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Achtung Windows Vista: das ewige Märchen vom QoS Paketplaner Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Die Halbwertzeit von technischem Unsinn ist zuweilen kaum nachvollziehbar hoch,
wie schon zu Zeiten von Windows XP, liest man nun auch zum Thema Vista wieder vermehrt von der Bandbreitenbeschränkung durch den QoS Paketplaner. Offensichtlich haben einige die Wirkungsweise dieser Funktion noch immer nicht verstanden, anders sind die neuerlichen Empfehlungen kaum zu erklären...





Wenn eine Anwendung den QoS-Dienst nutzt, kann die reservierte Bandbreite reserviert werden, z.B. in einem Netzwerk. Solange diese Anwendung aber keine Daten anfordert oder sendet, steht grundsätzlich die gesamte Bandbreite zur Verfügung. Erst wenn die Anwendung Daten anfordert, bekommt sie bei Bedarf z.B. 20 Prozent der Bandbreite zugeteilt, was auf einem Standalonerechner daheim kaum der Fall sein wird. Aber auch in einem Netzwerk wird dadurch die Internetanbindung nicht zwingend langsamer.

Aber nochmal etwas deutlicher:

Mit dem Quality of Service (QoS) werden allgemein Mechanismen zur Sicherung der Güte (Qualität, Verfügbarkeit etc.) eines Dienstes bezeichnet.
Der erstmals unter Windows 2000 integrierte Quality-of-Service-Mechanismus, passt die Geschwindigkeit eines schnelleren Netzwerkadapters bei Paketübermittlungen in ein etwas langsameres Netzwerk (wie z.B. ISDN) automatisch und optimal an dessen Anforderungen an.
Dieser Quality-of-Service-Mechanismus ist vor allem dann von Interesse, wenn in einem Ethernet-Netzwerk mehrere PCs den Internetzugang eines PCs über eine Internet- bzw. Netzwerkfreigabe gemeinsam nutzen. Der QoS-Paketplaner sorgt dafür, dass die PCs (Clients), die über die Freigabe auf das gegenüber dem Ethernet-Netzwerk langsamere Internet zugreifen, keine unnötigen Paketkollisionen erzeugen können. Der auf dem PC mit der Internetfreigabe (NAT-Router) aktive QoS-Paketplaner passt zu diesem Zweck den Internetdatenverkehr der Clients über das Ethernet-Netzwerk an die langsamere Internetverbindung an. Auf den sonstigen Ethernet-Datenverkehr hat dies keinerlei negative Auswirkungen.


Dazu auch mal ein Zitat von Microsoft:

"In diversen Veröffentlichungen in Fachzeitschriften und Newsgroups wurde die Behauptung aufgestellt, dass Windows XP immer 20 Prozent der verfügbaren Bandbreite für QoS reserviert. Dies ist nicht der Fall. Die Angaben im Abschnitt "Erläuternde Hinweise zu QoS bei Windows XP-Computern" spiegeln das Verhalten von Windows XP-Systemen korrekt wider."

Link zum vollständigen Artikel

Daran hat sich unter Windows Vista nichts geändert,
wer also seine Internetverbindung tunen möchte, dreht mit dem QoS Paketplaner definitiv an der falschen Schraube...


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