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Achtung Vernetzung von mehreren Computern per Funk-Lan ! Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Drahtlose Netzwerke (Wireless Lan) sind in der letzten Zeit stark im kommen. Ihr großer Vorteil liegt darin, dass Sie keine Kabel mehr verlegen brauchen oder Löcher bohren müssen. Also besonders interessant für Mietwohnungen oder PC-Vernetzungen vom Dachgeschoß bis zum Keller. Auch Notebooks lassen sich so vernetzen - sie sind also wirklich mobil (innerhalb der Funkreichweite).

Beispiel 1: Gehen sie mit Ihrem Notebook ins Wohnzimmer, in den Hobbykeller (ins Schlafzimmer ?) oder in den Garten und surfen sie über das Netzwerk über einen anderen, stationären PC im Internet !

Beispiel 2: Bauen Sie eine Funk-Netzwerk-Verbindung zu Ihrem Gartenhäuschen oder zum Nachbarn auf der anderen Straßenseite auf. Tauschen sie Daten aus oder spielen Sie Netzwerkspiele !

Vorwort

Man stelle sich vor:
Papa hat einen Computer mit Laserdrucker - und die Kinder bekommen auch einen Computer. Problem: Die Kinder wollen auch mal irgend was ausdrucken - sei es ein selbst gemaltes Bild, eine Einladungskarte für den Kindergeburtstag oder einen Hausaufgabentext. Was tun ? Speichern des Bildes oder Textes auf Diskette und zum PC von Papa gehen und dort ausdrucken. Das ist aber nicht nur umständlich (speichern auf Diskette) sondern Papa hat auch Angst um seine Daten oder befürchtet das Einschleppen von Computer-Viren. Zudem kann das Problem auftauchen, daß auf Papas Computer das Malprogramm zum Ausdrucken der Bilder gar nicht installiert ist.

Wären die beiden Computer vernetzt könnten die Kinder direkt auf Papas Laserdrucker ausdrucken.

Erweiterte Vorstellung:
Wird ein weiterer, preisgünstiger Farbtintenstrahldrucker angeschafft, so kann er nicht direkt an Papas Computer angeschlossen werden, weil die meisten PCs nur einen Druckeranschluß besitzen. Wird dieser Farbtintenstrahldrucker an den PC der Kinder angeschlossen, so kann auch Papa über das Netzwerk mal einige Seiten in Farbe ausdrucken.

Nächstes Szenario:
Papa hat einen Internetzugang über Modem oder ISDN - so was wollen die Kinder auch (natürlich NUR für Internet Recherchen für Hausaufgaben Referate ...). Im Kinderzimmer gibt's üblicherweise keine Telefonbuchse. Eine Verlegung einer Telefonleitung wäre Aufwendig. Die Anschaffung eines zusätzlichen Modems oder ISDN-Karte kostet noch mal extra. Und eine direkte Kontrolle der Online-Zeiten ist damit auch nicht möglich - erst am Monatsende, wenn die Telefonrechnung kommt.

Wären die beiden Computer vernetzt könnten die Kinder direkt über Papas PC ins Internet und eine Protokolldatei könnte jederzeit über die Onlinezeiten Aufschluß geben.

Die oben genannten Beispiele lassen sich auch auf kleine Büroumgebungen übertragen - insbesondere bei der Nutzung von unterschiedlichen Druckern. Hinzu kommt meistens noch die zentrale Ablage von Dokumenten: Auf einem Rechner kann der gesamte Schriftverkehr abgelegt sein und alle vernetzten Rechner können auf diese Dokumente zugreifen. Oder: Von einem PC mit Scanner können die eingescannten Bilder und Vorlagen auf andere PCs verteilt werden oder zur Bearbeitung bereitgestellt werden.

Grundgedanken zur Vernetzung

Netzwerkkarten sind heute in jedem Computerladen erhältlich. Die Preise liegen etwa zwischen 20 - 40 EURO für NoName-Produkte und 60 - 150 EURO für Markenware. Tests von Computerzeitschriften haben gezeigt, dass NoName-Produkte meist nicht schlechter sind als Markenware. Wenn eine direkte Verkabelung möglich ist, dann ist das immer die beste Lösung - der Datendurchsatz ist dabei immer durchweg hoch.

Was aber, wenn aber eine direkte Verkabelung nicht oder nur mit großem Aufwand möglich ist ? Beispielsweise wo in Mietwohnungen Löcher durch dicke Wände gebohrt werden müssen ? Oder wo Kabel vom Keller zum ersten Stockwerk verlegt werden müssen ? Oder von Gartenhäuschen oder der Terrasse bis in die Wohnung ?

Dann bieten sich Alternativen ohne Netzwerkkabel an, die aber meist etwas teurer sind und bei denen der Datendurchsatz nicht ganz so hoch ist. Der erste Punkt (etwas höherer Preis) wird meist schon durch den geringeren Installationsaufwand (kein Kabel verlegen, keine Arbeit und kein Schmutz durch Löcher bohren, etc.) aufgewogen. Mit dem geringeren Datendurchsatz muß man leben - aber für den Hausgebrauch oder kleine Büroumgebungen ist der Datendurchsatz allemal ausreichend (Drucken oder Internetzugriff übers Netzwerk oder Zugriff auf zentrale Dokumente).

Die Alternativen im Detail

1. Das professionelle Funk-LAN soll hier nur der Vollständigkeit wegen aufgeführt werden. Meist ist der Preis für den privaten oder SOHO-Bereich (Small Office - Home Office) zu hoch. Benötigt werden eine zentrale Funkstation und spezielle Funknetzwerkkarten zum Einbau in den PC. Gesamtpreis ca. 1000 - 1500 EURO). Meist bietet die zentrale Funkstation auch eine Anschlußmöglichkeit an ein lokal verkabeltes Netzwerk an, so daß es auch möglich ist nur einen PC oder Notebook mit einer Funknetzwerkkarte auszurüsten und diesen damit an das lokale Netzwerk zu koppeln.

Vorteile:
Die Reichweite der zentralen Funkstation ist meist sehr groß (bis ca. 300 m) und der Datendurchsatz ist sehr gut.

Nachteile:
Der hohe Preis !


2. HOMEFREE Netzwerkkarten benötigen keine "Relais"-Funkstation - Sende- und Empfangsantenne befinden sich direkt auf der Netzwerkkarte.

Vorteile:
Preisgünstige Vernetzung
Hoher Datendurchsatz (bis 1 Mbit)
Vernetzung auch über größere Entfernung (bis 50 m bei wenigen Hindernissen)
Nachteile:
Die Vernetzungsmöglichkeit innerhalb von Gebäuden nimmt bei massiven Hindernissen schnell ab. Eine Betondecke oder zwei Zimmerwände sind meist problemlos möglich - darüber hinaus wird die Verbindung aber langsam und instabil bis unmöglich.

3. Auch über Infrarot ist eine rudimentäre Art von Vernetzung möglich. Sie beschränkt sich aber lediglich auf das senden von Dateien an andere Geräte. So können zumindest Dokumente von einem Notebook auf einen weiteren überspielt werden.

Vorteil:
Notebooks haben meist eine integrierte Infrarot-Schnittstelle
Nachteile:
PCs (und Drucker) besitzen meist keine Infrarot-Schnittstelle
Vernetzung ist nur bei "Sichtkontakt" möglich.
Die Übertragungsgeschwindigkeit ist meist gering.
Es gibt unterschiedliche Protokolle, so daß sich nicht immer alle Infrarotgeräte "verstehen".

4. Bluetooth ist eine völlig neue Entwicklung, die aber noch in den Kinderschuhen steckt - zur Zeit gibt es wenige fertige Lösungen zu kaufen. Drei Absichten versucht man damit zu verwirklichen:

a) Die Kompatibilität:
ALLE mit Bluetooth ausgerüsteten Geräte sollen Daten untereinander austauschen können - es sollen keine Unverträglichkeiten aufgrund unterschiedlicher Hersteller auftreten.
b) Die Hardware soll möglichst billig sein (5 - 10 EURO), damit sie in viele Geräte ohne großen Aufpreis eingebaut werden kann; z.B. in billige Tintenstrahldrucker
c) Die Hardware soll möglichst klein und einfach sein, damit sie in viele Geräte ohne große Gehäuseänderung eingebaut werden kann; z.B. in Handys

Vorteile:
Sollten die Bluetooth-Module in Zukunft standardmäßig in vielen Geräten eingebaut sein, wird deren Nutzung wohl selbstverständlich werden.

Nachteile:
Aufgrund der Einschränkungen von b) und c) ist die Reichweite nicht sehr groß - ca. 10 m. Zwar gelingt auch die Durchdringung von Betonwänden - aber dadurch wird die Reichweite weiterhin verringert. Die Reichweite kann zwar mit zentral aufgestellten "Relais-Stationen" vergrößert werden, aber dadurch ergeben sich auch wieder Mehrkosten.
Der Datendurchsatz ist eher gering - zwar völlig ausreichend zum Datenaustausch mit einen Drucker, einem Handy oder einer Digitalkamera, aber der Datenaustausch innerhalb eines Netzwerkes geht doch spürbar schleppend vonstatten.
Zur Zeit sind wenige integrierte Lösungen verfügbar und die wenigen, externen Lösungen sind erheblich teurer - auch bedingt durch die zur Zeit noch geringen Produktionszahlen


5. POWER-Net ermöglicht die Vernetzung über das hausinterne Stromnetz - kommt also ebenfalls ohne die Verlegung separater Netzwerkkabel aus. Der eigentliche Netzwerkadapter kommt ähnlich einem Steckernetzteil in die Steckdose und wird mit dem Parallelport des Computers verbunden.

Vorteile:
Für den Einbau braucht der Computer nicht geöffnet werden. Der Netzwerkadapter kann auch schnell mal an einen anderen PC angeschlossen werden.
Es wird kein PCI- oder ISA-Steckplatz benötigt.
Es werden keine unterschiedlichen Typen für PCI- oder ISA-Bus oder Notebook benötigt.
"Unbegrenzte" Reichweite - Innerhalb des gleichen Stromkreises. Keine Reichweitenbeschränkung durch Wände oder Betondecken.

Nachteile:
Die vernetzten PCs müssen innerhalb eines Stromkreises liegen - die Vernetzung zu einem auch nur 10 m entferntem Nachbarhaus mit (meist) eigenem Stromkreis ist nicht möglich.
Auch für einen Notebook ohne Stromanschluß (z.B. im Garten) muß zur Vernetzung eine Stromanbindung vorhanden sein.

Gegenüberstellung der Techniken

Wenn technisch möglich sollte man immer die klassische Vernetzung mittels Kabel und Netzwerkkarte bevorzugen. Kabel und Netzwerkkarten sind preisgünstig und die Datenübertragung hoch. Ist aus baulichen oder anderen Gesichtspunkten eine Verkabelung nicht möglich, bieten sich folgende Alternativen:

Professionelles Funk LAN:
Schnell und über große Entfernungen - aber teuer

Preisgünstiges Funk LAN:
Nicht ganz so schnell und mit geringerer Reichweite - dafür preisgünstig.

Infrarot:
Kein echtes Netzwerk, gelegentlich untereinander inkompatibel, geringer Datendurchsatz und Sichtkontakt notwendig. Eigentlich nur zum Austausch geringer Datenmengen brauchbar (z.B. zwischen 2 Notebooks, Handys, Organizern, etc)

Bluetooth:
Geringer Datendurchsatz, Reichweite bis 10 m (bei Zwischenwänden auch weniger). Eigentlich nur zum Austausch geringer Datenmengen brauchbar (z.B. zwischen 2 Notebooks, Handys, Organizern, etc. aber auch Druckern und Digitalkameras)

POWER-Net:
Guter Datendurchsatz, gute Reichweite und preisgünstig.

Wenn also eine Verkabelung nicht möglich und ein professionelles Funk LAN zu teuer ist, bleiben in der Praxis nur die beiden Alternativen

preisgünstiges Funk LAN "HOMEFREE" und
Verbindung über das Stromnetz "POWER-Net"

Danke an : Unawave

Cerberus

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