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Achtung Lian Li PC-V1010A Midi Tower Reply to this Post Post Reply with Quote Edit/Delete Posts Report Post to a Moderator       Go to the top of this page

Lian Li PC-V1010A Midi Tower







Einleitung:

In unserem letzten Gehäusetest für 2008 möchten wir euch noch einmal ein Highlight der Edelschmide Lian Li vorstellen: das neue PC-V1010 Gehäuse. Dieser Midi Tower dürfte einigen unter euch sicherlich noch geläufig sein, Lian Li hat ihn aber mittlerweile grundlegend überarbeitet, so daß sich ein intensiver Blick auf die Renovierungen durchaus lohnen sollte.
Lian Li vorzustellen, hieße in dem Fall wirklich mal die Eulen nach Athen zu verschiffen, denn es existiert wohl kein anderer Gehäuse Hersteller mit einem wohlklingenderen Namen. Über 20 Jahre Erfahrung im Umgang mit dem sehr aufwendig zu verarbeitenden Aluminium hinterlassen Spuren und diese Spuren heißen im Idealfall: zufriedene Kunden. Da wir in der Redaktion seit nunmehr 7 Jahren fast durchweg auf Lian Li setzen, gehen wir natürlich nicht ganz unbelastet in diesen Test. Trotz oder gerade deswegen haben wir dem PC-V1010 sehr genau auf die Aluprofile geschaut, denn 220 € sind schließlich kein Pappenstiel für diesen Boliden, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Lian Li PC-V1010A Midi Tower in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial incl Schrauben und Thumbscrews
• HDD-Gummieringe
• Piezo Lautsprecher
• Xeon Backplate
• Grafikkartenhalterungen
• Abstandshalter incl. Spezialeindreher
• Stromadapter
• 120mm Zusatzlüfter
• Kabelbinder und Halterungen
• bebilderte mehrsprachige Anleitungen




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Chassis: Aluminium (1,5 bis 2mm)
• Frontverkleidung: Aluminium
• Seitenteile und Deckel: Aluminium (1,5 bis 2mm)
• Farbe: silber anodisiert
• Gehäuse-Dämmung: nein
• Abmessungen: 210mm x 543mm x 560mm (B x H x T)
• Formfaktor: E-ATX, ATX, M-ATX
• Gewicht: ca. 8,5 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7
• Schlauchdurchführung für Wasserkühlung: vorhanden
• max Netzteilgröße: bis zu 300mm Einbautiefe
• vorinstallierte Lüfter:
1x 140mm Front (800~980~1180RPM)
1x 120mm Heck (1020~1240~1500RPM)
• optionaler Lüfter:
1x 120mm am Mainboard (1020~1240~1500RPM)
• I/O Panel: 4x USB 2.0, 1x je Audio IN/OUT, 1x IEEE1394, 1x eSATA
• Laufwerksschächte: 5x5.25" extern, 6x3,5" intern
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: schwarz, silber
• aktueller Markt-Preis: ca. 219,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8600
CPU-Kühler
Thermalright ultra 120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´ 300GB SATA II RAID-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Enermax Modu82+ 625 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 3 und Vista Ultimate 64Bit SP1 im Dualboot




Verarbeitung und Technik:

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Das Lian Li PC-V1010A haben wir ganz bewußt in silber bestellt, damit wir endlich mal wieder einen Kontrast zum Black-is-beautiful-Einerlei vorweisen können. Das "A" in der Typenbezeichnung steht für Argentum, also silber. Dementsprechend würde ein "B" die schwarze Variante symbolisieren, die ebenfalls erhältlich ist. Die silberne Anodisierung der Aluminium Profile versprüht einen Charme, dem man sich kaum verschließen kann und paßt sehr gut zur ohnhein sehr wertigen Haptik des Lian Li Towers, wobei die abgerundeten Ecken der V-Serie natürlich Geschmackssache sind und bleiben.
Wie bei allen neuen respektive überarbeiteten Lian Li Gehäusen wurde das IO-Panel von Grund auf neu gestaltet und benutzerfreundlicher plaziert. Man erreicht alle Knöpfe und Anschluß-Ports ohne Verrenkungen, egal wo das Gehäuse aufgestellt wird. Die Ein-Ausschaltknöpfe sind natürlich ebenso aus Aluminium, wie der Reset Knopf und der Verschlußdeckel für USB und Konsorten. Die staubanfälligen Ports wurden unter einer mit einem satten Plopp schließenden Klappe geschützt angeordnet, das hat nicht nur Stil sondern erweist sich in der Praxis auch als äußerst sinnvoll.
Sehr schade ist die Tatsache, das werksseitig kein Disketteneinschub respektive 3,5" Einschub vorhanden ist. Diese Technik mag anachronistisch anmuten, hat aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile viele Mainboard-Hersteller wieder empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten? Außerdem gibts es auch von Lian Li sehr schnuckelige und technisch ausgereifte Cardreader, die man ohne Einschub ebenfalls nicht einbauen kann.

Lian Li bietet einen entsprechenden 3,5 Zoll Einschub nur gegen Aufpreis:

Lian Li MF-515B 3,5 Zoll Kit - silber


Die Verarbeitung des Einschubs stellt sich analog zur Gehäusequalität dar und harmoniert vorzüglich mit dem Finish des Lian Li Gehäuses. Das Ganze ist natürlich auch in einer schwarzen Variante erhältlich.

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Die Verarbeitung der Heckpartie ist genauso eine Augenweide, wie der Rest des Gehäuses, da existiert keine Ecke, die nicht akribisch bearbeitet wurde. Das Gitter des hinteren 120mm Heck-Lüfters läßt sich entfernen, das erspart Verwirbelungsgeräusche. Der 120mm Lüfter sitzt mittig im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es überhaupt kein Problem, den Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln, worauf Lian Li leider verzichtet.
Deutlich erkennbar sind die beiden Schlauchdurchführungen auf dem Gehäusedeckel für die optionale Wasserkühlung, ein weiteres Feature, das mittlerweile bei kaum einem neuen Lian Li Gehäuse fehlt, wenn auch diesmal an ungewohnter Stelle. Perfekt wären aber Öffnungen mit Kantenschutz gewesen, damit die Schläuche nicht gegen die Kanten geraten.

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Die Belüftungsschlitze der PCI-Slot Abdeckungen fließen so langsam ebenfalls in alle neuen Lian Li Gehäuse ein. Zwingend nötig ist dies nicht, zumal die Be-und Entlüftung des Gehäuses über die Lüfter und das Netzteil mehr als ausreichen sollte. Nachteile erbringen diese Schlitze allerdings auch keine.
Die Seitenteile mit Vorhängeschloßoption lassen sich über zwei spezielle Thumbscrews öffnen, wobei die Schrauben nicht völlig herausgedreht werden, sondern lediglich einen Arretierungsmechanismus freigeben, über den die Seitenteile dann freigegeben werden. Die Seitenteile als solche glänzen durch massiven Materialeinsatz, so daß keine Klappergeräusch befürchtet werden müssen. Sonderlich Anwenderfreundlich stellt sich dieser mechanismus aber nicht dar, die Seitenteile sind nur mit einigem Kraftaufwand zu entfernen und ebenso fummelig wieder zu plazieren.
Der üppige Materialeinsatz gilt auch grundsätzlich für das komplette Chassis, wo Lian Li Aluminiumprofile zwischen 1,5 und 2mm verwendet hat, so daß eine sehr hohe Verwindungssteifigkeit erzeugt wird.
Das Netzteil wird schon fast obligatorisch unten verbaut, worauf wir bei der Komplettierung noch zu sprechen kommen. Einen wichtigen Schalter wollen wir keinesfalls unterschlagen, den dreistufigen Schalter für die Lüftersteuerung. Wer sein System unter den Schreibtisch stellt, wird über diese Plazierung allerdings nicht sonderlich glücklich sein, diesbezüglich existieren deutliche praktikablere Lösungen.

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Die standartmäßigen Gehäuserollen sind ein Segen für jedes fertig montierte System, so läßt sich das Ganze bequem durch die Wohnung chauffieren und natürlich auch schnell mal aus der verwinkelten Eckte herausziehen. Ein Stopper fehlt ebensowenig wie 4 Gummitüllen, mit den die Rollen umwickelt werden können, falls der Tower über empfindliches Laminat gefahren werden muß, oder wenns denn gern ein wenig gedämpfter zugehen soll.
Auch der Innenraum weist die Lian Li typische Verarbeitungsqualität auf, scharfe Kanten oder minderwertige Falzen sucht man hier vergebens. Trotz der Midi Tower Deklarierung verfügt auch der PC-V1010 über verschwenderisch viel Platz, wenn auch etwas anders angeordnet, als wir es von Lian Li gewohnt sind. Netzteil und Festplatten haben eine eigene abgetrennte Sektion, Mainboard und optische Laufwerke ebenso. Das mag auf den ersten Blick nicht wirklich einleuchten, zumal der Frontlüfter die Mainboard Sektion versorgungstechnisch gar nicht erreicht, aber auch daran hat Lian Li gedacht, wie wir noch sehen werden. Über die mittlere Verstärkungsstrebe können überlange Steckkarten entsprechend stabilisiert werden. Für den Einbau der Hardware kann die Strebe natürlich bei Bedarf herausgenommen werden. Der 140mm Frontlüfter ist gut zugänglich, so daß man ihn ohne größere Verrenkungen reinigen oder austauschen kann.

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Den ersten kleineren Stolperstein habt ihr sicherlich auch gerade entdeckt oder? genau, überlange Netzteile können gegen einen der Festplattenkäfige stossen, aber keine Sorge, die sind verschraubt und somit kein dauerhaftes Hindernis.
Sehr schön sind die tradionell verschraubten Slotblenden, deren Befestigungsgewinde übrigens wieder stabiler ausgeführt sind, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu früheren Gehäusen.
Ein Mainbordschlitten ist selbstverständlich auch an Board, über zwei Thumbscrews kann man ihn entarretieren und herausklappen, eine ungemeine Erleichterung für den Mainboard Einbau, der dann auch gerne schon mit CPU-Kühler erfolgen kann, Platz genug zum Wiedereinklappen ist vorhanden.
Die Bohrungen und Aussparungen im Mainboard Tray sind sicherlich gut gemeint, aber für einen generellen Kühleraustausch bei eingebauten Mainboard fehlt es einfach an Kompatibilität. Davon abgesehen, läßt sich die Verkabelung dank der Aussparungen natürlich sehr airflowfreundlich verlegen.




Die Komplettierung:

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Für den Netzteileinbau muß zuerst die Alu-Blende entfernt werden, dann kann das Netzteil eingeschoben und samt Blende verschraubt werden. Auch dies geht schnell von der Hand respektive Schraubendreher.
Die richtige Positionierung des Netzteils ergibt sich automatisch: mit dem Lüfter gen Gehäuseboden, so daß sich das Netzteil ausschließlich um seine eigenen Belange und um den Abtransport der Abwärme aus dem Festplattenbereich kümmert. Eine Anordnung mit dem Lüfter nach oben ergibt keinen Sinn, da die untere Sektion klar von der Mainboard Sektion getrennt ist. Der daraus resultierende Frischluftmangel wird durch einen zusätzlichen 120mm Lüfter kompensiert, der direkt neben dem Mainboard an der mittleren Verstärkungsstrebe angebracht wird. Sicherlich nicht ideal, aber auf jeden besser, als ohne zusätzlichen Lüfter.
Eines der beliebtesten Lian Li Tools darf natürlich nicht fehlen, der Ein-Ausdreher für die Mainboard Abstandhalter gehört zu den häufigsten Fehlbeständen in gebrauchten Lian Li Gehäusen, warum mag das nur so sein...?

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Die Integration der optischen Laufwerke sollte danach niemanden vor unüberwindliche Hürden stellen, dazu müssen lediglich die staubfiltergeschützten Blenden herausgenommen und die Laufwerke verschraubt werden. Natürlich sind Easy-Clip Mechanismen o.ä. einfacher und schneller verwendet, aber das sichere Verschrauben der Laufwerke ist im Grunde durch nichts zu ersetzen, auch wenn es etwas länger dauert.
Unsere schwarzen Laufwerke passen stylistisch überhaupt nicht zum Lian Li Outfit, aber auch dafür hat Lian Li entsprechende mehrfarbige Lösungen im Programm:

Lian Li C-01A Universalfrontblende - silver


Die Festplattenkäfige können nach dem Entfernen der Schrauben herausgenommen werden, was für den Einbau der Festplatten aber nicht unbedingt erforderlich ist, da die Gummiringe samt Schrauben extern schon in die Festplatten eingeschraubt werden können. Abschließend werden die Festplatten dann in die Aufnahmen gedrückt und schon sitzen sie perfekt. Reduziert werden dadurch aber lediglich die Zugriffsgeräusche, eine Dämmung der Festplatte zur Reduzierung der Vibrationen findet so kaum statt, da sind professionelle Speziallösungen deutlich im Vorteil.

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Für ausladende Grafikkarten mit einer Platinenlänge von 28cm und darüber ist ebenfalls reichlich Platz vorhanden, so daß eigentlich jede Wunschkonfiguration zu realisieren sein sollte.
Wie an unseren Bildern unschwer zu erkennen ist, können auch sehr hohe Towerkühler wie der IFX-14 von Thermalright verbaut werden, wobei der HR-10 Zusatzkühler nur mit einigen Biege-Tricks integrierbar wäre.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.

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Noiseblocker
Multiframe M12-S1
Leistungsaufnahme
2,74 Watt
Betriebsspannung
6 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
750 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
58 m³/Std
Lautstärke
ca. 8 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker
bitte klicken bitte klicken
Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Der Gehäuse-Test:

Wie gewohnt hatten wir das Testsystem mit Prime95 eine Stunde mit dem Torture Test "vorgeheizt" und über das BIOS, Everest Ultimate 4.60, Core Temp 0.99.3 und HW Monitor 1.12 anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2006 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter und der Festplatten wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert und dabei die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:




CPU-Temperaturen -idle- ->32°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->34,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->51,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->54,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->51°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->54°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->67°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->69°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->30°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->32°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->25,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->27,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->30,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->33°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->33°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->35,5°C bei 7 Volt Ansteuerung


Wenn man berücksichtigt, welche Komponenten wir für diesen Test verwendeten, sind die thermischen Resultate fernab jeglicher Kritik und Beweis dafür, das keine inflationäre Anzahl an Lüftern notwendig sind, um auch ein System mit schnellen und heiß agierenden Komponenten ausreichend zu kühlen. Was die Geräuschkulisse angeht, existiert allerdings noch Optimierungsbedarf, aber der Reihe nach:
Die Lian Li Lüftersteuerung läßt drei Auswahlstufen zu: H, M und L

In der Stufe H laufen die beiden 120mm Lüfter mit knapp 1462 U/min und erzeugen 28,5 dBA (0,9 sone). Der 140mm Frontlüfter rotiert mit 1126 U/min und erzeugt dabei 22,5 dBA (0,3 sone). In Stellung M reduzieren die 120mm Lüfter ihre Rotation auf 1197 U/min und erzeugen 21,5 dBA (0,2 sone), der 140mm Lüfter rotiert dann mit 894 U/min und erzeugt 19 dBA (0,1 sone). Die Stufe L bewirkt folgende Resultate: die 120mm Lüfter rotieren nur noch mit 1010 U/min und erzeugen dabei 17 dBA (0,1 sone). Der 140mm Lüfter reduziert seine Drehzahlen auf 745 U/min und erzeugt dabei 16,5 dBA (0,1 sone). Wer es also gerne leise mag, wird an Stufe L kaum vorbeikommen, wobei eine reinrassige Lüftersteuerung deutliche Vorteile bietet, die Lian Li mit diesem billigen 3-Stufen Schalter einfach nicht leistet.
Die Lagerung der Lüfter bewerten wir als befriedigend, bei 7 Volt sind minimale aber nicht störende Klappergeräusche zu hören, wie sie eben bei Kugellagern zum "guten Ton" gehören. Bei 5 Volt Ansteuerung lief nur einer der beiden 120mm an, so daß zumindest bei unserem Testsample keine größeren Optimierungen mehr möglich waren.
Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke hielt sich trotz unserer lauten Raptoren zwar noch in erträglichen Grenzen, eine professionelle Entkoppelung der Festplatten ist aber de Facto nicht vorhanden, so daß entweder leise Festplatten, oder entsprechende Dämmboxen verwendet werden müssen. Die Raptoren "lärmen" in der Lian Entkoppelung mit 25,5 dBA (0,6 sone) (idle) und 32 dBA (1,3 sone) unter Last. Professionelle Dämmboxen wie die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken.
Insgesamt bietet das Lian Li Gehäuse auf Grund seiner hohen Verwindungssteifigkeit eine sehr gute Grundlage, um ein leises System aufzubauen. Aber dazu bedarf es einer Lüfterentkoppelung ebenso, wie einer adäquaten Lüftersteuerung und natürlich Lüfter, die einen 5Volt Betrieb entsprechend unterstützen. Das die Festplatten gesondert gedämmt respektive entkoppelt werden müssen, hatten wir ja bereits entsprechend reflektiert. Wenn das alles keine Rolle spielt, wäre der Aufwand diesbezüglich natürlich deutlich geringer.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Mit dem Lian Li PC-V1010A Midi Tower präsentiert Lian Li ein weiteres mal exzellente Aluminiumtechnik. Das Platzangebot sucht in dieser Gehäuse-Kategorie ihresesgleichen, die Verarbeitung ist über jeden Zweifel erhaben und die Ausstattung ist gewohnt üppig sortiert.
Aber es existieren auch Irritationen, die wir nicht einfach so übergehen können. Die Seitenteil-Konstruktion erscheint beileibe noch nicht ausgereift und die Lüftersteuerung konnte uns in keiner Weise überzeugen.
Zur besseren Übersicht darum noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• absolut wertige Haptik
• zeitloses Design
• exzellente Verarbeitung
• sehr passgenaue und klapperfreie Seitenteile
• sehr hohe Verwindungssteifigkeit
• erstklassige Ausstattung
• rutschfester Stand, erstklassige Rollen
• perfektes I/O Panel mit Staubkappe
• sehr gutes Platzangebot
• Festplatten entkoppelt verbaubar
• zwei Schlauch-Durchführungen für Wasserkühlung vorhanden
• Kompatibilität auch zu hohen Towerkühlern
• Kompatibilität zu überlangen Netzteilen
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung ausreichend lang bemessen
• auswaschbare Front-Staubfilter
• akzeptable 120mm und 140mm Lüfter
• sehr gute Kühleigenschaften (bei drei Lüftern)
• Mainboardschlitten und abnehmbarer Gehäusedeckel

Minus:
• hoher Preis (219,90€)
• Disketteneinschub nur gegen Aufpreis
• Lüftersteuerung regelt zu begrenzt, unpraktische Plazierung
• fummeliger Seitenteil Ein-und Ausbau

Für das Gebotene erscheint uns das Gehäuse mindestens 50 € zu teuer, zumal kein Disketten-oder Cardreader-Einschub mitgeliefert wird. Dieser Fakt samt der bereits präzisierten Kritik stellt den Gold Award auf sehr tönerne Füsse, auch wenn das Gehäuse als solches zu den besten Midi Towern auf dem Markt zu zählen ist. Das Ärgerliche daran ist, das Lian Li in seiner aktuellen Modellpalette selbst hinreichend beweist, das sie durchaus in der Lage sind, fürs gleiche Geld noch eine Schippe draufzulegen...



Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Lian Li PC-V1010A Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Gold






Weiterführende Links:


Lian Li


Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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"Wir werden von Schildbürgern regiert. Die fahren mit dem Boot aufs Meer, werfen den Schatz über Bord, und markieren die Stelle am BOOT...!"

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