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Achtung 3R System Mstation HT-1100 HTPC-Gehäuse Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

3R System Mstation HT-1100 HTPC-Gehäuse







Einleitung:

Der koreanische Hersteller 3R hat den europäischen Markt schon seit einiger Zeit im Visier seine Aktivitäten. Überzeugende Wasserkühlungen sowie preiswerte schicke PC-Gehäuse waren diesbezüglich ein gelungener Einstieg, warum also nicht auch den boomenden HTPC-Markt bedienen?
Ein Home Theater PC (HTPC) stellt ein rundum Multimedia-Paket dar, das die Vorzüge bisher strikt getrennter Medien vereint. Der HTPC ersetzt nicht nur TV und Videorecorder, sondern vereint zudem noch CD-, DVD- sowie MP3-Player in einem Gerät. Wenn sich die Optik des Gerätes dann auch noch perfekt ins Wohnzimmer-Ambiente einfügt, wurden die Thematik ideal umgesetzt.
Mit dem Mstation HT-1100 HTPC-Gehäuse möchte 3R dem geneigten Kunden die bestmögliche HTPC Basis offerieren. Ob dies gelungen ist, erfahrt wie immer in unserem ausführlichen Test, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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- 3R System Mstation HT-1100 HTPC-Gehäuse.
- Netzteiladapter.
- Soundgragh iMON Software (englisch).
- Kurzanleitung (englisch).
- Fernbedienung incl. Batterien.
- Laufwerksblende.
- Einbausatz incl. Schrauben etc..





Die technischen Daten:

- Farbe: Silber/Aluminium
- Material: gebürstetes Aluminium, 1,5mm Materialstärke.
- Mainboards: Standard-ATX , Micro-ATX.
- Laufwerkschächte: 1x extern 5.25", 2x extern 3,5", 2x intern 3,5".
- ohne Netzteil.
- Gewicht: ca. 6 kg.
- Abmessungen: 435x147x458mm (BxHxT).
- Lüfter: 2x 60mm (davon 1x optional) / 1x 80mm Rückseite (optional), 1x 80mm Seitenwand.
- Front Access: 2x USB 2.0 / MIC / SPK / Multi Reader.
- Multi Reader : CF, MD, SMC, SD, MMC, MS.
- VFD : Soundgragh iMON VFD.
- UVP: 259,- €.
- Garantie: 2 Jahre.




Der Testrechner:

CPU
Intel Northwood P4 3.4 GHZ
Mainboard
MSI 865PE Neo2
Grafikkarte
Sapphire X800 XT PE@ATI Silencer4 Rev.2
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS Platinum
CPU-Kühler
Thermalright XP-90C
CPU-Lüfter
Papst Lüfter NMT 120W N/2GL
Arbeitsspeicher
2x 512 MB TwinMos BH-5 PC3200 DDR400
Festplatte
1x Hitachi T7K250 (7200 U/min, UDMA-133)
optisches Laufwerk
LG 8526B
Gehäuse
3R System Mstation HT-1100
Netzteil
Enermax Liberty 400 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2 PreSP3




Verarbeitung und erster Eindruck:

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Optik und Verarbeitung haben uns schon ein wenig überrascht, den sie bewegt sich auf ähnlich hohem Niveau, wie die der Konkurrenz.
Das gebürstete silberne Alu-Finish sollte in keiner Hifi-Umgebung zu einem Stilbruch führen, zumal dieses Gehäuse auch in schwarz verfügbar ist.
Eine perfekt integrierte Klappe verbirgt stilsicher den Zugang zu den Frontanschlüssen, die so ideal vor Staub geschützt sind.
Die Unterseite ist mit 4 gummiringintegrierten Standsfüßen bestückt, die deutlich in Richtung HIFI-Bereich tendieren, aber das ist ja letztendlich auch gewollt, zumal dieses Gehäuse durchaus eine edle Audio-Anlage ergänzen kann.

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Wer sich den hinteren Bereich anschaut, stellt fest, das sich die Verarbeitungsqualität hier nicht wesentlich vom restlichen Gehäuse unterscheidet, einzig die Nietköpfe sehen etwas deplaziert aus.
3 Lüfter (2x 60mm und 1x 80mm) sind hier einfügbar, wobei einer werksseitig bereits verbaut und mitgeliefert wurde.
Nach dem Entfernen von 6 Schrauben wird der Einblick auf das Innenleben freigelegt, verarbeitungstechnische Schwächen offenbaren sich auch hier nicht und an Aluminium wurde auch hier nicht gespart

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Der seitlich angebrachte Lüfterkanal soll mit Hilfe eines dort angebrachten Lüfters und des Netzteils die Abwärme aus dem Gehäuse transportieren.
Die Platinen der Frontanschlüsse, des Displays und des Cardreaders sind gut zugänglich und somit wartungsfreundlich angebracht. Eine wirkliche Wartung wird zwar kaum nötig sein, aber man sieht so bei Bedarf sehr schnell, ob die Kabel an der richtigen Stelle sitzen.
Das Gehäuse über dem Cardreader soll ein optisches Laufwerk, sowie maximal 2 Festplatten beherbergen, die Möglichkeit ein Diskettenlaufwerk zu integrieren fehlt leider.




Die Komplettierung:

An dieser Stelle wollen wir auf mögliche Fallstricke hinweisen, die bei der Komplettierung eines solchen Gehäuses durchaus vorhanden sein können, denn was nützt das schönste Gehäuse, wenn es sich schlußendlich als lärmbedingter Nervtöter oder Warmbrüter entpuppt...

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Ideal für die bauartbedingte Enge im Gehäuse sind Netzteile mit Kabelmanagement, wo nur die Stränge verlegt werden, die auch benötigt werden.
Der Einbau eines Netzteils im 3R Gehäuse ist etwas aufwendiger, denn dazu müssen einige Verkleidungen entfernt werden, um die Verschraubung der Netzteilvorderseite zu erreichen.
Vorsicht ist bei übergroßen Towerkühlern geboten, da diese die Bauhöhe des Gehäuses deutlich überschreiten.

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Der Einbau einer Festplatte ist sehr simpel, denn diese braucht lediglich im dazu vorgesehenen Käfig befestigt zu werden.
Dies gilt grundsätzlich auch für das optische Laufwerk, allerdings sind hier zwei Problematiken zu beachten:
1. Die Frontblende des Laufwerks mußt entfernt und gegen die mitgelieferte Blende ausgetauscht werden.
2. Das sieht zwar hinterher optisch sehr schick aus, aber die Notauswurfbohrung im Laufwerk ist danach nicht mehr erreichbar. Wenn also mal die Laufwerkslade klemmt und das Medium nicht ausgeworfen wird, muß das Laufwerk ausgebaut werden...

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Wenn schon eine schnelle und temperaturgewaltige Grafikkarte verbaut werden möchte, sollte man darauf achten, das diese ihre Abwärme selbst aus dem Gehäuse befördert und nicht das gesamte System in Mitleidenschaft zieht, somit sind Grafikkarten mit den Kühlern von Arctic-Cooling unsere erste Wahl, zumal sie ihren Dienst sehr leise verrichten.
Der Abtransport der Abwärme ist in kleinen Gehäusen ein grundsätzliches Problem und auch separate PCI-Soundkarten und TV-Karten sind diesbezüglich nicht zu unterschätzen, denn sie entwickeln nicht selten um die 50°C. Wer also über ein Mainboard mit einem hochwertigen Onboardsoundchip verfügt, sollte es dabei belassen. Alles was zusätzliche Wärme entwickelt ist in einem kleinen Gehäuse kontraproduktiv. Insbesondere dann, wenn man kein adäquates Gesamtkühlkonzept realisieren kann. Dies ist zwar beim 3R Gehäuse durchaus möglich, aber alles was die Gesamttemperaturen minimiert ist grundsätzlich willkommen.




Die Tests:

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Mit Motherboard Monitor 5.3.7.0 und Everest 2.0.343 wurden die Temperatur gemessen, die wir nach mehreren Stunden Stunden 3D Mark 2005 und Prime 95 erhalten haben, die Zimmertemperatur lag bei 20 °C. Wir haben die Temperaturen der einzelnen Kühlebereiche sowohl im standardmäßigen 12 Volt-Modus, als auch im reduzierten 7 und 5 Volt-Modus betrieben, damit wir auch für die Silentfreunde ein aussagekräftiges Resultat vorweisen konnten.

Die Temperaturen mit den werkseitig verbauten Lüftern:

CPU-Temperaturen -idle- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->35°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->40°C bei 5 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->30°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->32°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->35°C bei 5 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->40°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->44°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->47°C bei 5 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->54°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->57°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->61°C bei 5 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->31°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->33°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->36°C bei 5 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->27°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->29°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -idle- ->32°C bei 5 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->35°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->39°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->42°C bei 5 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->34°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->36°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatte -Last- ->37°C bei 5 Volt Ansteuerung


Die Resulate sind unter Berücksichtigung der verbauten Komponenten ok, aber auch kein Anlaß in Jubelstürme auszubrechen.
Ein zweiter Test mit geräuschoptimierten Lüftern von Papst und einer Vollbestückung der nicht belegten Lüfterplätze resultierte in 2-7°C niedrigeren Temperaturen (minus 2°C für die Festplatte und minus 5-7°C für Gehäuse/CPU, die Grafikkarte blieb davon weitgehend unbenommen) und trotzdem geringerer Lautstärke des Gesamtsystems, zumal die thermogeregelten CPU-und Netzteillüfter natürlich erst sehr viel später unter Vollast hochregelten. Diese Maßnahmen erzielten eine Absenkung der vorherigen Geräuschkulisse von 44 dBA auf 37 dBA, womit dieses System sich für den Einsatz im Wohnzimmer qualifiziert hat.




Die Software:

Als Steuerungssoftware der Multimediafunktionen kommt iMON von Soundgraph zum Einsatz, die über die sehr gute Fernbedienung bequem gesteuert werden kann, zumindest theoretisch...

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Die Installation funktionierte noch problemlos, aber der Betrieb war immer wieder von Abstürzen der IMON Software geprägt, so daß wir auf weitere Funktionstests verzichteten...
Wer dieses Gehäuse in seiner HTPC Funktion nutzen möchte, der sollte z.B. auf die Media Center Edition von Microsoft setzen, die mittlerweile sehr ausgereift ist, oder die mitgelieferte Software einschlägiger aktueller Multimedia-Karten nutzen.




Fazit:

Das 3R System Mstation HT-1100 HTPC-Gehäuse ist ein Augenschmaus par Excellence, daran besteht kein wirklicher Zweifel, aber es existieren auch ein paar Schwachpunkte, die wir nicht verschweigen können, darum noch einmal die wichtigsten Resultate unseres Tests in der Gesamtübersicht:

Plus:
- exzellente Verarbeitung.
- sehr stimmiges Design.
- absolut wohnzimmertauglich.
- recht leise Lüfter.
- zahlreiche Frontanschlüsse.
- schönes Display.
- ausreichend lange Verkabelung.
- sehr standsicheres Gehäuse.
- erstaunlich gute Eigendämpfung.
- gute Fernbedienung.

Minus:
- hoher Preis (259,-€).
- sehr dürftige und nur englische Anleitung.
- DVD-Blende schränkt Funktionsumfang ein.
- Ausstattung etwas mager.
- kein Diskettenlaufwerk integrierbar.
- Software höchstens auf Beta-Niveau.

Für diesen Preis sollten hochwertigere Lüfter eigentlich Pflicht sein, eine adäquate deutsche Anleitung ebenso. Für die indiskutable Software findet man schnell Ersatz, erhöht aber auch gleich seine Budgetanforderung nicht unerheblich, aber wer eine passende und für so ein System ohnehin sinnvolle DBV-S oder DBV-T Karte verwendet, findet in der Regel seine Alternative in deren Ausstattungspaket, insofern sind weitere Investitionen in die Mediacenter Edition nicht wirklich notwendig.
Listan sieht das ähnlich und empfiehlt in diesem Zusammenhang eine ATI All-IN-Wonder Grafikkarte, über die man das Easylock Multimedia-Center von ATI nutzen kann: Link . An einer deutschen Bedienungsanleitung wird laut letzten Informationen von Listan gearbeitet. Das reine Gehäuse hat uns restlos überzeugen können und wird sicherlich seinen neuen Stammplatz in vielen Wohnzimmer finden...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Das 3R System Mstation HT-1100 HTPC-Gehäuse erhält den PC-Experience-Award in Silber !






Weiterführende Links:

3RSystem

Wir bedanken uns bei 3RSystem und Listan sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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