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Posted by $posts[username] on 11.03.2009 at22:29:

 

AMOKLAUF IN BADEN-WÜRTTEMBERG

da bleibt einem das Abendessen im Hals stecken nenedu
jetzt gehen auch wieder die alten Diskussionen los, die auch wieder nichts bringen werden oder?



Posted by $posts[username] on 12.03.2009 at00:26:

 

die alten Diskussionen werden wieder losgehn und diese Kolumne ist aktueller denn je

aber wie krank muß es bei dem zuhause gewesen sein, wenn der Vater die ganze Wohnung voller Waffen hat?

schlimm schlimm nenedu



Posted by $posts[username] on 12.03.2009 at06:52:

 

was für eine unfassbare sche....
die Betroffenen haben mein Mitgefühl
aber s elbst wenn Vati im Schützenverein ist, wieso braucht er 16 Schusswaffen und lasst den Sohn auch noch ran? böse



Posted by $posts[username] on 12.03.2009 at08:14:

 

Die Frage wird hoffentlich der Staatsanwalt klären können. Ich finde, Schusswaffen gehören in keinen privaten Haushalt. Die Dinger sollten in Tresoren im Schützenverein verbleiben und basta.

Ob der Typ sich von dem Amerikaner hat "motivieren" lassen? In den Nachrichten kommt gerade die Anmerkung, dass auffällig viele Frauen unter den Opfern sind. Mal abwarten, was die Justiz rausfindet.



Posted by $posts[username] on 12.03.2009 at14:07:

 

Schrecklich, keine Frage nenedu - die Zeiten, in welchen man sich nicht mehr aus dem Haus trauen kann sind nicht mehr weit.

Es wird auch nicht lange dauern, bis wieder als Schuldiger ein Computerspiel (oder irgend etwas anderes) hinzugezogen wird, wie gut, dass es so einen Sündenbock mit dem breiten Kreuz gibt. Und wie einfach, denn dann muss man sich keine Gedanken mehr dazu machen.
So lange bei solchen Taten immer nur auf die externen Gegebenheiten geschaut wird, ändert sich nie etwas.

Es macht mir niemand weis, dass jemand auf die Idee kommt einen anderen zu erschießen, nur weil er die Gelegenheit hat, eine Waffe zu ergreifen. Trotzdem gehören Schusswaffen nicht in Privathaushalte.

Wie ich eben las, hat der Täter sein Vorhaben angekündigt, der Internetfreund nahm es nicht ernst? Warum? Keine Courage? Oder schlimmer noch: kein Interesse?

Das Problem ist vielschichtig und liegt auf keinen Fall an der Oberfläche. Wir Menschen brauchen Orientierung, einen Rahmen, in welchem wir uns bewegen können, das wird gegeben durch Vorbilder, durch Ideale, durch Verstand, Interesse und Anteilnahme an Mitmenschen, durch Werte und durch Wurzeln.
Wenn ich mich so umsehe und versuche das zu finden, dann ist davon kaum mehr etwas übrig. Eine Gesellschaft die auf Bildung pfeift und stattdessen Dummheit verherrlicht; heilig und unantastbar ist überhaupt nichts mehr, keine Grenzen - und Hemmschwellen so niedrig wie Fußabtreter. Aber ich höre mal lieber wieder auf, obwohl man das noch stundenlang so weiterführen könnte. Eine Lösung habe ich nicht, dazu müsste sich wohl zu vieles ändern, was schon nicht mehr möglich ist. Einfach nur traurig nenedu .



Posted by $posts[username] on 13.03.2009 at08:38:

 

ich muß zugeben, ich kannte die Kolumne von Cerberus leider nicht, aber sie beinhaltet alles das, woran es krankt, wirklich ganz vortrefflich geschrieben

denn es geht ja wieder los, die hilflosen und strunzdummen Politiker (ich weiß, ist auch pauschal) fordern ein Gewaltspiel Verbot und die Medien streuen die üblichen Polemik oben drauf, dieses Gemisch wird auch jetzt wieder dazu beitragen, das sich nichts ändert
ich hoffe nur, das die Spieleindustrie sich endlich mal massiv gegen diese unerträglichen Verunglimpfungen wehrt böse



Posted by $posts[username] on 13.03.2009 at16:45:

 

Es wird wieder so sein das irgendwelche schlipstragenden "Internetausdrucker" sich profilieren wollen und durch solche tragischen Vorfälle sich wieder ins Gespräch zu bringen.
Wie der Beckstein das letzte mal seine Klappe soweit aufgerissen hat, das man seinen Firmungskuchen sehen kann aber von Tuten und blasen keine Ahnung haben. Für den is ne Maus NUR das Nagetier was die Katz fängt. Er lässt sich auch jeden Morgen von seiner Sekretärin zur Information das -Zitat: "Internet ausdrucken". Noch nie nen Computerspiel gespielt aber ALLES wissen.
Mit solchen Leuten an der macht MUSS man baden gehn, weil die das nicht nur in diesm Fall so machen sondern so viele Entscheidungen treffen über Sachen wovon sie nicht die spur einer Ahnung haben.
Wenn die ihr geld verdienen müssten würden sie bettelarm unter ner Brücke hausen, aber nein sie kriegen für den Mist den sie verzapfen auch noch vorne und hinten alles reingeblasen.

mfg
Python



Posted by $posts[username] on 13.03.2009 at19:40:

 

Die Kolumne von Cerberus zeigt sehr gut ein gut Teil der Ursachen auf.

Wir sollten uns hüten, "Killerspiele", legalen Waffenbesitz usw. dafür verantwortlich zu machen. Das sog. Killerspiele für Gewaltausbrüche verantwortlich sind, konnte bisher in noch keiner wissenschaftlichen Untersuchung bestätigt werden und legale Waffen sind in D. zu 0,02% an Gewaltdelikten(mit Schußwaffen) beteiligt. In England stieg nach dem Verbot des Besitzes legaler Faustfeuerwaffen deren Anwendung bei Gewaltdelikten(mit Schußwaffen) auf über 300% an.
In dem hier diskutierten Fall begünstigte vermutlich der verantwortungslose Umgang mit legalen Waffen ein tragisches Geschehen. Wenn dieser Zugang fehlt, schafft man sich Ersatz.
Siehe hier: http://nachrichten.t-online.de/c/18/09/62/26/18096226.html
Es gibt zahllose Seiten im Netz, auf denen detailliert der Bau von Bomben usw. beschrieben wird.

Mittlerweile gibt es aber wissenschaftliche Untersuchungen zur Rolle der Medien bei der Entstehung solcher Horrorszenarien. Der Sensationsjournalismus schafft die Plattform, wenigstens einmal im Leben im Mittelpunkt zu stehen.
Wenn ich lese, das sog. Journalisten versucht haben zu den aufgebahrten Särgen der Opfer zu gelangen, dann kriecht in mir eine kalte Wut hoch. Sorry. Ist das die so gerühmte Pressefreiheit?

Cerberus hat es auf den Punkt gebracht: "Es gibt in D. mehr Tierschützer, als Kinderschützer!"



Posted by $posts[username] on 13.03.2009 at19:50:

 

ich hab die Kolumne und die Kommentare aus dem Stammtisch zum neuen Amoklauf mal hier vereinigt Augenzwinkern

Athena



Posted by $posts[username] on 13.03.2009 at20:46:

 

quote:
Original von charlyman
Der Sensationsjournalismus schafft die Plattform, wenigstens einmal im Leben im Mittelpunkt zu stehen.

Guter Punkt!

Das mit den Journalisten ist mir auch aufgefallen, als ich die Zeitung aufschlug, ein Bild der trauernden Schüler - nebendran ein Mann mit Videokamera. Wie ekelhaft sensationsgeil kann man nur sein?! Diese Welt ist krank, zumindest ein großer Teil davon.

cu
Heaven



Posted by $posts[username] on 13.03.2009 at21:30:

 

Das traurige dabei ist ja, dass es einen "Markt" für diese Art von Journalismus gibt. Und da sind wir wieder bei den durch Cerberus beschriebenen gesellschaftlichen Ursachen.

Es läuft doch immer nach einem Muster ab:
1. Sensationsgeile Darstellung, durchtränkt mit scheinheiligen Fragen nach den Beweggründen der Tat.
2. Da man an den Ursachen die zu solchen Taten führen nichts ändern möchte, schlägt man den Hund und nicht den Hundeführer.
3. Ist dann das Thema fast erschöpft, werden krampfhaft Fehler bei den handelnden Polizeikräften u.a. gesucht. Zur Zeit ist da wohl der zuständige Innenminister am Haken der ach so objektiven Berichterstattung. Sicher kommt auch noch die Frage, warum die handelnden Polizisten dem "Täter" 2X in die Beine schossen und nicht gleich den finalen Schuss abgaben. War der Täter aber nicht auch ein Mensch? Ein junger Mensch, der durch seine Umwelt geformt wurde!?
4. Und spätestens jetzt, kommen die politischen Hinterbänkler in`s Spiel. Sie möchten ja auch mal ins Licht der Öffentlichkeit und stellen dann sinnlose Forderungen nach Verboten und noch schärferen Gesetzen usw. auf.

Und so werden ganz sicher wieder einige gesetzliche Schnellschüsse verabschiedet, die weder an den Ursachen, noch an der Wiederholbarkeit etwas ändern.



Posted by $posts[username] on 14.03.2009 at01:05:

 

guten Abend
ich hätte mir eigentlich gewünscht, das meine Kolumne nie wieder ein Thema werden müßte, aber das war ohnehin nur eine kleine Illusion...

...es bringt aber auch nichts, jetzt in den allgemeinen Tenor zu verfallen und auf sinnlose Pauschalierungen mit ebenso sinnlosen Pauschalierungen zu antworten. Sätze wie "die Journalisten" o.ä. sind weit an der Realität vorbei, davon abgesehen ärgert mich sowas persönlich, da ich auch einer bin. Und wenn die Meute das Futter der schwarzen Schafe nicht essen würde, würde sich keiner auf die Jagd danach machen...

Was wir in diesem konkreten Fall brauchen, sind einmal mehr keine Schuldzuweisungen oder Stammtischparolen, sondern wirkliche Änderungen am System, um nur mal ein kleine Beispiele zu nennen:

1. warum gibt es bei uns 4 Millionen unregistrierte Waffen? angeblich arbeitet die Innenmister Konferrenz daran, allein es fehlen die Resultate.

2. Waffen gehören dorthin, wo geschossen wird, ergo in den Verein oder die entsprechenden Sportschützen-Stätten und nicht ins Wohnzimmer, egal ob da nun ein abgeschlossener Bereich ist oder nicht. Natürlich bringt das logistische und finanziellen Aufwand mit sich, aber das sollte uns die Sicherheit wert sein.

3. es muß endlich ein Roundtable zwischen Politik und Spiele Industrie geben, damit diese elende Treibjagd aufhört. Ich persönlich wäre auch für viel regidere Maßnahmen bei der Durchsetzung der USK Richtlinien. Es bringt nichts, wenn auf einem Spiel +16 draufsteht und ein 13 jähriger kauft es sich im Laden, weil er wie 16 aussieht. Das hat nun speziell nichts mit dem Massaker zu tun, aber da hapert es auch noch an allen Ecken und Kanten.

soweit von meiner Seite, alles andere hatte ich bereits geschrieben, wenn ihr euch erinnert...

cu

Cerberus



Posted by $posts[username] on 14.03.2009 at10:01:

 

Hallo,

ich hatte in meinen Beiträgen versucht sachlich zu bleiben und nicht zu pauschalisieren.
Leider findet man aber in den meisten Medien nur Beiträge, die solches nicht zum Ausdruck bringen. Vermutlich werden zu solchen Großlagen dann immer die schwarzen Schafe der Branche geschickt!?

zu 1. Es ist in D. einfacher in den Besitz einer illegalen Waffe zu kommen, als auf legalem Weg zu einem Waffenschein. Dieser "Markt" ist nicht auszutrocknen. Bei ihrem Abzug, haben die Russen hunderttausende Waffen, z.T. für eine Flasche Wodka, an die friedliche Bevölkerung verkauft. Von der Pistole bis zum Granatwerfer.
Das o.g. Beispiel England und auch die verschärften Gesetze einiger amerikanischer Bundesstaaten zeigen, dass gesetzliche Restriktionen kaum eine Lösung bringen.

zu 2. Eine Waffenkammer in einem Vereinsheim soll sicherer sein , als der den hohen deutschen gesetzl. Forderungen entsprechende Tresor in einer Wohnung? Diese Vereinsheime befinden sich meist auf den Schießplätzen im Wald.
Was machen dann die über 300tsd. dt. Jäger?

3. Auch wenn ich die meisten Spiele nicht gerade für päd. wertvoll halte, gesetzliche Vorgaben werden da wohl auch nicht viel bringen. Als Jugendliche haben wir es auch immer geschafft, in Filme der nächst höheren AK zu gehen. Augenzwinkern



Gruß



Posted by $posts[username] on 14.03.2009 at10:25:

 

quote:
Leider findet man aber in den meisten Medien nur Beiträge, die solches nicht zum Ausdruck bringen


mag sein
was andere Medien tun, sollte für PC-Experience aber kein Maßstab sein


quote:
zu 1. Es ist in D. einfacher in den Besitz einer illegalen Waffe zu kommen, als auf legalem Weg zu einem Waffenschein. Dieser "Markt" ist nicht auszutrocknen. Bei ihrem Abzug, haben die Russen hunderttausende Waffen, z.T. für eine Flasche Wodka, an die friedliche Bevölkerung verkauft. Von der Pistole bis zum Granatwerfer.
Das o.g. Beispiel England und auch die verschärften Gesetze einiger amerikanischer Bundesstaaten zeigen, dass gesetzliche Restriktionen kaum eine Lösung bringen.


mir geht es erst mal um die Registrierung, das hat nichts mit Restriktionen zu tun


quote:
Eine Waffenkammer in einem Vereinsheim soll sicherer sein , als der den hohen deutschen gesetzl. Forderungen entsprechende Tresor in einer Wohnung?


das es mit dem Tresor nicht funktioniert hat, haben wir ja leider gesehen



wie sehen denn deine Vorschläge aus, oder habe ich die überlesen?


Cerberus



Posted by $posts[username] on 14.03.2009 at14:31:

 

Ich stimme JT452 zu und ganz zu. Schusswaffen haben im Haushalt nichts verloren und sollten nur im Schützenheim aufbewahrt werden. Selbiges haben Politiker auch diskutiert. In Bayern hält man diese Methode für unsinnig da bei einem eventuellen Einbruch direkt viele Waffen weg wären. Da frag ich mich doch wirklich, ob die wirklich annhemen, dass die Waffen in einem Holzverschlag aufbewahrt werden 0.o Natürlich müsste dafür ein "Bunker" her der denVerein zwar viel kostet aber bitte, die wollen ihren Sport doch weiter ausüben und müssen halt mit dererlei Konsequenzen leben.
Bezüglich der "Killerspiele" kann ich nur folgendes sagen:
Erstens war die Diskussion bis zum Tattag völlig tot und aufeinmal erinnert man sich wieder an diese Debatte. Und zweitens gehe ich davon aus, dass solche Spiele nur bei Leuten mit "Vorschädigung", hinsichtlich Gewalt und zu starkem Frust, auf so fruchtbaren Boden fallen.
Ich gehe doch davon aus, dass jeder normale Spieler weiß, dass ich nicht einfach rauslaufen und jeden abknallen kann.



Posted by $posts[username] on 14.03.2009 at19:18:

 

@Cerberus:
PC-Experience ist für mich unverzichtbar geworden und es liegt mir sehr fern, es auf eine Stufe mit sensationsgieriger Berichterstattung zu stellen.


Ich finde, dass Du die Ursachen in der Kolumne sehr gut beschrieben hast und genau da sollte angesetzt werden.

Die Tatwaffe wurde eben nicht in einem sicheren Tresor verwahrt und der Vater des Amokläufers hat durch seine Nachlässigkeit schwere Schuld auf sich geladen.

Eine Registrierung der illegalen Waffen ist wohl ein Wunschtraum. Wie soll das erreicht werden?

@Revean
Killerspiele sind also nur bei Leuten mit "Vorschädigung" gefährlich"? Amokläufer die eine Waffe benutzen, dazu zählen z.B. auch Messer, Äxte und kontaminierte Kanülen, sind dann also auch nur bei Leuten mit "Vorschädigung" gefährlich? Das beruhigt mich sehr. Übrigens, selbst Backpulver ist zur Herstellung von Sprengstoff geeignet.
Es gibt heute derartig viele "gefährliche Substanzen", dass wir aus jeder Apotheke und jedem landwirtschaftlichen Betrieb einen Hochsicherheitstrakt mit Bunkern machen müssten.
Solange wir nichts an den Ursachen(s. Kolumne) ändern, werden wir diese trag. Ereignisse nicht reduzieren. Ich schreibe bewusst reduzieren. Der Amoklauf ist keine Erfindung der Neuzeit.

Gruß



Posted by $posts[username] on 15.03.2009 at02:26:

 

quote:
Eine Registrierung der illegalen Waffen ist wohl ein Wunschtraum. Wie soll das erreicht werden?


das weiß ich leider nicht
ich weiß nur, das wie gesagt die Innenminister Kofferenz der Bundesländer darüber schon eine Weile diskutieren. Wie das Ganze en detail funktionieren soll, entzieht sich meiner Kenntnis...


cu

Cerberus



Posted by $posts[username] on 15.03.2009 at10:04:

 

quote:
Original von charlyman

@Revean
Killerspiele sind also nur bei Leuten mit "Vorschädigung" gefährlich"? Amokläufer die eine Waffe benutzen, dazu zählen z.B. auch Messer, Äxte und kontaminierte Kanülen, sind dann also auch nur bei Leuten mit "Vorschädigung" gefährlich? Das beruhigt mich sehr. Übrigens, selbst Backpulver ist zur Herstellung von Sprengstoff geeignet.
Es gibt heute derartig viele "gefährliche Substanzen", dass wir aus jeder Apotheke und jedem landwirtschaftlichen Betrieb einen Hochsicherheitstrakt mit Bunkern machen müssten.


Natürlich KÖNNEN die o.g. Gegenstände auch missbräuchlich verwendet werden wie so ziemlich jeder Gegenstand. Aber es ist halt die Frage in welchen Fingern von welchen Personen sie zu finden sind. Natürlich kann ich nicht jedem ansehen ob er potenziel gefährlich ist oder nicht.
Ich gehe mal davon aus, dass du Messer zu Hause hast, jedoch spreche ich dir soviel Sachverstand zu, dass du sehr wohl zwischen Realität und Spiel unterscheiden kannst. Dies meine ich, wenn ich von "Vorschädigung" spreche. Halt das nicht mehr untescheiden Können von Realität und Spiel. Und für diese Leute sind halt die Spiele ein fruchtbarer Nährboden.



Posted by $posts[username] on 15.03.2009 at14:25:

 

hallo
also mit Sachverstand hat das nun garnichts zu tun
das hat im weitestesten Sinne was mit dem sozialen Milieu und der psychischen Situation zu tun und da ist jeder Mensch auf einem anderen Level
ich leite eine Gruppe von körperlich und geistig behinderten Jugendlichen, aber auch Erwachsene mit den unterschiedlichsten Problemen
die lesen natürlich auch Zeitung und schauen Nachrichten und dann kommt die Frage: "kommt der böse Junge auch zu uns?"

das was da in Winnenden passiert, ist furchtbar und ganz schrecklig, darüber sind wir uns wohl alle einig
aber wenn ich mir anschaue, wieviele Menschen jeden Tag auf der Welt sterben, weil sie mit ihrem Leben nicht zurecht kommen, oder weil in den Entwicklungsländern Nahrung und Medikamente fehlen, oder weil wir Waffen in Länder liefern, die sich gegenseitig abschlachten, kommt mir dieser Medien Aufriss nach dem Amoklauf schon fast zynisch vor

100%ige Sicherheit wird es nie geben und alles andere hat Cerberus ja schon sehr schön auf den Punkt gebracht



Posted by $posts[username] on 15.03.2009 at14:49:

 

quote:
Original von charlyman
@Revean
Killerspiele sind also nur bei Leuten mit "Vorschädigung" gefährlich"? Amokläufer die eine Waffe benutzen, dazu zählen z.B. auch Messer, Äxte und kontaminierte Kanülen, sind dann also auch nur bei Leuten mit "Vorschädigung" gefährlich? Das beruhigt mich sehr. Übrigens, selbst Backpulver ist zur Herstellung von Sprengstoff geeignet.
Es gibt heute derartig viele "gefährliche Substanzen", dass wir aus jeder Apotheke und jedem landwirtschaftlichen Betrieb einen Hochsicherheitstrakt mit Bunkern machen müssten.
Solange wir nichts an den Ursachen(s. Kolumne) ändern, werden wir diese trag. Ereignisse nicht reduzieren. Ich schreibe bewusst reduzieren. Der Amoklauf ist keine Erfindung der Neuzeit.


Stimmt schon, aber eine Axt ist primär ein Werkzeug, das zum Töten missbraucht werden kann, während eine Schusswaffe dafür gebaut wurde, zu töten. Deswegen finde ich es schon angebracht, dass man auf Schusswaffen besser acht geben sollte, auch wenn das das eigentliche Problem nicht löst.


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