Es spielt auch keine Rolle, ob man sich nun die Kühlfinnen oder die perfekt geschwungenen und mit dem Kühlblock akkurat verlöteten Heatpipes herausgreift, es existiert auch nicht der Hauch einer Unsauberkeit.
Wenn man genau hinschaut (rote Pfeile ), sieht man auch die Trennlinie zwischen den größeren und kleineren Kühllamellen, die ineinander verschachtelt wurden. Der Kühler besteht also tatsächlich aus zwei Lamellen-Segmenten, was wir bei einem Grafikkartenkühler auch noch nicht begutachten durften.
Alle 34 Aluminium-Lamellen (tatsächlich ja 68) wurden sauber mit den Heatpipes verbunden, von denen insgesamt 6 Stück mit jeweils einem Durchmesser von 8mm verwendet wurden.
Der enge Lamellenabstand von 1,5mm ist für den reinen Passivbetrieb kontraproduktiv, da so die Wärmeaufnahme der Lamellen zueinander negative sprich thermische Auswirkungen erzeugen, daran ändern auch die gelochten Lamellen nichts, zumindest nicht auf einer 8800er Grafikkarte, wie sich im weiteren Verlauf unseres Reviews noch zeigen wird.

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Der Kühlblock ist im Gegensatz zu vielen aktuellen Kühlern von Thermalright absolut eben und nicht konvex, diesbezüglich sind also kaum Probleme bei der Kontaktaufnhame mit der GPU zu erwarten.
Erstaunlich erscheint die Akribie, mit der auch die kleinen RAM-und Spannungswandlerkühler gefräst wurden, einmal mehr erkennt man deutlich die Liebe zum Detail.
Wenn man einen Blick unter die "Motorhaube" wirft, erkennt man auch endlich etwas deutlicher das eigentliche Kühlprinzip: die Heatpipe-Technologie:
Sie beruht auf der Theorie, das durch den Einsatz von speziell zusammengestellten Chemikalien innerhalb der Heatpipe eine weitaus höhere Wärmeleitfähigkeit erreicht werden kann. Dabei werden die Chemikalien zusammen mit der Hitze rasant nach oben befördert, wo diese dann durch die großflächigen Lamellen abgekühlt werden und wieder nach unten fallen. Dieser Vorgang wiederholt sich so schnell, dass die entstehende Abwärme des Prozessors hervorragend aufgenommen und abtransportiert werden kann."
Soweit zur Theorie, denn um dieses radiator-ähnliche Prinzip zu verwirklichen bedarf es noch etwas mehr, nämlich eines leistungsstarken Lüfters, der den angesprochenen Vorgang tatkräftig unterstützt und genau der wäre ja mit einem 92mm Lüfter vorhanden.




Der Einbau:

Thermalright hat auf seine Homepage ausgezeichnete Anleitungen zum Einbau veröffentlicht, denen man eigentlich kaum etwas hinzufügen müßte:

Einbauanleitungen


Trotzdem gibt es noch einige Anmerkungen unsererseits, die wir euch nicht vorenthalten möchten.
Da immer wieder grundsätzliche Fehler im Umgang mit Wärmeleitpaste gemacht werden, empfehlen wir an dieser Stelle noch einmal unseren Workshop zu diesem Thema, der auch sehr genau beschreibt, wie man die Oberfläche der CPUs und GPUs (DIE) professionell reinigt.

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Wir staunen nicht schlecht, als wir den Werkskühler entfernten und dieses verschmierte Chaos erblickten..., in unserem Fall hätte es sehr wahrscheinlich schon genügt, die GPU samt Umgebung gründlich zu reinigen und die Wärmeleitpaste an der richtigen Stelle zu verteilen, 2°C oder 3°C bessere Temperaturen wären sicherlich zu erzielen.

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Was einer CPU recht ist, sollte einer GPU billig sein, um es einmal etwas flappsig zu formulieren. Aber die für CPUs zur Verfügung stehenden Mittelchen eignen sich auch vorzüglich für die Reinigung einer GPU Umgebung und nach einigen völlig verdreckten Lappen und viel ArctiClean, erstrahlte dieser sensible Bereich wieder in frischem Glanz.
Die Flächen der RAM Bausteine und Spannungswandler müssen ebenfalls sehr gründlich gereinigt werden, sonst halten deren Klebeflächen nicht.
Die Kühlfläche des Thermalright haben wir ebenfalls gründlich mit etwas ArctiClean gereinigt, um etwaige Konservierungsmittel und vor allem auch unsere fettigen Fingerabdrücke zu entfernen.
Aber Vorsicht!
wer glaubt, jetzt wäre der richtige Zeitpunkt, um die ganzen kleinen Kühler für den RAM usw. zu verkleben, sollte etwas Geduld walten lassen, denn deren Klebeflächen reagieren empfindlich auf Rückstände von Reinigungsmitteln. Nach einer Abluftzeit von etwa 15 Minuten konnten wir dann die kleinen Kühler so verkleben, das sie nicht gleich wieder abfallen.
Anschließend wird sehr dünn aber flächendeckend Thermalrights ausgezeichnete Chillfactor Wärmeleitpaste auf die Kühlfläche der GPU aufgetragen, so daß die Grafikkarte fertig für die Montage des Kühlers war.

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Die rückwärtige Montage des Kühlers war in unserem Fall keine ernsthafte Option, weil der sehr nahe Heatpipekühler unseres Gigabyte P35 DQ6 Mainboards dies erfolgreich verhindert hätte. Darüber hinaus wäre diese Variante auch nicht unbedingt zu bevorzugen, da der Lüfter überall hinbläst, nur nicht in Richtung Netzteil oder Gehäuse-Entlüftung. Kurzum, der Abtransport der Grafikkartenabwärme fände unnötig verzögert statt.



Die Tests:

Last wurde für diesen Test durch einen einstündigen 3DMark2006 Loop erzeugt, wobei wir als erste Messlatte und Vorauswertung die Aufzeichnungsfunktion von Everest 4.10.1152 Beta Ultimate Edition genutzt haben.
Die Zimmertemperatur lag für alle Tests bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der Kühler sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 7 Volt und 5 Volt-Modus betrieben (sofern der Lüfter diesen Wert zuläßt), damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.
Die Lautheit der Grafikkarten-Lüfter haben wir nicht separat gemessen, sondern ganz bewußt als Systemgesamtlautstärke in die Tests eingebunden, da die Grafikkarte in der Regel nicht so leicht aus dem System heraus identifiziert werden kann, zumindest nicht bei den ohnehin recht leisen G80-Grafikkarten. Dabei wurden die Lautstärke ca. 15cm vom Rechner entfernt mit einem geliehenen ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Mit dem Digitalen Temperaturmessgerät TL-305 haben wir während sämtlicher Testdurchläufe die Temperaturen der Grafikkarte per Sensor gemessen, aufgezeichnet und mit den Resultaten der Everest Aufzeichnungen abgeglichen.
Verglichen haben wir den Thermalright HR-03 PLus mit dem Asus Werkskühler und dem Zalman VF1000 LED, weitere Kühler werden folgen:


GPU Temperatur-Vergleichswerte Asus 8800GTX @12Volt
Kühlervariante:
Temps-idle
Temps-Last
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink SWIF-922 92mm 40°C 54°C
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool Silver Lightning 92mm 41°C 55°C
Zalman VF1000 LED 43°C 58°C
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 N/2GLLE 92mm 46°C 62°C
Asus Werkslüfter 53°C 78°C
Thermalright HR-03 Plus passiv 63°C 91°C



GPU Temperatur-Vergleichswerte Asus 8800GTX @7Volt
Kühlervariante:
Temps-idle
Temps-Last
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink SWIF-922 92mm 44°C 56°C
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool Silver Lightning 92mm 45°C 58°C
Zalman VF1000 LED 48°C 62°C
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 N/2GLLE 92mm 54°C 69°C
Asus Werkslüfter 53°C 78°C
Thermalright HR-03 Plus passiv 63°C 91°C



GPU Temperatur-Vergleichswerte Asus 8800GTX @5Volt
Kühlervariante:
Temps-idle
Temps-Last
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink SWIF-922 92mm 57°C 81°C
Zalman VF1000 LED 57°C 82°C
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool Silver Lightning 92mm 59°C 84°C
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 N/2GLLE 92mm 61°C 89°C
Asus Werkslüfter 53°C 78°C
Thermalright HR-03 Plus passiv 63°C 91°C

Wie sich unschwer erkennen läßt, brechen unsere drei 92mm Lüfterkandidaten unter 5Volt Ansteuerung doch ziemlich ein, aber das ist auch kein Wunder, denn alle laufen dann so langsam (Coolink 790 U/min, Aerocool 760 U/min, Papst 480 U/min), das für eine adäquate aktive Kühlung einfach zu wenig Luft transportiert wird, was insbesondere auf den Papst-Lüfter zutrifft...
Der Zalman schlägt sich insgesamt sehr gut, was aber in erster Linie auf seine deutlichen höheren Drehzahlen zurückzuführen ist.

RAM-und Spannungswandler Temperatur-Vergleichswerte Asus 8800GTX @12Volt
Kühlervariante:
RAM-idle
RAM-Last
Wandler-idle
Wandler-Last
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink 41°C 46°C 40°C 51°C
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool 41°C 47°C 40°C 52°C
Zaman VF1000 LED 42°C 48°C 41°C 54°C
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 42°C 49°C 42°C 54°C
Asus Werkslüfter 45°C 51°C 45°C 55°C
Thermalright HR-03 Plus passiv 47°C 55°C 48°C 60°C



RAM-und Spannungswandler Temperatur-Vergleichswerte Asus 8800GTX @7Volt
Kühlervariante:
RAM-idle
RAM-Last
Wandler-idle
Wandler-Last
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink 42°C 48°C 42°C 52°C
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool 42°C 49°C 42°C 53°C
Zalman VF1000 LED 43°C 50°C 42°C 55°C
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 44°C 51°C 44°C 57°C
Asus Werkslüfter 45°C 51°C 45°C 55°C
Thermalright HR-03 Plus passiv 47°C 55°C 48°C 60°C



RAM-und Spannungswandler Temperatur-Vergleichswerte Asus 8800GTX @5Volt
Kühlervariante:
RAM-idle
RAM-Last
Wandler-idle
Wandler-Last
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink 44°C 49°C 44°C 54°C
Zalman VF1000 LED 45°C 50°C 43°C 55°C
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool 45°C 51°C 44°C 55°C
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 46°C 53°C 44°C 57°C
Asus Werkslüfter 45°C 51°C 45°C 55°C
Thermalright HR-03 Plus passiv 47°C 55°C 48°C 60°C

Auch hier zeigt sich ganz klar, das die deutliche Drehzahlreduzierung die Vorteile der aktiven Kühlung schnell kontakarriert und wir wieder auf dem Level der Werkskühlung angelangt sind, daran ändern auch die vielen kleinen Einzelkühlkörper nichts.



Lautheit der einzelnen Kühlervarianten @12Volt (gesamtes System)
Kühlervariante:
idle
Last
Thermalright HR-03 Plus passiv 33 dBA 40 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 N/2GLLE 92mm 35 dBA 41 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool Silver Lightning 92mm 37 dBA 42 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink SWIF-922 92mm 39 dBA 44 dBA
Asus Werkslüfter 40 dBA 47 dBA
Zalman VF1000 LED 42 dBA 48 dBA



Lautheit der einzelnen Kühlervarianten @7Volt (gesamtes System)
Kühlervariante:
idle
Last
Thermalright HR-03 Plus passiv 33 dBA 40 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 N/2GLLE 92mm 32 dBA 38 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool Silver Lightning 92mm 34 dBA 39 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink SWIF-922 92mm 37 dBA 42 dBA
Zalman VF1000 LED 39 dBA 44 dBA
Asus Werkslüfter 40 dBA 47 dBA



Lautheit der einzelnen Kühlervarianten @5Volt (gesamtes System)
Kühlervariante:
idle
Last
Thermalright HR-03 Plus passiv 33 dBA 40 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Papst 3412 N/2GLLE 92mm 28 dBA 34 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Aerocool Silver Lightning 92mm 31 dBA 35 dBA
Thermalright HR-03 Plus mit Coolink SWIF-922 92mm 35 dBA 39 dBA
Zalman VF1000 LED 37 dBA 41 dBA
Asus Werkslüfter 40 dBA 47 dBA

Unsere Resultate sind eindeutig, der Thermalright HR-03 Plus ist in allen Belangen klarer Sieger, wobei uns persönlich der sehr leise und fantastisch gelagerte Papst 3412 N/2GLLE am besten gefiel.
Der Zalman ist fraglos ebenfalls ein sehr performanter Grafikkartenkühler, verfehlt die Werte eines Thermalright zum teil aber recht deutlich. Dazu kommt, das der VF1000 alles ist, aber ganz sicher nicht leise, was wir für uns als klaren Minuspunkt deklarierten, denn dies war auch eines unserer Testkriterien: bestmögliche Kühlleistung bei möglichst geringer Geräuschkulisse.
Für einen Passivbetrieb des Thermalright stehen wie bereits erwähnt die Lamellen zu eng zusammen. Dese Verringerung des Lamellenabstandes bewirkt zwar eine größere Kühlfläche, wirkt sich aber auf einen Passivbetrieb des Kühlers kontraproduktiv aus, da so die Abwärme des Lamellennachbars natürlich Auswirkungen erzeugt. Natürlich spielt der Grafikchip auch eine entscheidende Rolle und die 8800er Grafikkarten entwickeln schon ein beträchtliches Abwärmepotential. Wer darüber hinaus über keine aktive Gehäuse be-und Entlüftung verfügt, braucht über eine passive Kühlung der 8800er Grafikkarte gar nicht erst nachdenken, das endet in permanenten Systemabstürzen...
Noch eine kleine Erklärung zur dBA Definition:
Menschen hören im allgemeinen bei 1000 Hz am Besten, der dBA-Wert nimmt Bezug darauf: ein Geräusch bei 18000 Hz nimmt man entsprechend schwächer war, als eines bei 1000 Hz, und der dBA-Wert ist entsprechend darauf umgerechnet.

Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Ergebnisse sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau mit dem entsprechenden Test-System bezieht.




Der Lüfter ->Technische Aspekte:

Was prädestiniert einen Lüfter, um ihn als wirklich leise zu bezeichnen? zumal ja der subjektive Höreindruck auch eine nicht geringe Rolle spielt und jeder Lüfter eine eigene Geräuschcharakteristik besitzt...

- Grundsätzlich sollte man sich nicht auf vollmundige Produktbeschreibungen der Hersteller verlassen, denn im Prospekt ist jeder Lüfter leise.

- Die Lagerungstechnik der Axiallüfter spielt auch eine nicht unerhebliche Rolle, denn es ist hörbar, ob ein Lüfter Kugel-oder gleitgelagert ist. Die bei Gehäuselüftern eingesetzten Sintec Gleitlager (Papst) weisen einige Unterschiede zu ihren Kugellagerpendents auf:

Sintec Gleitlager werden aus Metallpulver gefertigt, das unter Druck in die gewünschte Form gepresst und bei hohen Temperaturen gesintert wird (daher der Name). Gegenüber massiven Gleitlagern bietet dieser Werkstoff einen Vorteil: Er ist porös. Das Porensystem nimmt etwa 15 bis 30 % des Lagerkörpers ein, wird mit Schmierstoff gefüllt und verbessert als zusätzliches Ölreservoir die Lagereigenschaften. Ein weiteres Argument für Gleitllager ist der Preis, denn die Fertigung dieser Lager kostet nur etwa die Hälfte der Kugellagerfertigung.
Kugellager haben den Vorteil der längeren Lebensdauer bei nicht sofortigem verschleißbedingten Ausfall, denn ein Gleitlager stellt seinen Betrieb bei finalem Verschleiß einfach ad hoc ein, ein Kugellager läuft weiter, wenn auch mit lauten Klappergeräuschen begleitet.
Grundsätzlich laufen Kugellager etwas lauter als Gleitllager, man hört immer ein leichtes Lagerschleifen. Wenn man also 2 Lüftermodelle eines Herstellers vergleicht, wobei der eine gleit-und der andere kugelgelagert ist, wird der Gleitgelagerte in der Regel leiser sein. Selbstverständlich gibt es auch laute Gleitlagerlüfter, das hängt wie immer von der Fertigungsgüte ab und die ist bei Billigprodukten naturgemäß nicht allzu hoch.
Bleibt die Frage, warum setzen dann nicht alle Hersteller auf die Gleitlagerschiene?

- Die Anordnung der Rotoren hat auch Relevanz, denn die Strömungsgeschwindigkeiten und demzufolge Strömungsgeräusche werden auch durch die Form und Stellung der Rotorblätter beinflußt. Diesbezüglich spielen auch die Lüftergitter in den PC-Gehäusen eine nicht unwesentliche Rolle, denn es macht naturgemäß einen Unterschied, ob ein Lüfter sich frei entfalten kann, oder ob er durch winzige Perforationen im Gehäuse atmen muß.

- Die Drehzahlen sind ebenfalls ein wichtiges Kriterium, zumal man mit dem Absenken der Lüfter-Drehzahlen automatisch auch das Grundgeräusch eines Lüfters absenken kann, sofern die Skalierbarkeit des Lüfters dies zuläßt.

- Die Ansteuerung der Lüfter sollte frei einstellbar sein, d.h. der Lüfter sollte nicht nur mit 12 Volt sondern auch mit 5 Volt störungs-und klapperfrei laufen, zumal wir erst dann durch die Absenkung der Drehzahl wirklich einen geräuscharmen Modus erreichen. Viele Lüfter "glänzen" bei 5 oder 7 Volt leider durch durch deutliche Motorengeräusche.

- Das Verhältnis der Luftförderleistung und Dehzahlminimierung muß aber trotzdem noch existent sein, denn auch ein leiser ->langsam drehender Lüfter soll noch Abwärme transportieren können respektive kühlen.




Pflegetipps:

Auch ein Kühler/Lüfter braucht mal Pflege und das nicht nur 1x im Jahr, sondern regelmäßig.
Gehäuse-und CPU-Lüfter sind potentielle Druckluftspray-Kunden. Seit aber bitte vorsichtig und bringt den Lüfter mit dem Spray nicht auf abnormale Drehzahlen, euer Lüfterlager wird es euch danken. Als grobe Vorarbeit solltet ihr einen weichen und nicht haarenden Pinsel einsetzen, vorzugsweise einen mit hochwertigen Chinaborsten.
Sollten eure Gehäuselüfter bereits rauh laufen, empfiehlt sich der Ausbau und die Kontrolle der Lager.
Dazu müßt ihr den Aufkleber auf der Lagerseite entfernen und den Lagerbereich mit Druckluftspray reinigen.
Wenn diese Prozedur erfolglos bleibt, weil die Lagerung doch zu sehr verschlissen ist, bleibt nur noch der Austausch.
Die Kühllammelen des Zerotherm kann man natürlich auch problemlos mit Druckluftspray und Pinsel reinigen.




Fazit:

Unser Fazit fällt ingesamt recht eindeutig aus, auf der Guthabenseite stehen natürlich an erster Stelle die extraordinäre Kühlleistung und die obligatorisch hervorragende Verarbeitung von Thermalright. Dagegen oponieren allerdings auch ein paar Negativa, darum zur besseren Übersicht noch einmal die Fakten unseres Tests in der Übersicht:

Plus:
- superbe Optik.
- exzellente Verarbeitung.
- komplette Austattung.
- herausragende Kühlleistungen.
- sehr hohe Leistungsreserven.
- sehr hohe Montage-Flexibilität (2 Einbauvarianten).
- freie Lüfterwahl.
- recht einfache Montage.
- mit dem richtigen Lüfter sehr leiser Betrieb möglich.
- SLI möglich.
- noch annehmbares Preis-Leistungsverhältnis.

Minus:
- relativ schwer.
- blockiert sehr viele PCI-Steckplätze (3 bis 4).
- Passiv Betrieb ist keine wirkliche Alternative.

Wer auf kompromisslose Kühlleistungen abhebt, ist mit diesem exzellenten Kühler bestens versorgt, das steht außer Frage. Vorausgesetzt, der Kühler paßt so ins Gehäuse und aufs Mainboard, das er nicht alle benötigten Steckkarten aussperrt und das Schließen der Gehäuseseitenwand verhindert. In unserem Fall spielt es keine Rolle, wo wir die X-Fi positionieren, aber es soll Konfigurationen geben, in denen eben auch mehr als nur eine einzige zusätzliche Steckkarte zum Einsatz kommt...
Für einen Passiv Betrieb eignet sich der Kühler zumindest auf den schnellen G80-Karten überhaupt nicht, dafür sind die thermischen Anfoderung dieser Chips einfach zu groß, als das man diese Kühlvariante bedenkenlos empfehlen könnte.
Wer über alle beschriebenen Einschränkungen hinwegsehen kann, der erhält den derzeit leistungsstärksten Grafikkartenkühler für Nvidia 8800GTS/GTX/Ultra Grafikkarten, wobei die Garantie nach diesem Kühlereinbau für die Grafikkarte verfällt, das wollen wir nicht verschweigen...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Thermalright HR-03 Plus Grafikkartenkühler erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:



Caseking




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