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Achtung Silverstone TJ08 Temjin Micro-ATX Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Silverstone TJ08 Temjin Micro-ATX Tower







Einleitung:

Kompakte PC-Gehäuse haben schon immer einen nicht zu unterschätzenden Marktanteil besessen und dieser Fakt dürfte sich in absehbarer Zeit auch nicht wesentlich ändern, denn nicht jeder kann oder möchte seinen Arbeitsplatz mit gewaltigen Towern "verzieren", vom hohen Mobilitätsfaktor ganz zu schweigen.
Silverstone weiß dies und bietet mit dem neuen TJ08 Temjin Micro-ATX Tower ein entsprechendes Gehäuse an. Optik und Qualität sollen sich nicht sonderlich von wesentlich teureren Pendents unterscheiden und darüber hinaus ermöglicht man mit zwei vorinstallierten 120mm Lüftern zumindest theoretisch ein passendes Kühlmanagement.
Der Micro-ATX Formfaktor sollte potentielle Interessenten nicht abhalten, entsprechende Plattformen gibt es prakatisch für jeden Chipsatz, wenn auch in übersichtlichen Dosierungen.
Der Silverstone TJ08 Temjin Micro-ATX Tower von Silverstone möchte neben dem Micro-ATX Formfactor ansonsten keine Einschränkungen bei der Auswahl der Komponenten zulassen. Wie dieTheorie mit der Praxis harmoniert, haben wir in unserem ausführlichen Test geklärt, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- Silverstone TJ08 Temjin Micro-ATX Tower.
- Befestigungsschrauben und Kleinmaterial.
- Kurzanleitung.




Technische Daten:





Der Testrechner:

CPU
Intel P4 3.0 GHZ
Mainboard
Asus P4S533-MX
Grafikkarte
Sapphire X800 XT PE@ATI Silencer4 Rev.2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
CPU-Kühler
Thermalright SI-120
CPU-Lüfter
Aerocool Turbine1000
Arbeitsspeicher
2x 512 MB Infineon DDR333
Festplatte
1x Hitachi T7K250 (7200 U/min, UDMA-133)
CDRW-Brenner
LG 8526B
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Netzteil
Silverstone ST60F
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Die Aluminium-Front wirkt edel und auch die Verarbeitung hält diesem ersten Eindruck problemlos stand. Die Bedienelemente sind sinnvoll angeordnet, dies gilt ebenso für die USB und Audioanschlüsse, wenngleich speziell diesem Bereich eine schützende Staubklappe gut zu Gesicht stehen würde...

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Der Rest des Gehäuses wurde aus Stahlblech hergestellt, was der Qualität aber keinen Abbruch beschert, alle äußeren und inneren Bereiche sind akkurat gefalzt und gebördelt.
Die Seitenteile sind leicht zu entfernen, mit Thumbscrews wäre dies allerdings noch komfortabler zu ermöglichen.
Auch wenn es sich um ein Micro-ATX Gehäuse handelt, ist es in diesem Fall kein Problem, ein Standard ATX Netzteil zu verwenden, somit kann der Endanwender seinen individuellen Wünschen Rechnung tragen.

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Der Innenraum wirkt auf den ersten Blick erstaunlich geräumig, aber eines wird auch gleich klar, für extreme Towerkühler kann es eng werden, zumal die Festplatte sehr weit zum Mainboard hineinragt.
Sehr ansprechend empfanden wir die gut zugängliche Verschraubung der Lüfter und die damit verbundene Option einer Entkoppelung vom Gehäuse.
Die Bleche sind ordentlich gebördelt und durch Feuerverzinkung gegen Korrosion geschützt. Alle Slotblenden wurden konventionell verschraubt, was wir sehr begrüßen, denn die häufig vorzufindenden Plastikmechanismen erzeugen in der Regel mehr Probleme als Komfort.
Die Verkabelungen sind ausreichend lang dimensioniert und gut beschriftet, das ist auch notwendig, denn die Kurzanleitung läßt doch viele Fragen offen...

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Leider erweist sich die Entfernung der Frontverkleidung als unnötig frickelig, zumal man dazu 5 Schrauben entfernen muß, die auch noch sehr versteckt plaziert wurden. Dies ist ärgerlich, denn um den Staubfilter zu reinigen, muß dieser Weg beschritten werden...
Die vorinstallierten 120mm Lüfter sind werksseitig mit 21 dBA und 1200 U/min angegeben und verfügen über 11 Lüfterblätter. Die Verarbeitung dieser Lüfter macht einen recht guten äußeren ersten Eindruck.




Die Komplettierung:

An dieser Stelle wollen wir auf mögliche Fallstricke hinweisen, die bei der Komplettierung eines solchen Gehäuses durchaus vorhanden sein können, denn was nützt das schönste Gehäuse, wenn es sich schlußendlich als lärmbedingter Nervtöter oder thermischer Warmbrüter entpuppt...

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Ideal für diese kleineren Gehäuse sind Netzteile mit Kabelmanagement, wo nur die Stränge verlegt werden, die auch benötigt werden, wie in unserem Fall das Silverstone ST60F.
Optische Laufwerke müssen leider manuell verschraubt werden, dazu muß dann auch noch die entsprechenden Laufwerksblenden entfernt werden, die durch Schrauben gesichert wurden. Da Silverstone an dieser Stelle leider keine farblich passenden Blenden mitliefert, sollte man bei der Auswahl der Laufwerke schon ein wenig auf die Optik achten, denn die Farbe schwarz oder beige wirkt an dieser Stelle mehr als deplaziert.
Die Mainboard Grundplatte kann nach hinten herausgeklappt werden, was den Einbau des Mainboards recht komfortabel gestaltet.

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Da wir uns für diesen Test verständlicherweise kein aktuelles Micro-ATX Mainboard kaufen wollten, kam unser betagtes Asus P4S533-MX zum Einsatz, das sich durch sehr gute Stabilität auszeichnet und keinen Chipsatzradaukühler mitbringt.

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Wenn schon eine schnelle und temperaturgewaltige Grafikkarte verbaut werden möchte, sollte man darauf achten, das diese ihre Abwärme selbst aus dem Gehäuse befördert und nicht das gesamte System in Mitleidenschaft zieht, somit sind Grafikkarten mit den Kühlern von Arctic-Cooling unsere erste Wahl, zumal sie ihren Dienst sehr leise verrichten.
Der Abtransport der Abwärme ist in kleinen Gehäusen ein grundsätzliches Problem und auch separate PCI-Soundkarten und TV-Karten sind diesbezüglich nicht zu unterschätzen, denn sie entwickeln nicht selten um die 50°C. Wer also über ein Mainboard mit einem hochwertigen Onboardsoundchip verfügt, sollte es dabei belassen. Alles was zusätzliche Wärme entwickelt ist in einem kleinen Gehäuse kontraproduktiv. Insbesondere dann, wenn man kein adäquates Gesamtkühlkonzept realisieren kann.




Der Gehäuse-Test:

Wie gewohnt hatten wir das Testsystem mit Prime95 eine Stunde mit dem Torture Test "vorgeheizt" und über das BIOS, Everest und MBM anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2005 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C.
Die Werksbestückung beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, regelten aber die jeweiligen Lüfter über eine Zalman ZM-MFC1 Steuerung nach dem 12V Durchlauf zum Vergleich auf 7V herunter:



CPU-Temperaturen -idle- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->36°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->31°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->33°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->39°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->44°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->54°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->58°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->30°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->33°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->29°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->31°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->33°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->36°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->33°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->35°C bei 7 Volt Ansteuerung


Die Temperaturen sind ausgezeichnet und obwohl sich die Festplatte nicht direkt im Einzugsbereich der Lüfter befindet, wird sie auf einem guten Niveau gehalten, was für eine gute Luftzirkulation im Gehäuse spricht.
Die Lüfter drehen unter 12V Ansteuerung mit 1330 U/min und entwickeln dabei 26,5 dBA, das ist in Ordnung und nicht wirklich störend. Wer aber eine Lüftersteuerung einsetzt, kann sie problemlos mit 7 Volt betreiben, was die Drehzahl auf 895 U/min reduziert und die Geräuschentwicklung auf sehr gute 17 dBA. Unter 5 Volt laufen die Lüfter leider nicht mahr an...
Selbstverständlich unterstützt der 120mm Lüfter unseres Silverstone Netzteil den Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse hervorragend und der Arctic-Cooling Kühler unserer Grafikkarte sorgt selbst für deren Abtransport, das ist keine Frage. Gerade dies macht einmal mehr deutlich, das man sein Gehäuse nicht mit mit einem halben Dutzend Lüfter vollstopfen muß, um adäquate Temperaturen bei gleichzeitiger Drosselung der Systemlautstärke zu erreichen...




Fazit:

Der Silverstone TJ08 Temjin Micro-ATX Tower konnte uns sowhl technisch als insbesondere auch optisch überzeugen, verarbeitungstechnisch reiht es sich ohnehin nahtlos in die hohe Güte der Gehäuse von Silverstone ein.
Aber es existiert auch der eine oder andere Kritikpunkt, darum noch einmal die wichtigsten Eckdaten unserer Testresultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
- sehr hochwertiges Outfit.
- herausragende Verarbeitung.
- sehr geringes Gewicht.
- Lüfter ermöglichen ausgezeichnete Kühleigenschaften.
- recht leise Lüfter.
- Frontstaubfilter.
- sehr gutes Preis-Leistungsverhältnis (ca. 90 €).
- sehr kompakt.
- hohe Mobilität.
- auch in schwarz erhältlich.

Minus:
- fummeliger Abbau der Frontverkleidung.
- Festplatte ragt weit Richtung Mainboard.
- keine Thumbscrews und Laufwerksschienen.
- mageres Handbuch.

Für knapp unter 90€ erhält der potentielle Käufer ein sehr schickes Gehäuse, mit sich bei geringer Lautstärke ein attraktives Gesamtkonzept realisieren läßt.
Nun könnte man anmerken: "ja, aber warum wurde das Gehäuse denn nicht komplett aus Aluminium gefertigt?"...
Das wäre sicherlich kein Problem, aber nicht zu diesem Preis. Außerdem konnten wir bei diesem Gehäuse kaum Resonanzschwingungen attestieren, ein Manko vieler Alu-Boliden...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Silverstone TJ08 Temjin Micro-ATX Tower erhält den PC-Experience-Award in Silber !






Weiterführende Links:

Silverstone


Wir bedanken uns bei Silverstone Deutschland sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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08.06.2006 18:31 Cerberus is offline Homepage of Cerberus Search for Posts by Cerberus Add Cerberus to your Buddy List
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