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Geschrieben von sventke am 08.06.2016 um 12:50:

  OEM-Partition nach Migration auf größere SSD verschieben

Hallo,

ich habe in meinem Lenovo T440s die anstelle des WAN-Moduls integrierte SSD M.2 mit 128 GB, die bei mir als C:\ läuft und auf der das Betriebssystem (Win 7 Pro 64 Bit) gegen eine größere SSD mit 256 GB getauscht. Ich habe dafür CloneZilla 2.2.4 eingesetzt und es hat im Grunde auch einwandfrei funktioniert.
Allerdings ist nun das eigentliche Ziel, die C-Partition um den zusätzlichen Speicherplatz zu erweitern, nicht zu erreichen, da sich eine sog. OEM-Partition mit 7 GB direkt nach der Systempartition und der Lenovo-Recovery - Partition befindet, die ich bisher noch mit keinen Mitteln in irgendeiner Weise handlen konnte. Die Lenovo-Recovery - Partition habe ich auf eine andere Platte kopiert, dieser Bereich ist nun frei und kann der Systempartition hinzugefügt werden, aber der größere Teil hinter der OEM-Partition ist nicht zu erreichen.
Meine Frage lautet nun: wie verschiebe ich diese OEM-Partition an das "Ende" des Datenträgers, um den gesamten freien Speicherplatz der Systempartition hinzufügen zu können?

Ich habe schon relativ viel Zeit in die Recherche und verschiedene Versuche investiert, so das ich erst mal darauf verzcihtet habe, hier im Forum zu suchen. Ich hoffe, ihr habt dafür etwas Nachsicht und könnt mir trotzdem weiter helfen.

Als Datei habe ich einen Screenshot der Datenträgerverwaltung gehängt.

Vielen Dank bereits im Voraus für eure Bemühungen!



Geschrieben von JT452 am 08.06.2016 um 19:42:

 

Hallo sventke,

willkommen bei PC-Experience.de juhu

Leider ist der Screenshot nicht da. Bitte stell ihn nochmal hier ein, dann können wir uns ein besseres Bild von Deinem Vorhaben machen.



Geschrieben von sventke am 09.06.2016 um 16:32:

 

Hallo,

ich versuche es noch einmal als Dateianhang (Format JPG, Größe 343 kB), mit dem Icon "Bild einfügen" oben komme ich leider nicht weiter, da dort offenbar eine Webadresse des Bildes gefordert ist und die kann ich leider nicht liefern.

Ich hoffe, dass klappt, gibts andernfalls noch andere Möglichkeiten?

Viele Grüße

Sven



Geschrieben von JT452 am 09.06.2016 um 20:41:

 

Okay,

da hab ich ein paar Fragen:

Warum verwendest Du veraltete Software für diese Aktion? Es gibt mittlerweile eine aktuellere Version.

Kennst Du Dich überhaupt mit der Festplattenstruktur aus?

Hat es einen besonderen Grund, dass die SSD ein dynamischer Datenträger ist?

Warum sind auf Datenträger 0 41 GB nicht zugeordnet und derartig viele Partitionen eingerichtet?

Nun zu meiner Empfehlung:

Lies Dich bitte mal in diesen Artikel ein. Danach habe ich zwei Links für Dich:

Paragon Partition Manager 2014 Free

Paragon Backup & Recovery 14 Free Edition

Vom Paragon Backup & Recovery 14 Free Edition erstellst Du bitte nach der Installation den bootfähigen Datenträger, bootest den Rechner davon und machst von den ersten beiden Partitionen der SSD ein Backup, möglichst auf einer externen Festplatte. Solltest Du keine haben, ginge auch die interne HDD temporär.

Danach installierst Du den Paragon-Partition-Manager-2014-Free-. Mit diesem Tool löschst Du bitte alle Partitonen der SSD. Wie das geht, lernst Du in dem verlinkten Artikel hier. Wenn das nach einem Neustart des Rechners geschehen ist, bootest Du wieder von der Paragon Backup & Recovery 14 Free Edition Boot-CD und spielst das Backup der beiden Partitionen zurück. Sollte es in dieser Version möglich sein, die Größen proportional anzupassen, erlaubst Du das bitte. Andernfalls vergrößerst Du nach der Wiederherstellung die Partition C: mit dem Paragon Partition Manager 2014 Free. Drucke Dir am besten diese kleine Anleitung aus und leg sie neben Dich Augenzwinkern .

Im letzten Schritt widmest Du Dich der HDD und partitionierst sie zu Ende oder am besten neu. Anstatt Partitionen einzurichten, empfehle ich entsprechende Ordner auf nur einer großen Partition. Das erspart dem Controller viel Arbeit.

Wenn Du Fragen hast, stelle sie bitte.

Viel Erfolg oki



Geschrieben von sventke am 10.06.2016 um 12:47:

 

Hallo JT452,

vielen Dank zunächst für die rasche und informative Antwort. Ein paar deiner Fragen kann ich dir gleich beantworten?

Die Software hatte ich von früheren Aktionen bereits auf einer bootfähigen DVD parat und sie hatte damals gut funktioniert.

Ich habe mich zwischen 1994 - etwa 2005 relativ oft mit PC etc. beschäftigt und die (zumindest bis dahin) gängigen Begriffe und Strukturen sind mir einigermaßen geläufig. Allerdings hatte ich mit der wohl seit Win7 geänderten Struktur bisher noch nicht zu tun und vor allem SSD's sind für mich neu.

Die Umstellung auf dynamsichen Datenträger ist den bisherigen Versuchen, das Problem zu lösen, geschuldet. Auf die Information war ich in der Hilfe der Datenträgerverwaltung gestoßen.

Datenträger 0 ist eine 2,5" 1 TB Festplatte, auf der normalerweise nur 2 Partitionen eingerichtet sind. Die Partition "DATA" als Laufwerk D:\ für allgemeine und private Daten sowie diverse systemrelevante (aber nicht betriebssystemrelevante) Daten wie eigene Menüs, Scripte, Backups usw. liegen. Die Partition "SHES" enthält die Daten, Projekte usw. meiner Firma. Ich habe - neben einer NAS als BackUp-System - eine identische Festplatte in einem USB-Gehäuse in der Schublade, mit der ich regelmäßig synchronisiere. Somit kann ich im Problemfall einfach die externe Platte in den PC schieben und weiterarbeiten.
Ebenfalls im Rahmen meiner versuchten Problemlösung habe ich eine Partition auf Datenträger 0 verkleinert und in den freien Bereich zunächst die Lenovo-Recovery - Partition (Q) von Datenträger 1 verschoben (die war da, wo jetzt die 14,87 GB - Lücke klafft). Das gleiche hatte ich dann mit der 7,0 GB OEM-Partition vor, was aber nicht gelang. Natürlich war der Sinn der Übung, den - dann hoffentlich zusammenhängenden - nicht zugeordneten Bereich bis auf einen Rest von etwa 22 GB an die C-Partition anzuhängen und dann die beiden verschobenen Partitionen in den Restbereich zurückzuschieben. Eventuell hätte ich noch probiert, die Lenovo-Recovery gleich auf dem Datenträger 0 zu belassen. Eine Wiederherstellung, sofern ich diese jemals auf diese Weise machen würde, könnte ja sicher auch von dort erfolgen.

Für die Backups habe ich einen 128 GB USB 3.0 - Stick zur Hand, darüber habe ich auch das Clonen der alten SSD durchgeführt. Allerdings hatte ich zunächst nicht jede Partition einzeln auf den USB-Stick geclont, sondern quasi das gesamte Laufwerk, was ganz offenbar mein erster Fehler war. Die alternative und auch von dir vorgeschlagene Vorgehensweise (Partitionen einzeln sichern und auf die neue SSD zurückspielen) hatte ich bereits als einen der nächsten Schritte im Auge.

Eine Frage noch zu deinem Vorschlag bzgl. der HDD:

Ich möchte eigentlich aus den oben bereits genannten Gründen gerne die 2 Partitionen behalten. Ich arbeite auch überwiegend mit den Daten der "SHES" - Partition, allerdings liegen wie schon erwähnt aud der "DATA" - Partition u.a. auch Scripte und Links, über die ich mittels eines ebenfalls dort abgelegten persönlichen Menüs in der Schnellstartleiste direkt und schnell auf meine Projekte und Themen zugreifen kann. Früher hatte ich mich auf diese Art und Weise im guten alten Startmenü organisiert, aber seit Win 7 war der Zugriff auf dieses auf meinem damaligen Firmen-PC (noch als Angestellter) mittels Gruppenrichtlinien gesperrt, daher habe ich mir diese alternative Methode gesucht. Inzwischen habe ich gemerkt, dass auch ohne Gruppenrichtlinien bei Stand alone - Installationen im Grunde kaum Möglichkeiten bestehen, dass Startmenü nach eigenem Geschmack zu gestalten und bin bei der inzwischen gewohnten Methode geblieben. Lediglich die Nichtsortierbarkeit der Einträge im persönlichen Menü stört etwas, aber auch daran habe ich mich gewöhnt.
Welche konkreten Vorteile würde es denn bringen, nur eine Partition zu behalten? Prinzipiell könnte man ja dort einen Ordner einrichten, der dann "DATA" enthält, aber so erscheint es mir "ordentlicher".

Noch zwei weiter Fragen möchte ich gerne stellen:

Das ich ein "Gewohnheitstier" bin und nicht (mehr) so viel Zeit investiere, z.B. nach neuen Softwareversionen oder gar Alternativen zu suchen, hast du ja schon bemerkt :-). Ich benutze seit langem "CCleaner", um den PC gelegentlich aufzuräumen sowie "Auslogics DiskDefrag" zum Defragmentieren. Ich bin mit beiden Tools im Grunde immer noch zufrieden, sie scheinen ihren Job gut zu erledigen und die PC's laufen danach i.d.R. eine Weile besser und schneller. Würdest du hier zu anderen Programmen raten?

Ein weiterer Punkt sind die Dienste bzw. die Einrichtung von Win 7. In Zeiten von Win 3.1, Win 95, Win 2000 bis hin zu Win XP war es - nicht zuletzt aufgrund der damals noch nicht so fixen Hardware - i.d.R. eine gute Idee, die im Hintergrund aktiven Dienste etc. auszumisten. Bei Win 7 haben diese ja noch mal enorm zugenommen, dazu kommen meist div. Programme und Dienste des PC-Herstellers oder div. Software. Schon aus Prinzip, aber natürlich auch, um unnötiges Ausbremesen des Systems zu vermeiden, möchte ich auch hier gerne ausmisten und habe das zum Teil auch schon getan. Aber es ist doch deutlich komplexer und unübersichtlicher als früher und im Netz findet sich zwar alles, aber eben auch viel fragwürdiges. Hast du hier vielleicht ein paar Tipps, wo man fundierte und auch verständliche Informationen dazu findet, was man abschalten kann und wie man dieses Thema optimiert?

Ich weiß, viele Fragen, aber du meintest ja, ich solle sie stellen :-)

VG

Sven



Geschrieben von slinx am 10.06.2016 um 13:56:

 

Zitat:
Welche konkreten Vorteile würde es denn bringen, nur eine Partition zu behalten?


sehr viele ->warum möglichst wenig Partitionen ?


Zitat:
Das ich ein "Gewohnheitstier" bin und nicht (mehr) so viel Zeit investiere, z.B. nach neuen Softwareversionen oder gar Alternativen zu suchen, hast du ja schon bemerkt :-). Ich benutze seit langem "CCleaner", um den PC gelegentlich aufzuräumen sowie "Auslogics DiskDefrag" zum Defragmentieren. Ich bin mit beiden Tools im Grunde immer noch zufrieden, sie scheinen ihren Job gut zu erledigen und die PC's laufen danach i.d.R. eine Weile besser und schneller. Würdest du hier zu anderen Programmen raten?


externe Defrag Tools sind in Verbindung mit SSDs obsolet und für HDDs genügt die windows eigene Defragmentierung völlig

aber auch dazu gibt es hier reichlich Content:

CCleaner - die Anleitung und der Workaround

SSD Optimierungen, Tipps, Tricks und FAQs


vom basteln an den Diensten kann ich nur dringend abraten:

Windows 7 - Diensteoptimierung -Workaround- in Planung?


alles andere überlasse ich JT452



Geschrieben von JT452 am 10.06.2016 um 20:30:

 

@slinx:
Danke für die Erklärungen.

Zurück zum Thema:
Wenn ich es richtig verstehe, soll die OEM-Partition gelöscht und der gesamte Speicherplatz für Windows 7 und Programme zur Verfügung stehen. Dazu habe ich bereits Vorschläge gemacht. Wenn Du die verlinkten Tools nicht nutzen möchtest, musst Du halt mit Deiner veralteten Version die Vorschläge umsetzen. Da kann ich nicht helfen, weil ich das Tool nicht nutze.

Was Du mit der HDD letztlich machst, bleibt natürlich Dir überlassen. Wir geben Empfehlungen, damit das System störungsfrei läuft und der Verwaltungsaufwand für die Hardware im normalen Rahmen bleibt. Dazu haben wir die bereits von slinx verlinkten Artikel und noch einige mehr.

Tätig werden musst Du, lass uns aber wissen, wie und womit Du vorgegangen bist und zu welchem Ergebnis es geführt hat.



Geschrieben von sventke am 15.06.2016 um 10:11:

 

Hallo,

ich muss mich aktuell leider erst mal ums Geschäft kümmern, aber sobald ein paar Stunden Luft sind, werde ich die Sache anhand eurer Tipps und Hinweise angehen und lasse euch natürlich das Ergebnis wissen.

Das Schöne ist, dass ich im Notfall bzw. bei Problemen jederzeit das aktuelle kleine SSD-Modul wieder reinschieben kann. In solch komfortabler Situation befindet man sich ja nicht immer.

Bis dann



Geschrieben von JT452 am 15.06.2016 um 18:45:

 

Okay,

danke für die Info, wir sind gespannt.



Geschrieben von sventke am 19.06.2016 um 14:19:

 

Hallo zusammen,

folgendermaßen bin ich nun vorgegangen:

ich habe mir die UEFI-Version von GloneZilla 2.4.6-25 als ISO runtergeladen und auf DVD gebrannt (ich habe mich im ersten Ansatz für CloneZilla entschieden, weil ich damit schon mal erfolgreich gearbeitet hatte und ein wenig den Aufwand gescheut habe, mich in eine neue Clone-Software einzuarbeiten).

Nach dem Booten von der CloneZilla-DVD habe ich dann im ersten Schritt die 3 ersten Partitionen der original SSD (also bis zur Partition, die Laufwerk C:\ mit dem Betriebssystem enthält) in einem Image auf einen USB-Stick gesichert.
Im zweiten Schritt habe ich dann noch die beiden restlichen Partitionen (also die OEM-Partition und die Lenovo-Wiederherstellungspartition) in einem eigenen Image ebenfalls auf den Stick gesichert.

Nach dem Einsetzen der neuen SSD habe ich dann das erste Image mit den ersten 3 Partitionen zurückgespielt und im Anschluss einfach unter Windows die Partition, die Laufwerk C:\ enthält, um den gesamten noch freien Speicherbereich erweitert.
Die beiden Image habe ich mir zur Sicherheit auf mein NAS gezogen und außerdem habe ich ja die alte SSD im Originalzustand noch im Schrank liegen.

Der PC läuft bis jetzt ohne Probleme, allerdings gefühlt ungefähr doppelt so schnell. Auch das Booten geht nun schneller. Ob das nun mit dem deutlich größeren Speicher oder mit den recht groß angegebenen Schreib- und Leseraten der neuen SSD zusammenhängt, vermag ich nicht zu beurteilen. Auf jeden Fall war es ein voller Erfolg.

Ich habe CloneZilla zwar im Experten-Modus laufen lassen und dort im wesentlichen die Standardeinstellungen übernommen, allerdings habe ich beim Thema Partitionstabelle eine andere Einstellung gewählt: Standard wäre "keine Partitionstabelle erstellen", ich habe mich für "proportionale Partitionstabelle erstellen" entschieden, da ich angenommen hatte, dass so eine Partitionstabelle anhand der 3 zurückzuspielenden Partitionen erstellt würde. Man hätte u.a. noch "Partitionstabelle aus Image verwenden" auswählen können, aber ich kann mir vorstellen, dass diese der Originaltabelle der alten SSD entspricht und damit würde sie auf 5 Partitionen verweisen.

Könnt ihr mir hierzu vielleicht noch ein paar Infos geben, etwa ob "keine Partitionstabelle erstellen" abenfalls funktioniert hätte oder wie es sich mit der Originaltabelle beim partiellen Sichern von Parrtitionen verhält?



Vielen Dank noch mal für die Hilfe!

Viele Grüße

Sven



Geschrieben von Radommi am 16.07.2016 um 19:36:

 

Zitat:
Könnt ihr mir hierzu vielleicht noch ein paar Infos geben, etwa ob "keine Partitionstabelle erstellen" abenfalls funktioniert hätte oder wie es sich mit der Originaltabelle beim partiellen Sichern von Parrtitionen verhält?


jetzt wo das System angeblich läuft, erscheint mir diese Frage ziemlich akademisch



Geschrieben von Athena am 24.07.2016 um 12:20:

 

das denke ich auch, zumal man diese Optionen ja einfach mal selbst ausprobieren könnte

wir danken allen Beteiligten und archivieren das Thema


-closed-

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