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| Antivirenfirma versendet Wurm |
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Peinlich: Über den Mailserver von Kaspersky Labs wurden E-Mails mit einem Wurm verschickt. Adressaten waren ausgerechnet die Empfänger des Kaspersky-Sicherheits-Newsletters.
Ende vergangener Woche wunderten sich die Empfänger des Antiviren-Newsletters von Kaspersky Labs: in einer Mail des Herstellers sollte ein Wurm enthalten sein, meldeten Antivirenprogramme (auch das vom russischen Hersteller selbst), dass ein Wurm in der Mail enthalten sei.
Die HTML-Mail wurde mit dem Wurm „Braid“ gesendet. Der Versand dieses kleinen Störenfriedes fand zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens statt. Nur, weil das Unternehmen in der Regel nur Text-Newsletters aussendet, wurden Kunden darauf aufmerksam, das sich ein Hacker an Kasperskys Mailserver vergangen haben könnte.
Kaspersky reagierte mit einer Entschuldigung an die Newsletter-Empfänger und bot ihnen an, infizierte PCs kostenlos zu „entseuchen“. Betroffene können sich an die Adresse „support@kasperky.com“ wenden oder die russische Hotline-Nummer 007 (095) 797 87 07 anrufen. Den Anruf nach Russland muss der Nutzer aber selbst bezahlen.
Das Unternehmen weist in seiner Erklärung ausdrücklich darauf hin, dass Newsletter der Firma stets im Textformat und ohne Anhänge versendet werden. Andere E-Mails sollten Kunden grundsätzlich nicht öffnen und lieber ungelesen an Kaspersky weiterleiten.
Kaspersky hatte den in der IT-Branche weit verbreiteten Fehler begangen, seinen SMTP-Server nicht gegen externe Anwender abzusichern und auch ausgehende Mails aus dem eigenen Hause nicht auf Schädlinge zu scannen. So konnte jeder unbefangen den Mailserver des Sicherheitsspezialisten nutzen, um auch unsichere Daten auszusenden.
(vnunet)
greets,tomy
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11.11.2002 15:40 |
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