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Defragmentieren: Fakten und Workshop !








1. Die Fakten:

Das Defragmentieren(auch Entfragmentieren genannt) ist ein Vorgang, bei dem Dateien, deren Inhalte auf räumlich nicht zusammenhängenden Clustern eines Datenträgers(meist Festplatte)verteilt sind und durch Umkopieren wieder zu einem räumlich gemeinsamen Speicherbereich zusammengefügt werden.
Mit anderen Worten:
Defragmentieren ist das Rückgängigmachen, der durch das Betriebssystem bedingten Fragmentierung von Dateien.
Das fragmentierte Abspeichern von Dateien ist eine Folge der meisten Dateisysteme insbesondere von ->FAT ->FAT32 ->auch NTFS.
Diese Dateisysteme sind so konzipiert, daß sie beim Abspeichern neuer Daten diese auf die ersten freien Cluster(kleinste unteilbare logische Zuordnungseinheit für die Speicherung von Dateien) verteilen, auch wenn diese physikalisch nicht zusammenliegen. Da eine Datei zumeist größer als ein Cluster ist, ist es nicht zu vermeiden, daß sie auf verschiedene Cluster aufgeteilt werden muß.
Wenn man z. B. unter Word eine Datei lädt, die in der Mitte der Festplatte liegt, und man fügt ein paar Zeilen hinzu und speichert erneut ab, so ist an der aktuellen Position kein Platz mehr für die Datei. Der überschüssige Rest wird einfach an eine andere Stelle geschrieben, an der Platz ist. Somit liegen viele Dateien verstreut auf der Festplatte herum.
Eine fragmentierte Speicherung ist dabei auch kaum zu vermeiden, weil allein durch Löschvorgänge während des normalen PC-Betriebs ständig irgendwo auf der Platte Cluster erneut frei gegeben werden, die aber natürlich weiter genutzt werden sollen.
Gerade bei einer sehr vollen Festplatte kann der Plattencontroller garnicht anders, als neue große Dateien über solche an verschiedenen Stellen frei gewordenen Clustern zu verteilen. Also im Grunde um einen größeren Speicherbereich "zusammenzustückeln".
Das Defragmentieren wird durch Hilfprogramme wie z.B. MS-Defrag,O&O Defrag oder Norton Speed Disk durchgeführt und erhöht die Arbeitsgeschwindigkeit sowie die Sicherheit beim Zugriff auf die Daten. Außerdem wird die Mechanik der Festplatte weniger beansprucht, was wiederum ihrer Lebensdauer zu Gute kommt.
Aus diesem Grund sollten Festplatten regelmäßig(mindestens 1x in der Woche) defragmentiert werden.
Das NTFS-Dateisystem ist zwar für eine Defragmentierung nicht so anfällig wie FAT oder FAT32,aber auch hier kann es nach längerem Betrieb zu spürbaren Geschwindigkeitseinbrüchen durch Fragmentierung kommen.

Stellt sich noch die Frage, wie ist es denn unter Linux?

Darauf gibt es eine klare Antwort:
eine Defragmentierung ist unter Linux, bedingt durch das intelligentere Dateisystem, nicht nötig.
Es gibt ein wunderbaren Vergleich zu diesem Thema, den ich euch nicht vorenthalten möchte:
"Wenn Du zu Windows gehst und Dateien speichern willst, sagt dir der Windows Festplattenchef: Fang einfach vorne bei der Festplatte an und nimm die ersten freien Sektoren. Wenn Dir was im Weg liegt, überspring es und mach an einer anderen Stelle weiter.
Wenn Du dann sagst, daß das früher oder später im Chaos endet, so sagt der: Wir stellen jedes Wochenende ein paar Leute ein, die alles Aufräumen. Kunde bezahlt.
Wenn Du zu Linux gehst, fragt dich der Festplattenverwalter: Wie groß ist die Datei? Und dann sagt er Dir eine Stelle, wo die ganz hinpaßt, wenn es so eine gibt. Oder er zeigt dir die größtmöglichen Stücke falls es nicht in eines paßt."





2. Workshop:

Für die Betriebssysteme Windows 98 und 98SE gibt es eine eindeutige Empfehlung von uns:
Nehmt das Defragmentiertool von Windows ME, denn das ist schneller und gründlicher !

Kommen wir jetzt zu unserem Workshop,der sich für alle nt-basierten Betriebssysteme empfiehlt,also NT/2000/XP !
Aus meiner Praxis heraus empfehle ich ausschließlich die Defragmentiertools von O&O-Software, auch wenn sie keine Freeware sind. Das Geld für diese hervorragend programmierten Programme aus deutschen Landen ist bestens investiert.

1. Zunächst einmal löschen wir alle temporären Dateien, lassen TuneUp Utilities 2003 laufen und reinigen das System gründlich von allem temporären Müll.
Wir schließen alle nicht benötigten Anwendungen,um den Defragmentiervorgang nicht unnötig zu verlängern.

2. Wir rufen O&O Defrag V4 Professional Edition auf und erhalten folgendes Menü





O&O-Software empfielt als ersten Durchlauf die "Complete/Name" Methode. Die Sortierung nach Dateinamen sehr gut geeignet, den Startvorgang des Rechners zu verkürzen. Die Dateien, die beim Start gelesen werden, befinden sich im Windows-Verzeichnis, so dass diese hintereinander auf der Festplatte abgelegt werden.

Anschließend STEALTH oder SPACE für den zweiten Durchlauf.





Künftig reicht es dann regelmäßig in der Space-Methode zu defragmentieren.
Für die Servervarianten gibt es natürlich auch ein speziell zugeschnittenes Tool von O&O-Software, nämlich O&O Defrag V4 Server Edition, die bequem über eine Managementkonsole aufgerufen wird und komfortabel über das lokale oder globale Netzwerk gesteuert werden kann.
Erwähnt seien an dieser Stelle auch noch die Optionen "Boot-Time-Defragmentierung", wo während des Rechnerstarts die Dateien defragmentiert werden, die im Betrieb gesperrt sind.
Darüber hinaus kann man während des Systemstarts noch die Registry, die Auslagerungsdatei und MFT(nur NTFS) defragmentieren lassen.





Ich kenne kein Programm, daß auch nur ansatzweise diese Optionen bietet, was auch durch unzählige Tests in den Medien fundamentiert wurde.



Weiterführende Links:

O&O-Software

Windows ME Defrag.exe


Viel Spaß beim Defragmentieren


Cerberus


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