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Achtung Lian-Li PC 73-SL Servertower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Lian-Li PC 73-SL Servertower







Einleitung:

Seit Jahren ist Lian-Li ein Garant für exquisit verarbeitete Aluminium Gehäuse, dies durften wir schon bei der Verwendung des PC-71 Servertowers neidlos anerkennend feststellen. Wenn es darum geht, sehr viel Hardware übersichtlich und funktionell angeordnet in einem attraktiv gestalteten Tower unterzubringen, spielt Lian-Li in der ersten Liga der Gehäusehersteller eine maßgebliche Rolle.
Aber wir wollten für unseren Redaktionsrechner einen Tick mehr Exclusität und wenn möglich auch noch ein wenig mehr Funktionalität, denn der mittlerweile ausgemusterte PC-71 war zwar ein würdiger Vertreter seiner Zunft, aber es gab schon ein paar Dinge die uns störten, aber dazu später mehr.
Wir erhielten für unseren Test auf unseren speziellen Wunsch wieder einen schwarzen Servertower, so daß die stilistische Integration der restlichen Hardware und externen Geräte nicht verändert werden mußte, das Auge tippt schließlich mit...




Lieferumfang:

- Lian Li PC-73 SL Aluminium Gehäuse werksgedämmt ohne Netzteil.
- vier ADDA 80mm Lüfter.
- ATX-Blende.
- vier montierte Rollen.
- Schraubensortiment.
- Bedienungs-und Montageanleitung.


Zum Vergrößern bitte die Bilder anklicken !
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Die technischen Daten:

- Maße LxBxH: 645 mm x 210 mm x 622 mm.
- Gewicht: ca. 10 kg (ohne Netzteil).
- 6x externe 5.25" Einschübe.
- 2x externe 3.5" Einschübe.
- 6x interne 3.5" Einschübe für Festplatten.
- Pentium 4 und Athlon geeignet.
- Dual-CPU-Mainboards kompatibel (Max. Größe: 12"x13").
- 2x externe USB 2.0 Ports.




Der Testrechner:

CPU
Intel Northwood P4 3.4 GHZ
Mainboard
Asus P4C 800-E Deluxe Rev. 2.0
Grafikkarte
Sapphire 9600 XT
Soundkarte
Soundblaster Audigy 2 ZS
CPU-Kühler
Thermalright XP-120
Arbeitsspeicher
2x 512 MB Corsair XMS 3200 Twinx XL
Festplatten System 1
2x Samsung 1614C (7200 U/min, S-ATA) RAID-0
Festplatten System 2
2x Western Digital WD740 (10000 U/min, S-ATA) RAID-0
DVD-Brenner
Plextor PX-712A
CDRW-Brenner
LG 8526B
DVD-ROM
Toshiba M-1912
Gehäuse
Lian-Li PC 73-SL
Netzteil
Tagan TG480 U01
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 2
Zubehör
6x Papst 8412 N/2GMLE mit Noisemagic Lüftersteuerung





Verarbeitung und Ausstattung:

Wie gewohnt begutachten wir zunächst erst einmal die Ausstattung und Verarbeitung des Gehäuses, wobei wir erste Auffälligkeiten entsprechend detailliert herausstellen:

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Edel und doch ein wenig schlicht kommt es daher, das PC-73 SL Gehäuse von Lian-Li. Wobei die Schlichtheit kein Vorwurf ist, sondern eine wohltuende Wahrnehmung, aber das ist natürlich Geschmackssache, wir empfinden es einfach stilistisch perfekt.
Die Frontklappe schließt mit einem satten "Plopp", man hat den Eindruck eine Limousine aus den hochpreisigen Kategorien der Automobilhersteller vor sich zu haben. Die Klappe schließt den sichtbaren Bereich der Laufwerke hermetisch ab, was der Staubbelästigung einen wirksamen Riegel vorschiebt, eine deutliche Verbesserung zur PC-70/71 Serie. Leider fehlt die Möglichkeit die Frontklappe, wobei solch ein Bolide trotz seines geringen Gewichts allein schon auf Grund seiner Abmessungen sicherlich nicht gerade für Lan-Partys prädetiniert ist, aber es existiert ja auch zu Hause zuweilen der Bedarf, den Rechner zu sichern.
Im Heck hat sich relativ wenig verändert, außer das man die Lüftergitter der beiden seitlichen Lüfter entfernen kann, was die Strömungsgeräusche der Lüfter nicht unwesentlich reduziert. Warum dies bei den beiden über der Netzteilaussparung gelegenen Lüftern nicht möglich ist, können wir allerdings nicht nachvollziehen.

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Eigentlich müßig zu erwähnen, aber auch Lian-Li hat selbstverständlich auf der Frontseite 2 USB 2.0 Ports untergebracht. Firewire und Audio hätten sicherlich auch noch Platz gefunden, aber leider wurde dies nicht berücksichtigt. Ein Verschlußkläppchen hätte den beiden USB-Ports auch nicht schlecht zu Gesicht gestanden, denn sie sind doch relativ ungeschützt.
Kommen wir gleich zu einer weiteren Neuerung dieses Towers, der Belüftung. Sie ist nicht wie bei früheren Modellen einfach direkt unterhalb der Laufwerke angeordnet, sondern befindet sich auf der unteren Kante des Gehäuses, ein gutes stückweit unter den Lüftern. Es existieren zwar wie gewohnt 2 Lüfter an ihrem angestammten Platz an der Vorderseite, aber die Frischluft wird geräuscharm und durch einen Filter gereinigt von unten angesaugt, um sich dann im Gehäuse zu verteilen. Man könnte nun meinen daß bedingt durch die relativ kleinen Lüftungsschlitze das Luftvolumen möglicherweise doch zu gering wäre, aber unser Test beweist, wie wir noch sehen werden, etwas anderes. Sehr sinnvoll ist auch die ebenfalls staubgeschützte Öffnung im hinteren Gehäuseboden, um die Abwärme der eingebauten Komponenten auch im unmittelbaren Mainboardbereich ein wenig zu reduzieren. Wie alle Staubfilter so ist auch dieser demontierbar und somit gut zu reinigen.
Auf dem Bild ganz rechts kann man sehr gut die perfekte Abdichtung der Frontklappe erkennen, die nicht nur vor Staub sondern auch vor Lärmbelästigungen seitens der optischen Laufwerke relativ gut schützt.
Über einen kleinen versteckten Hebel (oben links in der Ecke) kann man bei Bedarf die Frontklappe aushängen. Das hat den Vorteil, daß man die Einschübe für den Einbau der Laufwerke gut erreichen kann, ohne die komplette Frontverkleidung zu entfernen, denn eine simple per Druckclip zu entfernende Frontverkleidung wie beim PC-70/71 existiert nicht mehr, die ist jetzt verschraubt, was der Konstruktion allerdings auch mehr Stabilität verleiht.

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Auch im Innenraum hat Lian-Li die Wünsche seiner Kunden berücksichtigt, denn alle großflächigen Sektionen sind mit 3mm Dämmatten versehen, was unerwünschte Schwingungen und Vibrationen im Gehäuse reduziert.
Die Seitenteile lassen sich wie gewohnt schnell durch das Lösen von Thumbscrews lösen, im Nu ist der Tower "entkleidet".
Im linken Drittel des Innenraums befindet sich eine Verstärkungsschiene, die dazu gedacht ist übergroßen Steckkarten mehr Stabilität zu verleihen. Wer dies nicht benötigt kann diese Verstrebung natürlich entfernen, zumal es auch den Einbau der Komponenten erleichtert und dies keinerlei negative Auswirkung auf die Gesamtstabilität des Gehäuses hat.
Auch hier erkennen wir noch einmal deutlich die großflächige abnehmbare Abdeckung für die Belüftung des Innenraumes, über die die hinteren Gehäuselüfter unterstützenderweise ebenfalls Frischluft ansaugen können.

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Ein weiteres Highlight dieses Towers gilt es vorzustellen, der neue Festplattenkäfig. Endlich hatte Lian-Li ein Einsehen und konstruierte den Käfig so, daß man die Festplatten waagerecht einbauen kann, das war leider nicht immer so und wir haben dies erfeut zur Kenntnis genommen. Auch wenn die Festplattenhersteller beteuern, daß die seiltliche Einbaulage in der Regel zu keinen Problemen führt, so bleibt doch ein mulmiges Gefühl zurück.
Die Festplatten werden nicht einfach nur schnell im neuen Käfig verschraubt, dies ist schon ein wenig defiziler geworden. Man muß zunächst einmal die Verschraubungen der Hilfsschienen lösen. Anschließend schraubt man mit entsprechenden Passchrauben die Festplatten an eben jene Schienen und die Hilfsschienen wiederum mit den Festplatten an den Käfig. Die Hilfsschienen verfügen über Gummiringe, die eine Entkoppelung der Festplatten von dem Käfig bewirken, was einmal mehr zur Reduzierung der Geräuschkulisse beiträgt. Die Gummiringe besitzen genug Festigkeit, um ein Aufschwingen der Festplatte zu verhindern, was in seltenen Fällen üble Lesekopfschäden zur Folge haben kann und außerdem die Zugriffszeiten erhöht. Diese Gefahr besteht bei der Konstruktion von Lian-Li nicht, hier wurde offensichtlich zu ende gedacht.
Selbstverständlich liegt der Festplattenkäfig exakt im Luftstrom der vorderen Lüfter, so daß eine Überhitzung der Festplatten auch bei Vollbestückung kein wirkliches Problem darstellen sollte.
Wir haben im gesamten Gehäuse keine einzige scharfe Kante oder schlecht gebördelte Falzen entdeckt, die Materialien sind hochwertigst verarbeitet und es macht einfach Spaß dieses Gehäuse mit Komponenten zu bestücken.

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Ein weiteres Plus dieses Gehäuses ist die Tatsache, daß es mit hervorragenden und sehr stabilen Rollen ausgestattet ist, was die ständige Arbeit in Bezug auf Umbauten und Komponententests doch immens erleichtert. Das war auch eines der größten Mankos beim PC-71 Gehäuse, denn die plastilinen Steckfüße hatten unsere ständigen Komponetenumzüge nicht lange verkraftet.




Die Tests:

Lian-Li vertraut wie auch schon in der Vergangenheit auf die Lüfter der Firma ADDA, die uns aber einen Touch zu rauh laufen, so haben wir sie kurzerhand gegen 6 Exemplare aus der Papst 8412 N/2GMLE Serie getauscht:




Dieser Lüfertyp weist folgende Eckdaten auf:

80x80x25 mm Lüfter mit 2050 U/Min bei 12V, Fördervolumen 45m³/h, 60cm Kabellänge. Dieser Lüfter ist mit einer Drehzahlüberwachung und einem dreipol Stecker (z.B für den direkten Anschluß an das Mainboard) ausgestattet.
Wir haben diese Lüfter an eine ebenfalls eingebaute 6-fach Lüftersteuerung von Noisemagic angeschlossen, denn im Winter müßen die Lüfter nun wirklich nicht mit 12 Volt Spannung arbeiten, da genügen 7 Volt allemal.



Diese Lüftersteuerung versorgt bis zu sechs Lüfter. Für jeden Lüfter existieren drei Schalterstellungen, 12V, 7V und aus. Jede Spannung kann per innenliegendem Drehpotentiometer feinjustiert werden. Die LEDS, rot und grün, zeigen ob die 12V oder die 7V Spannung gewählt wurden. Da sie aus schwarz eloxiertem Aluminium besteht, paßt sie perfekt zum Lian-Li Gehäuse.

Nachdem der Rechner komplettiert war, haben wir zuerst die Idle-Temperaturen bei 12 Volt Lüftereinstellung gemessen:



Anschließend haben wir wieder mit Prime 95 eine Stunde lang den Rechner schwitzen lassen und erhielten folgendes Ergebnis:



Wenn man berücksichtigt, daß das Abit IC7 Max-3 grundsätzlich mindestens 10 Grad Celsius mehr anzeigt als das Asus P4C800-E, so sind diese Resultate bei einer Raumtemperatur von 18° C absolut hervorragend, zumal diese Werte sicherlich realistischer sind als die mit Asus gemessenen.




Fazit:

Wir haben lange Zeit geglaubt, daß eine Steigerung der Verarbeitungsqualität seitens Lian-Li nicht mehr möglich sein könnte, aber das PC-73 SL Gehäuse hat den Vorgänger aus der PC-70/71 Serie in einigen Belangen doch deutlich distanziert. Das Gehäuse ist natürlich auch wieder fantastisch verarbeitet und glänzt mit absoluten Bestwerten, wenn es um konstruktionstechnische Finessen geht. Aber wir möchten deutlich herausstellen, daß dieses Gehäuse leiser geworden ist und dies nicht nur durch die neue Gehäusedämmung, sondern insbesondere auch durch die clevere Festplattenentkopplung. Die jetzt wieder eingesetzten Papstlüfter hatten auch schon im PC-71 Redaktionsgehäuse ihren Dienst verrichtet, somit haben wir den direkten Vergleich, zumal es in dem Gehäuse keine Festplattenentkopplung existierte und das kann bei den schnell laufenden Raptoren von Western Digital zuweilen nervig werden.
Die anfangs etwas argwöhnisch betrachtetete neue Luftströmung des Gehäuses hat sich ebenfalls bestens bewährt, wir können effektiv keine Steigerung der Temperaturen vermelden, darüber hinaus haben wir auch gleich eine für unsere Belange perfekte Lüftersteuerung gefunden, die unsere Geräuschkulisse noch weiter reduziert hat, so daß wir mittlerweile im Grunde von einem Silentrechner sprechen können, obwohl dies nicht unsere primäre Intention war, trotz des SL Zusatzes bei der Lian-Li Namensgebung.
Abschließend sei erwähnt, daß der Lian-Li PC-73 SL Servertower bei Noisemagic nur auf Bestellung zu beziehen ist (natürlich auch in Silber)und das zu einem Preis von nahezu 300 Euro. Das ist sehr viel Geld für ein Computergehäuse, aber man erhält dafür auch ein unvergleichliches Stück Hardware, das seinesgleichen sucht und absolut jedem Anspruch genügen sollte. De Facto ist dies das mit Abstand beste Gehäuse, welches wir bisher in der Redaktion testen durften und das waren wahrlich nicht wenige.




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Lian-Li PC 73-SL Servertower erhält den PC-Experience-Award in Gold !






Weiterführende Links:

Noise Magic


Lian-Li


Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Mölk von Noisemagic für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.

euer PC-Experience.de Team

Cerberus


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