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Achtung AplusCase Dacapo conLCD Miditower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

AplusCase Dacapo conLCD Miditower







Einleitung:

Attraktive Miditower mit möglichst viel Platz und praxisnahen thermischen Konzepten sind am hart umlämpften Gehäusesegment die Umsatzlieferanten schlechthin. Dies gilt insbesondere dann, wenn sich pfiffige Detaillösungen und großzügig Ausstattungspakete dazu gesellen.
AplusCase tendiert exakt in diese Richtung und präsentiert immer wieder interessante Angebote, wie in diesem Fall den Dacapo conLCD Miditower. Als Basis wird das bekannte Casetek 1020 Gehäuse verwendet, dem man durch geschicktes Facelifting zusätzliche Kaufanreize implementierte.
Nun sind optische Vorzüge allein noch wirkliches Argument für den potentiellen Konsumenten, darum haben wir das Aplus-Gehäuse einem eingehenden Praxistest unterzogen, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- AplusCase Dacapo conLCD Miditower.
- Staubfilter.
- Befestigungsschrauben und Kleinmaterial.
- Schienen zur 3,5" Laufwerks-Befestigung.
- Schienen zur 5,25" Laufwerks-Befestigung.
- Kurzanleitung.
- Schlüsselsatz.
- 1x Mainboardblende.




Technische Daten:

- Gehäusematerial: 1.0 SECC.
- Frontverkleidung: Alu/Kunststoff.
- Seitenteile: Aluminium.
- Farbe: schwarz/silber.
- Abmessungen: 215mm x 490mm x 600mm (B x H x T).
- Norm: ATX.
- Gewicht: ca. 11 Kg.
- Unterstütze Mainboards: Standard ATX.
- verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7.
- Lüfter: Lüfter :2x 80mm, 3x 92mm.
- Zusätzliche Anschlüsse: 2× USB, 2× Audio, 1x IEEE1394 .
- Anzahl der 5,25” Schächte: 5x extern.
- Anzahl der 3,5” Schächte: 5x (2x extern, 3x intern).
- Top-Konsole.
- LCD-Display.
- weitestgehend schraubenloses Design.
- auswaschbare Staubfilter.
- gefertigt in: China.
- Garantie: 2 Jahre.





Der Testrechner:

CPU
Intel Northwood P4 3.4 GHZ
Mainboard
Asus P4C 800-E Deluxe Rev. 2.0
Grafikkarte
Sapphire X800 XT PE@ATI Silencer4 Rev.2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
TV-Karte
Pinnacle 310i Mediacenter
CPU-Kühler
Thermalright SI-120
CPU-Lüfter
Papst Lüfter NMT 120W F/2GL
Arbeitsspeicher
4x 512 MB TwinMos BH-5 PC3200 DDR400
Festplatten System
2x Western Digital WD740 (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten Backup
1x Hitachi T7K250 (7200 U/min, UDMA-133)
DVD-Brenner
Plextor PX-712A
CDRW-Brenner
LG 8526B
DVD-ROM
Plextor PX-130A
Gehäuse
AplusCase Dacapo conLCD
Netzteil
Seasonic S12-600
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3




Verarbeitung und erster Eindruck:

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"schick ist es ja", diesen subjektiven ersten Eindruck kann man nicht leugnen...
Auch dieses Gehäuse von AplsCase kann seine schon erwähnte Casetek-Abstammung nicht verhehlen, aber das ist durchaus kein negativer Aspekt, denn die äußerliche Verarbeitung bewegt sich auf hohem Niveau, wenn die Aluaußenhaut auch sehr empfindlich auf Fingerabdrücke reagiert.
Im Heck erspäht der aufmerksame Betrachter schon den ersten kleineren Kritikpunkt, die unsäglichen Gehäuseperforierungen für den 92mm Lüfter, denn diese Bremse im Luftstrom bewirkt nicht unerhebliche Verwirbelungsgeräusche.
Es sind übrigens tatsächlich 92mm Lüfter, die 90mm Angaben auf der Homepage von AplusCase sind nicht korrekt.

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Der Abbau des rechten Seitenteils offenbart augenscheinlich 2 Lüfteraufhahmen, die einerseits schon ab Werk bestückt sind (2x92mm Lüfter) und andererseits sinnvollerweise mit Staubfiltern versehen wurden.
Die seitlichen Aufnahmen für 2x 92mm Lüfter kann aufgeklappt und bei Nichtbedarf natürlich auch entfernt werden.
Ein erster Blick in den Innenraum macht eines deutlich, die Verarbeitungsqualität korrespondiert mit der Güte der Außenhaut, alle Kanten wurden akkurat gebördelt, der Stahl wurde zur Vermeidung von Korrosion feuerverzinkt.
Die gegenüberliegende Seite präsentiert leider keinen Mainboardschlitten, was wir als Manko verbuchen müssen, den Einbau der Komponenten hätte es ungemein erleichtert.
Auf dem Gehäusedeckel befindet sich die Top-Konsole für die externen Geräte, dort sind sowohl Anschlüsse für USB, als auch für Audio und IEEE1394 vorhanden. Diese Positionierung macht durchaus Sinn, denn niemand muß sich verbiegen, um z.B. seinen USB-Stick anzuschließen. Auf der anderen Seite könnte es unangenehm werden, wenn der Tower unter einem Schreibtisch steht, der relativ bündig mit dem Gehäuse abschließt...

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Im vorderen Bereich sehen wir die Aufnahmen sowohl für die otischen Laufwerke, als auch für die Festplatten, die alle per Kunstoffschienen entsprechend integriert werden. Sinnvollerweise befinden sich die Festplatten im Luftstrom des Frontlüfters, was eine ausreichende Kühlung der empfindlichen Datenträger gewährleistet.
Die Verkabelung ist im Gehäuse sehr schön vorverlegt worden, allerdings ist der Abstand zwischen Festplatte und Gehäuseseitenwand relativ gering, dadurch bedingt kann es etwas fummelig vonstatten gehen, seine Festplatte zu verkabeln.
Bei der Befestigung der Steckkarten ist AplusCase leider von der bestens bewährten Schraubbefestigung abgewichen, der aktuelle Klippmechanismus ist unnötig fummelig und einfach unpraktisch. Dieser Mechanismus in Verbindung mit der gegenüberliegenden Aufnahme verhindert auch erfolgreich den Einbau von Dualslot-Grafikkarten.

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Im oberen Sektor des Gehäuses erkennt man die Schnittstelle der Top-Konsole und einen 80mm Lüfter. Alle Lüfter des Gehäuses sind natürlich durch andere Exemplare ersetzbar.
Links oben sieht man deutlich den Kontakstift des Chassis Intrusion-Mechanismus, der ein Starten des Rechners bei geöffneter rechter Seitenwand erfolgreich verhindert, sofern am Mainboard angeschlossen.
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Die Frontverkleidung läßt sich nach dem Entriegeln durch den mitgelieferten Schlüssel entweder komplett öffnen (wichtig für den Einbau von optischen Laufwerken und dem Reinigen des Staubfilters), oder man begnügt sich mit dem Öffnen der Frontklappe, die für das Einschalten des Rechners in jedem Fall geöffnet werden muß, da alle relevanten Schalter von der Frontklappe verborgen werden.
Die Frontklappe läßt sich leider nur um ca. 100° öffnen, dieser Tower gehört definitiv nicht auf die rechte Seite des Schreibtisches... Auch hier kommt ein gut zu reinigender und sehr sinnvoller Staubfilter zum Einsatz. Selbstredend ist natürlich auch dieser 80mm Lüfter durch ein Exemplar eurer Wahl sehr schnell zu ersetzen.
Links neben den 3,5" Laufwerken exisiert ein Drehschalter aus Kunststoff, mit dem man das Seitenteil verriegeln kann. Da die Tür kein eigenes Schloss besitzt, ist dies ein sinnvolles Feature zur Erhöhung der Diebstahlsicherheit.

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Leider wurde auf eine wiederverwertbare Verschließung der Laufwerksschächte verzichtet, einmal herausgebrochen bleiben sie auch offen...
Durch die mitgelieferten Kunststoffschienen ist das Integrieren der optischen Laufwerke ein Kinderspiel, angesteckt und eingeschoben heißt die Devise, was sehr schnell bewerkstelligt ist.

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Das LCD-Panel ist optisch sicherlich das Highlight des AplusCase Gehäuses, läßt sich dort nicht nur die Uhrzeit ablesen (nach Einbau der mitgelieferten Batterien), sondern auch bis zu 7 Lüfter regeln, wenn auch in einem viel zu eng gestecktem Spektrum, denn wirklich leise liesen sich die Werkslüfter nicht betreiben...




Der Gehäuse-Test:

Wie gewohnt hatten wir das Testsystem mit Prime95 eine Stunde mit dem Torture Test "vorgeheizt" und über das BIOS, Everest und MBM anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2005 Loop erzeugten, die Zimmertemperatur betrug bei allen Tests 20°C.
Die Werksbestückung beliessen wir im ersten Testdurchlauf so wie geliefert, wenn wir auch mit der Anordung der Lüfter so unsere Probleme haben, denn die sollte idealerweise anders aussehen:




Die Temperaturen mit der Werksbestückung:

CPU-Temperaturen -idle- ->28°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->29°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->38°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->51°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->27°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->25°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->31°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->30°C bei 12 Volt Ansteuerung

Keine Frage, die Temperaturen bewegen sich auf hervorragendem Niveau, aber um welchen Preis? die Lautstärke war unerträglich und bewegte sich bei inakzeptablen 39 dBA ...
Also haben wir kurzerhand die beiden Lüfter in der Seitenwand und den im im Gehäusedeckel abgeklemmt, den hinteren und vorderen 80mm Lüfter gegen 2 leise Vertreter (1000U/min) ihrer Zunft ausgetauscht und alles über eine separate Lüftersteuerung geregelt, die sich bis auf 5V heruntersteuern läßt:

Die Temperaturen mit zwei 80mm/1000U/min Lüftern:

CPU-Temperaturen -idle- ->29°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->31°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->34°C bei 5 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->30°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->32°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->35°C bei 5 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->39°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->44°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->46°C bei 5 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->51°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->55°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->60°C bei 5 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->29°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->31°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->34°C bei 5 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->26°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->28°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->31°C bei 5 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->34°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->36°C bei 5 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->34°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->36°C bei 5 Volt Ansteuerung

Es zeigt sich einmal mehr, das es völlig ausreicht 2 Lüfter an der richtigen Position im Gehäuse zu betreiben, denn die Temperaturen haben sich nur unwesentlich erhöht, bei einer deutlich minimierten Geräuschkulisse von 24 dBA.
Selbstverständlich unterstützt der 120mm Lüfter unseres Seasonic Netzteil den Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse hervorragend und der Arctic-Cooling Kühler unserer Grafikkarte sorgt selbst für deren Abtransport, das ist keine Frage. Aber gerade dies macht doch deutlich, das man sein Gehäuse nicht mit mit einem halben Dutzend Lüfter vollstopfen muß, um adäquate Temperaturen bei gleichzeitiger Drosselung der Systemlautstärke zu erreichen...




Fazit:

Der AplusCase Dacapo conLCD Miditower konnte uns optisch sowieso und auch technisch zu einem Großteil überzeugen, wenn auch die vorhandenen Lüfter und die unausgegorene Lüftersteuerung einen faden Beigeschmack hinterlassen, darum noch einmal die wichtigsten Eckdaten unserer Testresultate in der Übersicht:

Plus:
- sehr ansprechendes Design.
- schicke Alu-Front.
- sehr gute Verarbeitung.
- LCD Konsole mit vielen Funktionen.
- praktische Top-Konsole.
- hohe Eigendämpfung macht Dämmung überflüssig.
- gute Kühlleistung des Gehäuses möglich.
- gute Kabelvorverlegung.
- Fronttür und Seitenwand abschließbar.
- weitestgehend schraubenloser Einbau der Komponenten.
- Frontbereich und Seitenwand sehr gut gegen Staub geschützt.
- Staubfilter auswaschbar.

Minus:
- viel zu laute Lüfter.
- Lüftersteuerung sehr eingeschränkt nutzbar.
- kein Mainboardschlitten.
- sehr unpraktische Steckkartenbefestigung.
- kein Dualslot möglich.
- Stahlblenden müssen aus dem Gehäuse heraus gebrochen werden.
- für das Gebotene zu teuer (149,-€).

Was bleibt abschließend zu sagen?
Dieses Gehäuse hätte auf Grund seiner unbestreitbaren Qualitäten eine höhere Bewertung verdient, aber die Stockfehler von AplusCase sind unübersehbar und darum steht selbst der silberne Award auf wackeligen Füssen, zumal 149 € für das Paket auch nicht gerade ein Schnäppchen darstellen...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der AplusCase Dacapo conLCD Miditower erhält den PC-Experience Award in Silber







Weiterführende Links:

Aplus

Wir bedanken uns bei AplusCase sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars


euer PC-Experience.de Team

Cerberus




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