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Achtung Revoltec File Protector 3.5" Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Revoltec File Protector 3.5"







Einleitung:

Mobilität ist ein wichtiges Merkmal menschlicher Kultur und trifft insbesondere im telekommunikativen Bereich genau ins Schwarze. Wer heute in der Geschäftswelt seinen Konkurrenten einen Schritt voraus sein möchte oder muß, der hat seine relevanten Daten immer griffbereit und die passen nicht grundsätzlich auf einen USB-Stick. Der Homeuser möchte endlich seine üppigen Fotoalben von der internen Festplatte an einen sicheren Ort auslagern, damit sie nicht verloren gehen und unser Nachbar hat seiner Frau versprochen, nach dem Datencrash vom letzten Sommer regelmäßig Backups anzulegen...
Der mögliche Verwendungszweck einer externen Festplatte ist so variabel wie die Geschmäcker verschieden sind, das einzige Problem dabei sind sehr oft Qualität und Preis. Komplettangebote der renommierten Festplattenhersteller übersteigen schnell das Budget, warum also nicht einfach ein preiswertes Gehäuse und dazu eine Festplatte unserer Wahl?...eine sehr gute und in der Regel auch preiswerte Idee, die allerdings ein paar Fallstricke aufweisen kann, denn alles steht und fällt mit dem richtigen Gehäuse respektive dessen Festplattencontroller.
Nach den teilweise recht gemischten Erfahrungen in den vergangenen Tests externer Gehäuse, erhielten wir von Revoltec den brandneuen File Protector, der seinem Namen alle Ehre machen soll. Wie sich das Gerät im rauhen Praxisalltag geschlagen hat, erfahrt ihr wie immer in unserem ausführlichen Test, viel Spaß beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Revoltec File protector 3.5" in Retail Verpackung.
- externes Netzteil.
- Backupsoftware (Backup4all).
- Treiber/Software-CD.
- Kurzanleitung.
- USB Verbindungskabel.




Die technischen Daten:

- Abmessungen: 240x170x48mm (BxLxH).
- mögliche Farben: schwarz und silber.
- Gehäusematerial: Aluminium (gebürstet).
- Plug & Play & Hotswap-fähig.
- Chipsatz: Prolific PL-2507 USB-PATA.
- Datenübertragung: USB 2.0.
- Controller-Schnittstelle: ATA 133.
- Power-On und HDD-Zugriffsanzeige LEDs.
- Stromzufuhr: Internes Netzteil, 29W, (UL/CUL/TÜV).
- Eingangsspannung: 100 - 240V.




Der Testrechner:

CPU
Intel Core 2 Duo E6700
Mainboard
Asus P5W DH Deluxe
Grafikkarte
Asus Extreme N7950GX2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
CPU-Kühler
Scythe Infinity
CPU-Lüfter
Scythe
Festplatten System
2x Western Digital Raptor a´150GB (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Hitachi T7K250 (7200 U/min, UDMA-133)
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
DVD-ROM
Samsung SH-D163 SATA
Gehäuse
Cooler Master Stacker STC-T01
Netzteil
Seasonic M12-600
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3
Zubehör
2x Aerocool Turbine 120mm @5Volt




Die Test-Festplatte:

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Für unsere Tests externer Festplattengehäuse haben wir eine Hitachi Deskstar T7K250 verwendet, die über folgende technische Daten verfügt:

- Größe: 250 GB.
- Parallel-ATA 133 Interface.
- 8MB Cache.
- 7200 U/min.
- Zugriffszeit: 8,5ms.
- Stromverbrauch Read/Write: ca. 8,5 Watt.
- Stromverbrauch Idle: ca. 6,2 Watt.
- Stromverbrauch Standby: ca. 1,2 Watt.




Verarbeitung und Komplettierung:

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Den File Protector gibt es nicht nur in unserer 3,5" Testversion, sondern auch in 2,5" und 1,8" Varianten, sowie jeweils in schwarzen bzw. silberner Alugehäusen. Die Verarbeitung ist relativ unspektakulär, aber sehr robust, gummierte Standfüsse vermitteln einen sicheren und rutschfreien Stand auf dem Schreibtisch.
Der nicht zu übersehende große OneTouchButton, der mit der Backupsoftware kommuniziert, wird seine Funktion im weiteren Verlauf unseres Tests noch verdeutlichen...
In der Heckpartie befinden sich die USB-und Stromversorgungsports, alles ist leserlich beschriftet und läßt keinen Zweifel darüber aufkommen, welches Kabel wohin gehört. An einen separaten Ein-Ausschalter hat man sinnvollerweise auch gedacht.

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Das Gehäuse ist über wenige Schrauben schnell geöffnet, so daß man seine Wunschfestplatte unkompliziert im Gehäuse plazieren kann und am IDE-Port sowie dem Stromstecker anschließt. Wobei darauf zu achten ist, das dies mit Gefühl vonstatten geht, Grobmotorik ist hier fehl am Platze.
Im Gegensatz zu einigen Mitbewerbern wurde am Innenraum nicht gespart, die Platine wurde akribisch und passgenau angeordnet, Kontaktstörungen sollte somit wirkungsvoll vorgebeugt sein.
Als Chipsatz wurde der Prolific PL-2507 USB-PATA Bridge-Chip verwendet, der in vielen hochwertigen externen Festplattengehäusen Verwendung findet, eine grundsätzlich gute Wahl.
Eine Kühloption sucht man bei Revoltec vergebens, weder ein kleiner Lüfter noch passive Kühlelemente sind vorhanden.

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Noch eine Anmerkung zur Stromversorgung:
Aktuelle Mainboards stellen über die USB 2.0 Schnittstelle die erforderlichen 500mA problemlos zur Verfügung, dies ist auf Notebooks nicht zwangsläufig gewährleistet. Darum macht die externe Stromversorgung des File Protectors sehr viel Sinn, zumal so sichergestellt ist, das keine strombedingten Irritationen auftreten.
Wurde der Einbau erfolgreich finalisiert, erhält man über den OneTouchButton auch ein beleuchtungstechnisches Feedback.




Die Backup-Software:

Auf der CD des File Protectors befindet sich neben Treibern für Windows 98 auch die Backup-Software Backup4all. Diese wirkt nüchtern betrachtet wenig intuitiv, so daß man sich sinnvollerweise zunächst einmal mit deren Hilfefunktion respektive dem Handbuch beschäftigen sollte.

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Nach aufmerksamen Lesen sollten sich nun aber die Türen für ein erfolgreiches Backup geöffnet haben und so erstellen wir zunächst einmal einen Ordner auf unserer externen Festplatte im File Protector, in dem wir unsere Backupdaten speichern wollen.
Die Funktion "OneTouchBackup ermöglichen" muß selbstverständlich aktiviert sein, sonst arbeitet die Software nicht mit dem Button auf unserem Festplattengehäuse zusammen.

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Nach der Betätigung des blauen Buttons (siehe Screenshot), sichert das Programm die angewählten Ordner im vorher festgelegten Ordner. Nach Beendigung der Sicherung liegen auf unserer externen Festplatte nun die gesicherten Daten bereit.

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Über die bei der Sicherung angelegten Logdateien sind übrigens auch inkrementelle Backups möglich, d.h. es werden nur die neu hinzugekommenen Daten gesichert.
Alles in Allem funktioniert das Backup mit der Software recht gut, man sollte sich nur mit der Funktionsweise eingehend beschäftigen. Hektisches Durchklicken der einzelnen Funktionen ist diesbezüglich ein ganz schlechter Ratgeber. Auf eine genaue Analyse jeder einzelnen Funktion der Software haben wir ganz bewußt verzichtet, sie würde den Rahmen dieses Tests sprengen...




Die Tests:

Beide Festplattengehäuse wurden von Windows XP SP2 (incl. aller verfügbaren Updates) anstandslos erkannt und eingebunden:





Ist der Controller des Gehäuses lediglich ATA-5-kompatibel, dann können maximal 128GB angesprochen werden. Neuere Controller und Bridges wie auf dem Revoltec File Protector (ab Mitte/Ende 2003) sind ATA-6-kompatibel und können dementsprechend mit größeren Festplatten umgehen.
Anzumerken ist an dieser Stelle noch, das wir die Festplatte zur Partitionierung (zwei logische Laufwerke mit PM 8.0 erstellt) und Formatierung einige Wochen vorher kurzzeitig ins System eingebunden hatten, da sie dort ursprünglich ihren Dienst als Backup-Festplatte verrichten sollte. Dieses Prozedere läßt sich aber unter Windows 2000 und XP auch problemlos in der Datenträgerverwaltung bewerkstelligen, die ihr über Systemsteuerung ->Verwaltung ->Computerverwaltung ->Datenträgerverwaltung erreicht. Dort könnt ihr über einen Rechtsklick auf das neue Laufwerk entsprechend partitionieren und formatieren.

ein bebildertes Beispiel dazu von Microsoft


Dazu auch noch ein weiterführender Artikel, falls Probleme mit USB-Geräten auf euren Systemen existieren:

USB-Laufwerke richtig verwalten und weitere USB-FAQ's


Die Festplatte wurde mit einigen Gigabyte an Daten gefüttert, anschließend mit Perfect Disk 7.0 defragmentiert und mit HD Tune 2.52 getestet.

Testresultate:



Vergleichswerte aller bisher getesteten USB-Gehäuse
USB-Gehäuse:
Minimum-Transfer
Maximum-Tranfer
Access Time
CPU-Belastung
Revoltec File Protector 23,6 MB/sec 24.9 MB/sec 13,5ms 9,2%
Revoltec Alubook2 22,5 MB/sec 24,3 MB/sec 17,2ms 13,4%
ICY Dock MB-452 20,7 MB/sec 25.3 MB/sec 13,4ms 10,6%
ICY BOX IB-360U 20,2 MB/sec 23,7 MB/sec 10,3ms 9,1%
Stardom iTank i302 21,8 MB/sec 25,0 MB/sec 12,6ms 8,8%

Die Resultate des File Protector müssen sich vor der Konkurrenz beileibe nicht verstecken, der Datentransfer findet störungsfrei und schnell statt. Die Temperaturen des Gehäuses liegen beim Datentransfer im grünen Bereich, auch nach einer mehrstündigen Einsatz bleibt das Gehäuse handwarm.
Eines wollen wir an dieser Stelle noch separat ansprechen:
wie leise und mit welchem Temperaturaufkommen der File Protector seinen Dienst verrichtet, hängt entscheident von der eingesetzten Festplatte ab. Wer eine schnelle und laute Festplatte ins Gehäuse integriert, darf sich nicht wundern, wenn man sie mehr als deutlich hört. Dies gilt gleichermaßen für das Temperaturverhalten, denn natürlich existieren auch Festplatten, die viel Wärme entwickeln. Sehr zu empfehlen sind in dieser Hinsicht Festplatten mit Flüssigkeitslagern, die in der Regel auch mit 7200 U/min wenig Lärm und wenig Hitze entwickeln...!




Fazit:

Im Gegensatz zu früheren externen Gehäusen von Revoltec überzeugt beim File Protector nicht nur das Äußere, der Controller verrichtet eine ausgezeichnete Arbeit, die Stromversorgung stimmt und mit der anfangs etwas gewöhnungsbedürftigen Backupsoftware freundet man sich relativ schnell an.
Man kann es gar nicht oft genug betonen, gerade bei externen Festplattengehäusen ist unglaublich viel Ausschuß im Umlauf, was sich einerseits in nicht mehr ansprechbaren Festplatten und anderseits in permanenten System-oder Datenübertragungsstörungen äußert, weil der Controller nicht in der Lage ist, sich dem System korrekt mitzuteilen, von defekten externen Netzteilen gar nicht zu reden...
All dies konnten wir bei beiden getesteten File Protectoren nicht attestieren, abschließend noch einmal unsere Testresultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
- ansprechende Retailverpackung.
- sehr gute Verarbeitung.
- einfacher Einbau der Festplatte.
- stabiles externes Netzteil.
- störungsfreier Datentransfer und Betrieb.
- problemloses Einbinden ins vorhandene System.
- Backup Software funktioniert tadellos.
- Treiber für Windows 98 vorhanden.
- sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 34,90 €).

Minus:
- wird recht warm (abhängig von der Festplatte).
- Gehäuse dämmt wenig Schall (abhängig von der Festplatte).

Für knapp 35 Euro erhält man kein Rundumsorglos Paket, denn ein Backup ist kein Image, aber der Endanwender ist mit dem File Protector und dessen Software in der Lage, schnell und problemlos seine wichtigsten Daten zu sichern. Gibt es für dieses Produkt ein aussagekräftigeres Kaufargument? sicherlich nicht...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das Revoltec File Protector 3,5" Festplattengehäuse erhält den PC-Experience Award in Gold








Weiterführende Links:

Revoltec


Wir bedanken uns bei Listan sehr herzlich für die Bereitstellung der Testexemplare


euer PC-Experience.de Team

Cerberus




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