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Achtung Windows 2000/XP: Auslagerungsdatei optimieren Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Windows 2000/XP: Auslagerungsdatei optimieren


- Update 23.09.2008 -



Über dieses Thema ist schon viel diskutiert worden, also geben wir an dieser Stelle auch unsere Meinung respektive Erfahrung wieder, denn Erfahrungswerte sind zu diesem Thema von entscheidender Bedeutung.



Grundlagen:


Die Speicherverwaltung eines modernen Betriebssystems vergrößert den zur Verfügung stehenden Arbeitsspeicher scheinbar, indem momentan nicht benötigte Speicherbereiche in eine Auslagerungsdatei auf der Festplatte geschrieben und bei Bedarf (im Austausch mit anderen Bereichen) wieder eingelesen werden (virtueller Speicher).
Im PC-Bereich wird statt Auslagerungsdatei auch noch häufig der englische Begriff "swap file" verwendet.
Wenn der Arbeitsspeicher zur Neige geht, springt die Auslagerungsdatei als dringend benötigter Helfer ein.
Dies geschieht besonders dann, wenn viele geöffnete und komplexe Anwendungen gleichzeitig in Benutzung sind.





Optimierungsgedanken:


Seit jeher wurde dieses Thema in den Printmedien und auch im Internet besprochen, wobei lange Zeit die Meinung vorherrschte: "stell mal das 3-fache deines Arbeitsspeichers als min und max ein, das paßt schon."
So einfach ist es eben nicht, schon gar nicht wenn man die unterschiedlichen Situationen des Anwenders berücksichtigen will, denn eine schlecht eingestellte Auslagerungsdatei kann den Rechner im ungünstigsten Fall durch unnötige Rechenleistung ausbremsen.
Denn eines sollte klar sein:
Ein Spieler hat andere Bedürfnisse an die Rechenleistung seines PC's, als ein Office-Anwender.
Gelegentlich hört man auch die These: "schalte deine Auslagerungsdatei doch ab, du hast doch genug Arbeitsspeicher".
Auch hier kursieren wilde Gerüchte, von ganzen neuen Parametern bis hin zur gänzlichen Abschaltung des viruellen Speichers (Auslagerungsdatei).
Es bringt nichts, den virtuellen Speicher abzuschalten, denn auch Windows XP lagert auch trotz seiner optimierter Speicherverwaltung aus und es gibt auch keine Möglichkeit, dies zu ändern (das Abschalten der Pagefile bewirkt nicht viel), ganz im Gegensatz zu Linux, dort ist dies explizit möglich.
Darüber hinaus meckern auch weiterhin speicherhungrige Programme wie Photoshop ob der fehlenden Auslagerungsdatei, egal wieviel Speicher real vorhanden ist...

Die einzige Alternative, die man noch in Betracht ziehen könnte, wäre die Einrichtung einer Ramdisk. Dafür ist aber sehr sehr viel Arbeitsspeicher nötig, d.h. nicht unter 1024MB.





Optimierung:
Zunächst einmal navigieren wir zum "Schauplatz" unserer Einstellungen:
Rechtsklick auf den Arbeitsplatz (Alternativ: ALT ->Doppelklick) ->Eigenschaften ->Erweitert ->Systemleistung ->Einstellungen ->Erweitert ->Ändern.





Wir stehen jetzt vor der Auswahl der Festplatten, auf der sich letzendlich die Auslagerungsdatei befinden soll. Wenn wir mehrere Festplatten in unserem System eingebaut haben, sollten wir in jedem Fall die Schnellste für diesen Job auswählen, ansonsten verschenken wir wieder Leistung. Wenn die Schnellere aber als Systemfestplatte genutzt wird, sollte trotzdem die Auslagerungsdatei auf der anderen Festplatte beheimatet werden, denn auch eine weniger performante Festplatte verhindert durch seine Abkoppelung vom Betriebssystem die Fragmentierung der Auslagerungsdatei und das ist ja das Ziel unserer Bemühungen.
Bei nur einer Festplatte macht eine separate Partition für die Auslagerungsdatei keinen Sinn, da der Schreib-Lesekopf der Festplatte ständig zwischen Systempartition und Auslagerungspartition hin-und herwechseln muß, was wiederum Zeit und somit Leistung kostet. In diesem Fall ist die Auslagerungsdatei auf der Systempartition besser aufgehoben.
Wichtig ist auch, das die Auslagerungsdatei auf einer separaten Festplatte am Anfang dieser Partition positioniert wird, also auf der ersten Partition.

Microsofts Empfehlungen zu diesem Thema


Von Haus hat Windows bereits eine Auslagerungsdatei angelegt, die aber nicht gerade optimal eingestellt ist, da die dynamische Vergrößerung bzw. Verkleinerung der Auslagerungsdatei mehr Rechenzeit benötigt.

Darum die klare Empfehlung:

Tragt bitte feste und identische Größen ein und vergeßt nicht, vor dem Anlegen die entsprechende Partition gründlich zu defragmentieren. Wenn schon eine Swap-Datei angelegt war, dann schaltet sie erst ab ->startet neu ->defragmentiert ->legt jetzt die gewünschte Swap-Datei an.

Nur wie groß sollten diese Werte sein ?

1. Der Standarduser:
Er arbeitet mit seinem Office und spielt gelegentlich mal ein älteres Game.

- Anfangsgröße: 384MB bei 256 MB Arbeitsspeicher
- Maximale Größe: 384MB dito

2. Der Spieler:
Er verwendet seinen PC als Gamestation und besitzt mit hochwertiger Highend Hardware auch die nötige Rechenpower für aufwendige, komplexe Programme und Spiele.

- Anfangsgröße: 768MB bei 512 MB Arbeitsspeicher
- Maximale Größe: 768MB dito

3. Der Profi:
Er hat permanent mehrere komplexe Programme gleichzeitig geöffnet und arbeitet mit Bild-, Video- und Tonbearbeitungsprogrammen, welche während des Betriebes schon mindestens 512MB Arbeitsspeicher verlangen. Sinnvoll ist hier eine grundsätzliche Arbeitsspeicherbestückung von mindestens 1024MB und mehr.

- Anfangsgröße: 1024MB bei 512 MB Arbeitsspeicher
- Maximale Größe: 1024MB dito

- Anfangsgröße: 1536MB bei 1024 MB Arbeitsspeicher
- Maximale Größe: 1536MB dito


Wer mehr als 1GB RAM einsetzt, sollte die Einstellungen aus der 1024MB Empfehlung nicht noch weiter erhöhen, aus einer weiteren Anhebung der Werte konnten wir keinerlei Vorteile mehr interpretieren respektive messen...!

Der gerne gelesene Vorschlag, die Auslagerungsdatei bei üppig vorhandenem Arbeitsspeicher zu deaktivieren, ist weder sinnvoll noch praktikabel. Windows Xp lagert trotzdem aus und im Falle eines Absturzes (BSOD) können Informationen über den Absturz zur Auswertung nicht gespeichert werden (Kernel Crash Dumps) !



Als Fazit bleibt zu sagen, viel testen erspart viel Ärger, denn unsere Tipps sind nicht das Evangelium, dazu gibt es zuviele mögliche Konfigurationsvarianten. Letzendlich wollen wir euch auf den richtigen Weg bringen und Fallstricke aufzeigen.


Cerberus

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