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Geschrieben von Cerberus am 07.04.2009 um 18:08:

Achtung Lian Li PC-9B Midi Tower

Lian Li PC-9B Midi Tower







Einleitung:

Unser kleines Lian Midi Tower Roundup geht in die zweite Runde und enthüllt eine absolute Premiere: das Lian Li PC-9 Gehäuse. Dieser neue Midi Tower hat naturgemäß noch keine glorreiche Vergangenheit und Fanclubs in aller Welt, was wir aber auch nicht unbedingt als Nachteil ansehen. Zu gerne wird sich auf altem Ruhm ausgeruht und der Blick für Innovationen verschlossen.
Ein moderner Lian Li Midi Tower sollte einige Facetten bieten, damit er von der Kundschaft als Objekt der Begierde akzeptiert wird. Nicht zu groß und trotzdem viel Platz, elegant und zeitlos im Design, allerbeste Verarbeitung, dezente aber wirkungsvolle Belüftung, unbegrenzte Modding Optionen, technische Innovationen wo es nötig und sinnvoll erscheint. Ein Widerspruch jagt den Nächsten? durchaus nicht, was wir aufgezählt haben ist das Lian Li Einmaleins,wie es die Kunden seit Jahren fordern und erwarten. Schauen wir uns also gemeinsam an, ob das PC-9 Gehäuse dieser Liste gerecht wird, viel Vergnügen beim Lesen...




Lieferumfang:

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• Lian Li PC-9B Midi Tower in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial incl. Schrauben und Thumbscrews
• 4x Festplattenrahmen
• 4x SATA Kabel
• Piezo Lautsprecher
• Abstandshalter incl. Spezialeindreher • bebilderte mehrsprachige Anleitungen




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Chassis: Aluminium gebürstet und anodisiert
• Frontverkleidung: Aluminium (1,2 bis 1,5mm stark)
• Seitenteile und Deckel: Aluminium
• Mainboardschlitten: nicht vorhanden
• Farbe: schwarz
• Abmessungen: 209mm x 435mm x 488mm (B x H x T)
• Formfaktor: ATX, Micro-ATX
• Gewicht: ca. 5,14 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 7
• max Netzteilgröße: bis zu 300mm Einbautiefe
• Lüfter:
- System Lüfter (HDD-Käfig): 120mm / 1500 RPM
- System Lüfter (Heck) 120mm / 1500 RPM
• I/O Panel: 2x USB 2.0, 1x HD Audio OUT, 1x Microfon, 1x Firewire, 1xeSATA
• Laufwerksschächte: 5x5.25" extern, 4x3,5" intern (in Hotswap-Käfig)
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Varianten: schwarz und voraussichtlich auch silber
• aktueller Markt-Preis: ca. 159,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:

CPU
Intel Core2 Duo E8600
CPU-Kühler
Thermalright ultra 120 extreme
CPU-Lüfter
Scythe Slipstream 1200
Mainboard
Asus P5E64 WS Evolution
Grafikkarte
XFX Geforce 8800 ultra
Soundkarte
Sound Blaster X-Fi XtremeGamer Fatality
Arbeitsspeicher
Corsair TW3X4G1600C9DHXNV DDR3-1600 4GB Dualkit
Festplatten System
2x Western Digital VelociRaptor a´ 300GB SATA II RAID-0
DVD-Brenner
Plextor PX-760 SATA
Diskettenlaufwerk
Scythe Combo-Laufwerk
Netzteil
Enermax Modu82+ 625 Watt
Betriebssystem
Windows XP Prof. SP 3 und Vista Ultimate 64Bit SP1 im Dualboot




Verarbeitung und Technik:

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Auch das neue PC-9B (B steht für Black, also schwarz) Gehäuse hält sich mit stylistischen Schnörkeln vornehm zurück und glänzt durch solide Zurückhaltung. Wem das zu schlicht ist, der wäre bei Lian Li defintiv auf der falschen Baustelle.
Die Verarbeitung ist fernab jeder Kritik, kaum ein Aluminium Gehäusebauer erreicht so edle Oberflächen, da spürt man die jahrzehntelange Erfahrung auf jedem Quadratzentimeter. Wie bei allen aktuellen Lian Li Gehäusen, wurde das IO-Panel von Grund auf neu gestaltet und benutzerfreundlicher plaziert. Man erreicht alle Knöpfe und Anschluß-Ports ohne Verrenkungen, egal wo das Gehäuse aufgestellt wird. Die Ein-Ausschaltknöpfe sind ebenso aus Aluminium gefertigt worden, exakt wie der Reset Knopf sowie der Verschlußdeckel für das I/O Panel, das mit einem satten Plopp schließt Der gerne vergessene eSATA Port ist auch mit an Board, so daß diesmal der I/O Port wirklich komplett bestückt wurde.
Auf das Schloß an der Frontverkleidung und dessen Inhalt gehen wir noch im eigentlichen Testsegement sehr intensiv ein, ihr verpaßt also keine wichtigen technischen Details. Der sichere, rutschfeste und geringfügig entkoppelte Stand des Gehäuses wird durch Gummi-Standfüße bewerkstelligt, nicht sonderlich attraktiv, aber wirksam. Wer das Gehäuse gerne auf die Aluminium-Rollen aus dem Lian Li Katalog stellen möchte, kann dies bedenkenlos tun, sie passen problemlos unter das Gehäuse und wirken auch optisch wesentlich besser.

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Die Funktions-LEDS finden wir an der Stirnseite der Frontverkleidung, wo einerseits der Betrieb des Systems und andererseits die Festplattenzugriffe optisch dargestellt werden. Das Ganze bleibt aber dezent und nervt nicht mit zu greller Untermalung.
Sehr schade ist die Tatsache, das werksseitig kein Disketteneinschub respektive 3,5" Einschub vorhanden ist. Diese Technik mag anachronistisch anmuten, hat aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile viele Mainboard-Hersteller wieder empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten? Außerdem gibts es auch von Lian Li sehr schnuckelige und technisch ausgereifte Cardreader, die man ohne Einschub ebenfalls nicht einbauen kann.
Lian Li bietet einen entsprechenden 3,5 Zoll Einschub nur gegen Aufpreis:

Lian Li MF-515B 3,5 Zoll Kit - black


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Die Verarbeitung des Einschubs stellt sich analog zur Gehäusequalität dar und harmoniert vorzüglich mit dem Finish des schwarzen Lian Li Gehäuses. Das Ganze ist natürlich auch in einer silbernen Variante erhältlich.
Die Verarbeitung der Heckpartie unterscheidet sich erfreulicherweise nicht vom Gehäuserest, da existiert keine Ecke, die nicht akribisch bearbeitet wurde. Das Gitter des 120mm Heck-Lüfters läßt sich entfernen, das erspart Verwirbelungsgeräusche. Deutlich erkennbar sind die beiden Schlauchdurchführungen für die optionale Wasserkühlung, ein weiteres Feature, das mittlerweile bei kaum einem neuen Lian Li Gehäuse fehlt.
Die Belüftungsschlitze der PCI-Slot Abdeckungen fließen so langsam ebenfalls in alle neuen Lian Li Gehäuse ein. Zwingend nötig ist dies nicht, zumal die Be-und Entlüftung des Gehäuses über die Lüfter und das Netzteil mehr als ausreichen sollte. Nachteile erbringen diese Schlitze allerdings auch keine.

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Nach dem Lösen der Thumbscrews, können die sehr genau passenden Seitenteile entfernt werden, wodurch ein erster Blick in den Innenraum geworfen werden kann. Wir hätten uns sehr gerne schwarz mattiertes Finish gewünscht, weil man auf der silbernen Oberfläche wirklich jeden Fingerabdruck zählen kann, was fast schon zwangsläufig die Komplettierung per OP-Handschuhe voraussetzt. Auch der Innenraum weist die Lian Li typische Verarbeitungsqualität auf, scharfe Kanten oder minderwertige Falzen sucht man hier vergebens.
Das Gehäuse erreicht auf der Waage minimal über 5 Kg, da darf man eigentlich keine großartige Verwindungssteifigkeit erwarten, oder doch? Das Gegenteil ist der Fall, durch geschicktes Plazieren von Nieten und Versteifungsstreben wird das Gehäuse sehr gekonnt stabilisiert.
Der herausschraubbare Festplattenkäfig ragt nicht allzuweit ins Gehäuseinnere, so daß genügend Platz für ausladende Steckkarten vorhanden wäre. Neu ist die Platine zur Aufname von insgesamt vier SATA Festplatten oder vier SSDs, die per Hot Swap be-und entladen werden können, ohne das Kabel an-und abgesteckt werden müßten. Dabei ist natürlich zu beachten, das man die SATA Festplatte ordnungsgemäß über das grüne Tray Icon im System abmeldet, damit eben gespeicherte Daten auch erhalten bleiben. Um für Hot Swap gerüstet zu sein, ist das Vorhanden sein des entsprechenden AHCI Treibers nebst Einstellung im Bios allerdings Pflicht !



Warum Lian Li den Lüfter für den Festplattenkäfig quer einbaut, erschloß sich uns nicht. So werden zwar die Festplatten gut gekühlt, aber Frischluft gelangt kaum ins Gehäuse, da die Luft auf der anderen Seite gleich wieder rausgeblasen wird. Lian Li hat dies in seinen anderen Gehäusen mit Hot Swap Platinen deutlich besser gelöst.
Die Beschriftung der einzelnen Kabel ist vorbildlich und sollte niemanden bei der Komplettierung des Rechners vor ernsthafte Probleme stellen. Ausreichend lang bemessen sind auch die jeweiligen Kabellängen, so daß man durchaus in der Lage ist, die Kabel sehr sauber und gerne auch etwas versteckt zu verlegen, damit sie den Airflow im Gehäuse nicht behindern.

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Sehr schön sind die tradionell verschraubten Slotblenden, deren Befestigungsgewinde übrigens wieder stabiler ausgeführt sind, eine deutliche Steigerung im Vergleich zu früheren Gehäusen. Die große zentrale Öffnung der Mainboard-Aufnahme erleichtert den EIN-und Ausbau des CPU-Kühlers, so daß gegebenenfalls das Mainboard nicht ausgebaut werden muß. Der hintere 120mm Lüfter sitzt hinten im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Auf Grund der schnörkellosen Befestigung, wäre es kein Problem, den Lüfter mit entsprechenden Gummistiften zu entkoppeln. Aber was für ihn gilt, gilt auch für den vorderen 120mm Lüfter, Lüfterentkoppelungen sind leider Fehlanzeige.
Die Passgenauigkeit der Seitenteile ist sehr hoch, durch die kleinen silbernen Klammern am Gehäuse Chassis wird verhindert, das die Seitenteil durch Schwingungen oder Vibrationen ein Eigenleben entwickeln, was bei Aluminium Towern und auch Lian Li Gehäusen früherer Baureihen ja leider sehr oft der Fall war. Auf den Netzteileinbau gehen wir im Kapitel Komplettierung noch detalliert ein, denn diesbezüglich sollte man schon einige wichtige Aspekte beachten.




Die Komplettierung:

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Die sehr stabile Aluminium Frontverkleidung läßt sich sehr leicht mit einem minimalen Ruck entfernen, wobei die Verschlußclips sehr widerstandsfähig ausgelegt wurden, so daß man nicht so bald mit ihrem vorzeitigen Ableben rechnen muß. Der Staubfilter (Meshblenden) für die Laufwerke sind so leicht zu entnehmen und so sehr komfortabel auswaschbar.
Hinter den Blenden befinden sich glücklicherweise keine weiteren Blenden, die womöglich auch noch herausgebrochen werden müssen. So kann das Gehäuse immer wieder in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden. Die Blenden als solche weisen eine hohe Passgenauigkeit auf und lassen sich leicht und überwiegend kratzerfrei klemmen. Der Gehäusedeckel kann über vier Schrauben komplett entfernt werden, das dürfte insbesondere die Fraktion der Wasserkühler-Freunde sicherlich interessieren, um eventuell Radiatoren unterzubringen.
Einen wichtigen Schalter wollen wir keinesfalls unterschlagen, den dreistufigen Schalter für die Lüftersteuerung. Leider wurde er so integriert, das die Frontverkleidung entfernt werden muß, um ihn zu nutzen, das geht nun wirklich komfortabler.
Die Gehäuserückseite verfügt zwar nicht über den so praktischen Mainboardschlitten, aber zumindest über genügend Öffnungen, um die Kabel versteckt und airflowfreundlich zu verlegen.

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Die Mobilmachung für die Hot Swap Funktionalität geht sehr schnell vonstatten, dazu bereitet man seine Festplatten entsprechend vor und verschraubt sie mit einem der mitgelieferten Rahmen. Abschließend wird die Festplatte eingeschoben und arretiert. Wer möchte, kann die kleine Frontklappe verschließen, was aber relativ wenig Sinn macht, solange die Mächte der Finsternis das System ein und ausschalten können, denn die Daten sind so natürlich keinesfalls vor unauthorisiertem Zugriff geschützt, dazu muß die Festplatte schon entfernt werden. Von einer Entkoppelung kann bei diesem Konstrukt allerdings kaum die Rede sein, auch wenn der Rahmen samt Schienenkonstrukt die Festplattengeräusche minimal filtert.

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Die Integration der optischen Laufwerke sollte niemanden vor unüberwindliche Hürden stellen, dazu müssen lediglich die Blenden herausgenommen und die Laufwerke eingschoben werden, bis die neuen Arretierungen einrasten. Natürlich sind solche Easy-Clip Mechanismen o.ä. einfacher und schneller verwendet, aber das sichere Verschrauben der Laufwerke ist im Grunde durch nichts zu ersetzen, auch wenn es etwas länger dauert, was wir trotz alledem bevorzugen.
Eines der beliebtesten Lian Li Tools darf natürlich nicht fehlen, der legendäre Ein-Ausdreher für die Mainboard Abstandhalter gehört zu den häufigsten Fehlbeständen in gebrauchten Lian Li Gehäusen, keine wirkliche überraschung oder...? Der Einbau des Netzteils kann wie bereits erwähnt im schon entsprechend vorbereiteten unteren Gehäusebereich erfolgen. Nun könnte man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung. Die Problematik ist nur, das Lian Li auf Belüftungsöffnungen dort unten verzichtet, insofern können wir das Netzteil auch gleich mit Lüfter gen Innenraum verbauen, was wir eindeutig bevorzugen, denn das Netzteil darf sich gerne am Abtransport der Abwärme aus dem Gehäuse beteiligen, zumal es dann immer noch genug für seine Eigenkühlung tut. Da das Netzteil gen Innenraum nicht hermetisch abisoliert ist, gelangt ohnhin Abwärme aus dem Innenraum ins Netzteil, egal welche Einbaurichtung bevorzugt wird und unten positionierte heiße Soundkarten (bis 50°C) sind sicherlich dankbar für diese Unterstützung. Allerdings sollte euer Netzteil für diese Position auch über ausreichend Kabellänge verfügen, weil der Weg von unten nach oben zum Mainboard einige cm weiter ist, als umgekehrt, da hilft dann nur ausprobieren, wir hatten diesbezüglich mit dem Zalman ZM-660XT keine Probleme.

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Platz ist mehr als ausreichend vorhanden, so daß sowohl übergroße Tower-Kühler, überlange Grafikkarten, als auch überlange Netzteile verbaut werden können. Zu beachten ist allerdings, das die optischen Laufwerke in den unteren 5,25" Schächten nicht zu lang sind, sonst kann es sehr zugehn, denn die Grafikkarte sitzt genau vis-à-vis.
Damit wären die Einbauoptionen samt Stolpersteine besprochen, wem optische Attribute fehlen, kann die Lüfter natürlich nach eigenem Gusto gegen entsprechende LED Varianten austauschen, oder Kaltlichtdioden einbauen...




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker in sich, darum stellen sie für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.

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Noiseblocker
Multiframe M12-S1
Leistungsaufnahme
2,74 Watt
Betriebsspannung
6 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
750 U/min (+/- 10%)
max. Volumenstrom
58 m³/Std
Lautstärke
ca. 8 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
ca. 50 cm
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker
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Noiseblocker
Multiframe MF12-S2
Leistungsaufnahme
2,91 Watt
Betriebsspannung
4,5 bis 13,8 Volt
Lüfterblätter
7
Nabendurchmesser
40mm
Lüftergehäuse
PBT 30% GS, PC, Silikon
Gewicht
150g
Abmessungen
120 x 120 x 25mm
Nenndrehzahl
1250 U/min ( + /- 10% )
max. Volumenstrom
87 m³/Std
Lautstärke
ca. 19 dBA
Lagerung
NB Nano-SLI Gleitlager
beleuchtet
nein
Tachosignalleitung
ja
Kabellänge
50 cm sleeved
Anschluß über...
3-pin Molex
MTBF in Stunden
ca. 160.000 Stunden
Garantie
6 Jahre
Extras
4 Schrauben
Entkoppelung
bereits integriert
Preis
21,95 €
Bezugsquelle
Noiseblocker





Der Gehäuse-Test:

Das komplettierte System wurde eine Stunde lang über den Systemstabilitätstest von Everest "vorgeglüht" und über das BIOS, Everest Ultimate 5.01.1706, Core Temp 0.99.4 und HW Monitor 1.13 anschließend die Temperaturen ausgelesen, wobei wir Last über einen einstündigen 3DMark 2006 Loop erzeugten, die Zimmertemperaturen betrugen bei allen Tests 20°C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Der Hersteller hat auf unseren Wunsch hin den Messbereich aber auf 5 bis 75 dBA reduziert, so daß wir auch geringere Bereiche berücksichtigen können. An dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank für diesen tollen Service. Die Umgebungsgeräusche wurden dabei so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen.
Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.

Idealerweise sollte der Kühlkreislauf folgendermaßen aussehen:



Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den 7 Volt Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman Steuerung entsprechend herunter:




CPU-Temperaturen -idle- ->35°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -idle- ->39°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->53,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -idle- ->57,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->55°C bei 12 Volt Ansteuerung
CPU-Temperaturen -Last- ->59,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->69°C bei 12 Volt Ansteuerung
Grafikkarte -Last- ->72°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->31,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -idle- ->33,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->26°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -idle- ->29,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->31°C bei 12 Volt Ansteuerung
Gehäuse-Temperaturen -Last- ->32,5°C bei 7 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->33,5°C bei 12 Volt Ansteuerung
Festplatten (VelociRaptor) -Last- ->36,5°C bei 7 Volt Ansteuerung


Eines ist adhoc offensichtlich, der quer eingebaute Frontlüfter liefert nicht allzu viel Frischluft ins Gehäuse, was sich deutlich in 4 bis 5°C höhere Temperaturen niederschlägt, wenn wir den direkten Vergleich mit dem PC-60FW ins Kalkül ziehen.
Was die Geräuschkulisse angeht, existiert ebefalls noch Optimierungsbedarf, aber der Reihe nach:
In der Stufe H laufen die beiden 120mm Lüfter mit knapp 1458 U/min und erzeugen 28,5 dBA (0,9 sone). In Stellung M reduzieren die 120mm Lüfter ihre Rotation auf 1191 U/min und erzeugen 21,5 dBA (0,2 sone). Die Stufe L bewirkt folgende Resultate: die 120mm Lüfter rotieren nur noch mit 998 U/min und erzeugen dabei 17 dBA (0,1 sone). Wer es also gerne leise mag, wird an Stufe L kaum vorbeikommen, wobei eine reinrassige Lüftersteuerung deutliche Vorteile bietet, die Lian Li mit diesem recht simplen 3-Stufen Schalter einfach nicht leistet. Die Lagerung der Lüfter bewerten wir als befriedigend bis gut, bei 7 Volt sind minimale aber nicht störende Klappergeräusche zu hören, wie sie eben bei Kugellagern zum "guten Ton" gehören. Bei 5 Volt Ansteuerung lief keiner der beiden 120mm an, so daß zumindest bei unserem Testsample keine größeren Optimierungen mehr möglich waren.
Zu diesem Thema sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft !
Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...
Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch drei entsprechende Artikel ans Herz legen, die eure Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008

Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke hielt sich trotz unserer lauten Raptoren noch in erträglichen Grenzen. Die Festplattenaufnahmen bewirken nur eine minimale Entkoppelung und somit Reduzierung der Zugriffsgeräusche, können aber naturgemäß mit expliziten Dämmboxen und auch mit den sonst verbauten Lian Li Entkoppelungen nicht konkurrieren, so daß entweder leise Festplatten (Samsung F1 320GB), oder entsprechende Dämmboxen verwendet werden müssen. Die Raptoren "lärmen" in der Lian Li Entkoppelung mit 30,5 dBA (1,1 sone) (idle) und 37,5 dBA (2,3 sone) unter Last. Professionelle Dämmboxen wie die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken.
Insgesamt bietet das Lian PC-9 Gehäuse auf Grund seiner hohen Verwindungssteifigkeit aber eine sehr gute Grundlage, um ein leises System aufzubauen. Dazu bedarf es, neben leisen Komponenten (Festplatten und Lüfter), einer Lüfter Entkoppelung ebenso, wie einer reinrassigen Lüftersteuerung für die Feinabstimmung. Wenn das alles keine vordringliche Rolle spielt, wäre der Aufwand diesbezüglich natürlich deutlich geringer respektive entfällt völlig.
Das gefürchtete Seitenwandklappern oder Dröhnen bleibt beim Lian Li weitestegend aus, das liegt einerseits am verbesserten Materialaufwand und natürlich an den Spreizklammern, die sehr viel Ungemach diesbezüglich abfedern.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Das Lian Li PC-9B Gehäuse reiht sich rein optisch nahtlos in die Riege der erstklassigen Midi Tower aus Taiwan ein. Die Qualität der Aluminium Profile ist über jeden Zweifel erhaben und unterstreicht exakt das Image, das sich Lian Li in den letzten Jahrzehnten erarbeiten konnte.
Rein technisch sind wir allerdings gar nicht zufrieden, zumal der Preis wesentlich mehr impliziert, als tatsächlich vorhanden ist. Ein Mainboardschlitten fehlt ebenso, wie eine adäqaute Entkoppelung der Lüfter oder Festplatten. Der Festplattenkäfig mit dem seitlichen Lüfter gehört 90° gedreht ins Gehäuse und eine Lüftersteuerung sollte man auch ohne Entfernung der Frontverkleidung erreichen können.
Zur besseren Übersicht darum noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• zeitloses Design, wertige Haptik
• hervorragende Verarbeitung
• sehr gute Ausstattung
• sehr passgenaue und klapperfreie Seitenteile
• rutschfester Stand
• sehr sinnvoll plaziertes I/O Panel
• gutes Platzangebot
• 3-stufige Lüftersteuerung
• Schlauch-Durchführungen für Wasserkühlung vorhanden
• auswaschbare Staubfilter (Mesh-Blenden)
• SATA Hotswap-Option integriert (abschließbar)
• Kompatibilität zu überlangen Netzteilen
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten (eingeschränkt)
• Kompatibilität zu übergroßen Tower-Kühlern
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Verkabelung ausreichend lang bemessen
• noch ausreichende Kühleigenschaften
• durchaus akzeptable Lüfter

Minus:
• kein seitlicher Staubfilter
• keine Lüfterentkoppelung
• kein Mainboardschlitten
• keine Halterung für 3,5 Laufwerke vorhanden
• Festplattenkäfiganordnung suboptimal
• keine Festplattenentkoppelung
• für das Gebotene zu teuer (ca. 159,90 €)

Insgesamt betrachtet gefällt uns das PC-60FW eindeutig besser, weil es einfach ausgewogener durchkonstruiert ist und weniger Stockfehler vorzufinden sind. Das PC-9B Gehäuse wird trotzdem gekauft werden und sei es nur wegen der Hotswap Option, die zweifellos zu den Highlights dieses Midi Towers zählt, auch wenn sich Lian Li dieses Feature fürstlich bezahlen läßt...




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Lian Li PC-9B Midi Tower erhält den PC-Experience Award in Silber






Weiterführende Links:


Lian Li


Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus



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