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Achtung NZXT Apollo Case Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

NZXT Apollo Case







Einleitung:

Eye-Catcher Gehäuse sind offensichtlich die Spezialität des taiwanesischen Gehäuseherstellers NZXT, da macht der neue Apollo Miditower diesbezüglich keine Ausnahme. Die Designer von NZXT preferieren großzügige Window-Seitenteile, futuristische Frontverkleidungen und sozusagen als Schleife des Geschenks, wird das Ganze auch noch entsprechend ausgeleuchtet.
Nun wird dies dem gut informierten Kunden möglicherweise nicht genügen, denn der legt zu Recht genauso viel Wert auf komfortable Montageoptionen, entsprechend hochwertige Verarbeitung und die Möglichkeit seine Komponenten adäquat kühlen zu können, ohne dabei einen Hörsturz zu erleiden. All dies offeriert NZXT dem Kunden ebenfalls, somit war unser Interesse geweckt und wir haben das Apollo Case einem ausführlichen Praxistest unterzogen, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- NZXT Apollo Case.
- Befestigungsschrauben und Laufwerksschienen.
- Kurzanleitung.




Technische Daten Gehäuse:

- Gehäusematerial: 0,8mm SECC Stahl.
- Frontverkleidung: Kunststoff.
- Farbe: schwarz.
- Abmessungen: 218mm x 438mm x 536mm (B x H x T).
- Norm: ATX/Micro-ATX7Baby-AT.
- Gewicht: ca. 7,2 Kg.
- verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7.
- vorinstallierte Lüfter: 2x 120mm (1x hinten, 1x seitlich), 1 x 120 mm (optional).
- Zusätzliche Anschlüsse: 2×USB 2.0, 2×Audio, 1xIEEE1394 .
- Laufwerksschächte: 5x 5,25" extern und 1x 3,5" extern, 4x3,5" intern.
- weitestgehend schraubenloses Design.
- Preis: 89,90 €.
- Garantie: 2 Jahre.




Das Testsystem:

CPU
Intel Northwood P4 3.4 GHZ
Mainboard
MSI 865PE Neo2
Grafikkarte
Sapphire X800 XT@ATI Silencer4 Rev.2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
CPU-Kühler
Thermalright SI-120
CPU-Lüfter
Aerocool Turbine
Arbeitsspeicher
2x 1024MB 3200BIU2-2GBHX G.Skill DDR400
Festplatten System
1x Hitachi Deskstar T7K250
DVD-Brenner
LG GSA-4167B
Netzteil
Seasonic S12-600
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Zunächst einmal der Hinweis, das dieses Gehäuse nicht nur in schwarz, sondern auch in den Farben blau, silber und rot erhältlich ist, insofern hat der potentielle Kunde ein recht flexibles Farbsortiment zur freien Auswahl. Die schwarze Variante wirkt etwas dezenter und trifft zumindest unseren Geschmack somit schon eher.
Die äußere Verarbeitungsqualität ist gut, wenn auch nicht überragend, was sich insbesondere in der zwar auffälligen, aber doch recht klapperig wirkenden Frontverkleidung darstellt. Die Lackierung hingegen wurde sehr sauber und gleichmäßig aufgetragen, daran gibts es nichts zu bemängeln.
Leider öffnet sich die Tür der Frontverkleidung nur bis zu einem bestimmten Winkel, das schließt eine Verwendung auf der linken Seite des Schreibtisches schon beinahe aus.
Der Reset-Button wurde hinter die Frontklappe verlegt, was zwar einerseits Schutz vor unabsichtlicher Betätigung bietet, aber mehr auch nicht, zumal die Tür nicht abschließbar ist.
Die mittlerweile obligatorischen Anschlussports für USB, Audio usw. wurden für unseren Geschmack viel zu tief positioniert, das kann man praktikabler lösen.
Das Window-Seitenteil wurde großzügig bemessen, das dürfte insbesondere die Modder sicherlich ansprechen.
Ein bisher weitestgehend unterschätzter Aspekt von transparenten Seitenteilen ist: man sieht bei Irritationen am Rechner sofort, ob sich z.B. CPU-oder Grafikkartenlüfter noch drehen und kann auch mit einem gezielten Blick erkennen, ob sich möglicherweise eine Kabelverbindung gelöst hat. Dagegen spricht allerdings die Verminderung der elektromagnetischen Abschirmung, das wollen wir nicht unter den Tisch fallen lassen.

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Die Seitenteile lassen sich sehr bequem über entsprechende Thumbscrews lösen und entfernen, die Passgenauigkeit bewegt sich auf hohem Niveau.
Der Innenraum offenbart sich ansonsten sehr aufgeräumt, die deutliche Beschriftung der Verkabelung ist vorbildlich. Ein herausnehmbarer Mainboardschlitten fehlt leider, die Bleche sind ordentlich gebördelt und durch Feuerverzinkung gegen Korrosion geschützt.
Im linken Bereich entdecken wir die obligatorischen Slotblenden für die Steckkarten, die leider nicht verschraubt wurden sondern als Klappmechanismus ausgerichtet sind, was wir wiederum als unkomfortabel und wenig fixierend empfinden.
Laufwerkskäfige wurden einmal mehr traditionell angeordnet, über die sehr komfortable Integration der Laufwerke refferieren wir im Kapitel "Komplettierung"...

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Zum Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse hat NZXT 2 gleitgelagerte 120mm Lüfter integriert, einen im Heck und einen in der Window-Seitenwand, der vordere Platz im Gehäuse blieb leider frei. Der seitlich angeordnete Lüfter ist mit LED's versehen worden, um dem Innenraum einen zusätzlichen Beleuchtungseffekt zu verleihen.
Die Unterseite ist mit 4 gummierten Standsfüßen bestückt, die einen festen Stand und durchaus auch eine gewisse Entkoppelung vom Untergrund bewirken.




Die Komplettierung:

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Die Frontverkleidung ist schnell entfernt und gibt den Blick frei auf die Anschlußportplatine, sowie deren Verkabelung. Viel wichiger ist an dieser Stelle aber das Entfernen der Laufwerksblenden, was zwar sehr leicht vonstatten geht, leider müssen sie herausgebrochen werden, somit kann das Gehäuse bei Bedarf nicht wieder in seinen ursprünglichen Werkszustand zurückversetzt werden.

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Sind die Blenden entfernt worden, ist es kein Problem mehr, optische Laufwerke zu verbauen, die werden einfach in den gewünschten Laufwerksschacht eingeschoben und über einen sehr pfiffigen Arretiermechanismus fixiert, den man noch vorne schiebt, das Laufwerk ist somit sehr sicher verankert.
Über die mitgelieferten Plastikschienen lassen sich die Festplatten ebenso leicht in den Festplattenkäfig verfrachten und auch wieder entfernen. Diese Art der Laufwerksintegration sollte auch für technisch weniger versierte Anwender wirklich keine Probleme bereithalten.

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Ist der Rechner dann komplettiert, erstrahlt der Innenraum in einem sehr gefälligen blauem Licht, das sicherlich auf jeder Lan-Party aber natürlich auch Daheim für bewundernde Blicke sorgen dürfte. Wir haben den Effekt mit einem beleuchteten Lüfter auf dem Thermalright-Kühler noch intenisiviert. Grundsätzlich sind da der Kreativität natürlich keine Grenzen gesetzt, zumal man mit Kaltlichtdioden oder anderen optischen Gimmicks noch einiges drauflegen könnte.




Der Gehäuse-Test:

Wie gewohnt hatten wir das Testsystem mit Prime95 eine Stunde mit dem Torture Test "vorgeheizt" und über das BIOS, Everest und MBM anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2005 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C.
Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter manuell herunter:



CPU-Temperaturen -idle- ->34°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->36°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->35°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->38°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->39°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->41°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->54°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->61°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->35°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->35°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->38°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->36°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->38°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->41°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->46°C bei 7 Volt Ansteuerung


Die Temperaturen zeigen einmal mehr, wie deplaziert ein seitlicher Lüfter ist, wenn man parallel dazu keinen einblasenden Frontlüfter verbaut. Darüber hinaus werden die Festplatten so fast völlig aus dem Gesamtkühlkonzept ausgespart, was sich an den relativ hohen Temperaturen wiederspiegelt.
Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Wir haben also kurzentschlossen den seitlichen Lüfter nach vorne verlegt, das Window-Seitenteil im Bereich des Lüfters abgedichtet und den kompletten Test wiederholt:

CPU-Temperaturen -idle- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->34°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->33°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->35°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->36°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->38°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->51°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->57°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->30°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->33°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->31°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->34°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->33°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->35°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->36°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->39°C bei 7 Volt Ansteuerung

Das Resultat spricht eine deutliche Sprache und unterstreicht unsere Kritik an der Werksanordnung der Lüfter.
Selbstverständlich unterstützt der 120mm Lüfter unseres Seasonic Netzteil den Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse hervorragend und der Arctic-Cooling Kühler unserer Grafikkarte sorgt selbst für deren Abtransport, das ist keine Frage. Gerade dies macht einmal mehr deutlich, das man sein Gehäuse nicht mit mit einem halben Dutzend Lüfter vollstopfen muß, um adäquate Temperaturen bei gleichzeitiger Drosselung der Systemlautstärke zu erreichen, die richtige Positionierung spielt die entscheidende Rolle.
Die Lüfter drehen unter 12V Ansteuerung mit 1260 U/min und entwickeln dabei 26,5 dBA, das sind gute Werte. Wer eine Lüftersteuerung einsetzt, kann sie problemlos mit 7 Volt betreiben, was die Drehzahl auf 940 U/min reduziert und die Geräuschentwicklung auf sehr gute 18 dBA. Unter 5 Volt laufen die Lüfter leider nicht mahr an...
Ansonsten haben uns die Lüfter durchaus überzeugt, Lagerklappern oder andere Störgeräusche waren so gut wie keine zu vermelden, wenn man mal von einem kaum wahrnehmbaren Brummen absieht, was aber wirklich nur aus unmittelbarer Nähe überhaupt festzustellen war und überhaupt nicht störte.




Fazit:

Am Design des NZXT Gehäuseses werden sich sicherlich die Geister scheiden, aber da Geschmäcker bekanntermaßen grundsätzlich verschieden sind, werden sich sicherlich Käufer finden, das steht wohl außer Frage.
Rein technisch betrachtet bietet das Gehäuse einiges, wenn auch nicht in dem Maße, wie wir es uns für den Preis gewünscht hätten und darum noch einmal die wichtigsten Eckdaten unserer Testresultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
- schickes Outfit.
- gute Verarbeitung.
- sehr attraktive Beleuchtung.
- durchdachte Laufwerksmontage.
- leise und laufruhige Lüfter.
- weitestgehend schraubenlose Montage der Komponenten.
- befriedigendes Preis-Leistungsverhältnis (89,90 €).

Minus:
- billige Kunststoffrontverkleidung.
- ineffektive Anordnung der Lüfter.
- externe Anschlußports sind zu tief positioniert.
- Fronttür läßt sich nicht weit genug öffnen.
- geringe Materialstärke genügt nicht für Eigendämpfung.
- mageres Handbuch.

Wir sind etwas im Zwiespalt, einerseits sind durchaus pfiffige Ansätze erkennbar und auch gut umgesetzt worden, anderseits sind die o.g. Stockfehler schon ärgerlich. Wenn sich NZXT dazu durchringen könnte, den Lüfter an der richtigen Stelle zu plazieren, oder einfach einen Dritten für den vorderen Bereich ins Ausstattungspaket zu integrieren, wäre schon viel gewonnen. Anschlußports für USB usw. gehören grundsätzlich in Griffhöhe und nicht in tiefe Ecken, ein Faltblatt als Handbuch ist ebenso inakzeptabel. Man kann es drehen und wenden wie man möchte, das NZXT Gehäuse kann in vielen Bereichen punkten, aber zu einem absoluten Top-Gehäuse fehlt doch noch etwas der Feinschliff...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das NZXT Apollo Case erhält den PC-Experience-Award in Bronze !






Weiterführende Links:

Caseking


Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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