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Achtung ACPI-Teil 2: Troubleshooting Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

ACPI-Troubleshooting:




Wenn Windows ein ACPI-BIOS nicht erkennt, greift ihr ihm mit Veränderungen der BIOS-Optionen unter die Arme. Dabei geht es vor allem darum, das APM im BIOS so weit wie möglich zu deaktivieren. Eine Garantie, dass dies funktioniert, gibt es allerdings nicht. Zudem sind nicht alle der im folgenden aufgeführten Optionen in jedem BIOS verfügbar oder haben teilweise andere Bezeichnungen.

Im Power-Management-Setup-Menü des BIOS trefft ihr die folgenden Einstellungen:
ACPI Function: Enabled
Leider ist diese Option in vielen BIOS-Versionen nicht verfügbar, ACPI ist dann standardmäßig aktiviert.
Power Management: Disabled
Diese Funktion schaltet lediglich das APM ein. Da ACPI allein vom Betriebssystem kontrolliert wird, solltet ihr sie deaktivieren.
PM Control by APM: No
APM und ACPI können nicht gleichzeitig aktiv sein.
Video Off Method: DPMS
Der DPMS-Standard für das Power-Management wird von allen modernen Monitoren unterstützt.
Video Off After: N/A
Doze Mode: Disabled
Standby Mode: Disabled
Suspend Mode: Disabled
HDD Power Down: Disabled
Alle diese Funktionen haben lediglich für APM Bedeutung.

Im Menü Plug&Play, PCI&Onboard I/0 Setup stellt ihr folgendes ein:
PNP OS Installed: No
Diese von Microsoft empfohlene Einstellung bewirkt normalerweise, dass die Ressourcenverteilung über das BIOS erfolgt. Da sich ACPI um die BIOS-Einstellungen nicht kümmert, wird Windows trotzdem die Kontrolle über die vorhandenen Ressourcen wie etwa die Interrupts übernehmen.
Wenn ACPI einmal installiert ist, kann durch einige Programme der Standby-Modus deaktiviert werden. Das ist zum einen bei der Internetverbin-dungsfreigabe von Windows 98 SE der Fall. Das ist kein Bug, sondern ein Feature:
Der Server, auf dem die Freigabe läuft, soll immer sofort auf Anforderungen eines Clients reagieren kön-nen. Um den Standby-Modus wieder erreichen zu können, müsst ihr die Verbindungsfreigabe deinstallieren.
Zudem gibt es Probleme mit Antiviren-Programmen. Das gilt vor allem für die Norton-Programme. Deaktivie-rt das Virenschutzschild.



ME-Troubleshooting:
Bietet euch ME keinen Stromsparmodus an, solltet ihr zunächst versuchen den Standby-Modus zu aktivie-ren. Öffnet dazu in Start/Einstellungen/Systemsteuerung den Eintrag System und wechselt zum Geräte-Manager. Öffnet den Zweig Diskettenlaufwerk-Controller, markiert darunter den StandardDiskettenlaufwerkController und klickt auf Entfernen. Schließt das Fenster mit OK und startet Windows neu. Beim Hochfahren wird der Controller automatisch neu erkannt und installiert.
Sollte das nicht funktionieren, ruft ihr über Start/Ausführen das Programm "pmres" auf. Es führt Protokoll über die Aktivitäten, die die Stromspar-Modi abgeschaltet haben. Wenn ihr Glück habt, meldet es euch den fehlerhaften Treiber, der den Standby-Modus deaktiviert hat.
Häufig ist der Grafiktreiber die Ursache für die fehlenden Stromsparmodi. Stellt probeweise den Standard-VGA-Treiber mit der Auflösung 640 x 480 x 16 ein und startet Windows neu. Überprüft, ob der Stand-byModus verfügbar ist. Wenn ja, sollten ihr auf der Webseite des Grafikkarten-Herstellers nach einem aktualisierten Treiber Ausschau halten. Bringt auch dieser Versuch nichts, öffnet ihr Start/Ausführen und gebt "susfail.txt" ein. Windows ME legt eine Datei mit diesem Namen an, wenn ein Treiber die Installation des Standby-Modus verhindert hat. Gibt es keine Datei dieses Namens, gibt es noch die Möglichkeit, dass ein Programm in der AutostartGruppe den Fehler verursacht. Deaktiviert alle dort aufgeführten Einträge und startet Windows neu. Funktioniert der Standby-Modus, aber der Ruhezustand nicht, prüft ob "pmres" euch weiterhilft. Wenn nicht, gebt ihr bei Start/Ausführen den Dateinamen
"nohiber.txt" ein. Diese Datei verzeichnet Konflikte zwischen Gerätetreibern und dem Ruhezustand. Für das Fehlen des Ruhezustands sind häufig Grafiktreiber, SCSI-Geräte oder Soundkarten verantwortlich. Insbe-sondere die Treiber der weit verbreiteten SoundBlaster Live machen hier Probleme. Ob die Soundkarte stört, stellt ihr fest, indem ihr sie über den Geräte Manager vorübergehend deaktiviert. Ein abgeschalteter virtueller Arbeitsspeicher kann auch Ur-sache für den fehlenden Ruhezustand sein: Stellt in der Systemsteuerung unter System/ Leistungsmerkmale/Virtueller Arbeitsspeicher die Op-tion Windows verwaltet die Einstellungen für den virtuellen Speicher ein und startet Windows neu.

Windows 2000 und XP-Troubleshooting ACPI deinstallieren:
So nützlich die Energiesparoptionen von ACPI auch sind, in Windows 2000 und XP haben die ACPI-Implementationen einen nicht immer gewollten Nebeneffekt:
Das Betriebssystem konfiguriert die vorhandenen PCI- und AGP-Karten auf einen Interrupt. In den meisten Fällen ist das Interrupt 9. Das ist zwar von den Spezifikationen her ausdrücklich so vorgesehen. Aber gerade SCSI Adapter mit angehängtem CD Brenner kommen mit dieser Einstellung gelegentlich nicht zurecht. In diesem Fall empfiehlt es sich, keinen ACPI ,sondern einen Standard-PC zu installieren. Am leichtesten tut ihr euch, wenn das BIOS eine Option zum Abschalten von ACPI aufweist. Wenn ihr Windows 2000 oder XP installiert, richtet es einen Standard-PC mit APM ein. Leider bieten einige BIOS-Versionen diese Möglichkeit nicht an.

In diesem Fall könnt ihr zu einem Trick greifen, der jedoch nur bei einer Neuinstallation funktioniert:
Sobald das Setup von Windows 2000 oder XP euch auffordert für die Installation zusätzlicher SCSI- und RAID-Controller die Taste [F6] zu drücken, nehmt ihr statt dessen [F5]. Windows zeigt euch eine Liste mit verschiedenen PC-Typen, aus der ihr den Standard-PC wählt.

Wenn ihr eure bestehende Installation von Windows 2000 oder XP behalten möchtet, gibt es nur noch einen Weg:
Öffnet den Geräte-Manager, und markiert unter Computer den ACPI-PC. Wählt im Menü Vorgang die Eigenschaften, und wechselt zum Register "Treiber". Klickt auf "Treiber aktualisieren" / Weiter, und aktiviert "Alle bekannten Treiber für das Gerät in einer Liste anzeigen". Klickt nochmals auf Weiter und stellt im nächsten Fenster "Alle Hardwarekomponenten dieser Geräteklasse" ein. Auf der rechten Seite des Fensters markiert ihr "Standard-PC" und drückt auf Weiter. Nach einigen Warnungen und Bestätigungen installiert Windows die neuen Treiber und verlangt einen Neustart. Dabei startet es die Hardware-Erkennung. Sobald der Desktop da ist, sind die Geräte auf die Interrupts verteilt. Microsoft warnt vor dieser Umstellungsmethode, da unter Umständen nicht alle vorhandenen Geräte korrekt erkannt und installiert werden.
In unserem Test hat dieses Verfahren allerdings wiederholt einwandfrei funktioniert.

Ich hoffe wir haben etwas Klarheit in dieses Thema gebracht !


Cerberus

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