Lian Li PC-V2120B

Cerberus
Lian Li PC-V2120B Full Tower

- Update 18.01.2011 -






Einleitung:

Rechtzeitig vor den Festtagen wollen wir euch noch exklusiv ein PC-Gehäuse für Enthusiasten präsentieren, denn das neue Lian Li PC-V2120B kostet nicht nur exorbitante 469 €, es ist auch ausstattungstechnisch nicht im Mainstream Bereich angesiedelt. Neben der Unterstützung für das ungewöhnliche HPTX-Format hat Lian Li so ziemlich alles in die Waagschale geworfen, was gut und teuer ist, darunter auch einen gewaltigen Mainboardschlitten. Das so ein Gehäuse für Otto-Normalanwender im Normalfall einige Hausnummern zu groß respektive zu teuer ist, steht außer Frage. Aber warum sollten wir uns nicht einmal gemeinsam anschauen, was aktuell im Gehäusebau möglich ist, ohne auf den letzten Cent zu achten. Wir haben darum abseits des Marketings diesem Boliden 14 Tage gewohnt kritisch unter die Aluminium-Profile geschaut. Was dabei an verwertbaren Informationen herausgearbeitet wurde, erfahrt ihr in unserem ausführlichen Review, dazu wünschen wir viel Vergnügen...




Lieferumfang:

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• Lian Li PC-V2120B in Retail Verpackung
• Befestigungsmaterial incl. Schrauben und Thumbscrews
• Schraubenbox
• PCI-Halterung
• PCI-Karten-Klammern
• Kabelbinder
• Montierrahmen für SSI CEB/EEB Mainboards
• Festplatten Entkoppelungsutensilien
• Piezo Lautsprecher
• Klemme für Kabelmanagement
• USB 2.0/3.0 Konverter
• 3,5" zu 2,5" Konverter
• bebilderte mehrsprachige Anleitung




Technische Daten Gehäuse:

• Gehäusematerial Basisstruktur: Aluminium (1,5 bis 2mm stark)
• Frontverkleidung: Aluminium (2mm stark, gebürstet und anodisiert)
• Fronttür: Aluminium, abschließbar, gedämmt (2mm stark, gebürstet und anodisiert)
• Gehäusedeckel: Aluminium (1,5mm stark, gebürstet und anodisiert)
• Seitenteile: Aluminium, gedämmt (2mm stark, gebürstet und anodisiert)
• Farbe: silber, schwarz (Innenraum silber oder schwarz)
• Abmessungen: 235mm x 635mm x 630mm (B x H x T)
• Formfaktor: ATX, HPTX, E-ATX, Micro-ATX (Tool-less via Thumb-Screws)
• Gewicht: ca. 14,4 Kg netto
• verfügbare Slots für Erweiterungskarten: 11
• Durchführungen für Wakü: 2 (je 18mm Durchmesser)
• Mainboardschlitten: ja
• max. Grafikkartenbautiefe: 335 bis 360mm (ohne internem Lüfter)
• max. Netzteilbautiefe: bis 290mm Einbautiefe
• Netzteilsockelhöhe: 13mm
vorinstallierte Lüfter:
2x 140 mm (Front)
1x 140 mm (HDD-Schacht)
1x 120 mm (Rückseite)
1x 120 mm (vor Mainboard)
3x 120 mm (Deckel, optional)
Lüftersteuerung (Front, stufenlos)
Staubfilter: Frontlüfter, Netzteil,
• I/O Panel: 4x USB 3.0, 1x eSATA, 1x HD+AC 97 Audio
• Laufwerksschächte:
5x 5,25 Zoll (extern)
7x 3,5 Zoll (intern, Hauptschacht, demontierbar)
3x 3,5 Zoll (intern, unterer Sekundärschacht)
7x 3,5 Zoll (intern, oberer Sekundärschacht, belegt 3x 5,25 Zoll, demontierbar)
2x 2,5 Zoll (intern, auf der Oberseite des Zwischenbodens)
2x 2,5 Zoll (intern, mit Adapter im 3,5-Zoll-Schacht)
• weitestgehend schraubenloses Design.
• Preis: 469,90 €
• Garantie: 2 Jahre




Die eingebaute Hardware:





Gehäuse-Verarbeitung und Technik:

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Man sollte nicht den Fehler machen und dieses Gehäuse beim Auspacken unterschätzen, denn das typische "muß leicht sein, ist ja aus Alu" Gefühl bleibt defintiv aus, das Gehäuse wiegt netto ca. 14Kg und das ist beileibe keine Kleinigkeit. 235mm x 635mm x 630mm (B x H x T) signalisieren viel Platz für den Komponenteneinbau. Berücksichtigt man die Wandstärken der Basistruktur (2mm), der Seitenteile (2mm) und der Frontverkleidung (2mm), darf zumindest auf eine hohe Verwindungssteifigkeit bei niedriger Klapperneigung spekuliert werden. Die Verarbeitung ist fernab jeder Kritik, kaum ein Aluminium Gehäusebauer erreicht so edle Oberflächen, da spürt man die jahrzehntelange Erfahrung der Taiwanesen auf jedem Quadratzentimeter.
Wie bei nahezu allen neuen und aktuellen Lian Li Gehäusen wurde das I/O-Panel optimiert und benutzerfreundlich plaziert, nämlich vorne auf dem Deckel. Man erreicht alle Knöpfe und Anschluß-Ports ohne Verrenkungen, egal wo das Gehäuse aufgestellt wird. Die Ein-Ausschaltknöpfe sind natürlich ebenso aus Aluminium, wie der Reset Knopf und der Verschlußdeckel für USB 3.0, eSATA und Konsorten. Die vier USB 3.0 Ports haben genügend Abstand zueinander, so daß auch ausladende USB-Sticks nebeneinander ihren Platz finden. Die staubanfälligen Ports wurden unter einer mit einem satten Plopp schließenden Klappe geschützt angeordnet, das hat nicht nur Stil, sondern erweist sich als Staubschutz in der Praxis auch als äußerst sinnvoll. Die Funktions-LEDs finden wir ausschließlich hinter der Frontklappe, wo einerseits der Betrieb des Systems (blaue LED) und andererseits die Festplattenzugriffe optisch dargestellt werden (rote LED). Warum wir zur Kontrolle dieser LEDs aber jedes mal die Frontklappe öffnen dürfen, bleibt unklar. Vorbildlich ist die Tatsache, das die optionalen Lüfterplätze auf dem Gehäusedeckel ab Werk mit schönen Aluminium-Blenden verschlossen wurden und nicht durch zusätzliche Meshöffnungen als Staubmagneten wirken.

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Die massive, abbschließbare und minimal gedämmte Frontklappe verfügt zwar über einen angemessenen Schwenkbereich, aber leider nur einseitig, was den universellen Einsatz neben dem Schreibtisch schon nahezu ausschließt. Ideal wäre es gewesen, wenn Lian Li das optioniert hätte, sprich die Frontklappe auch für die andere Richtung umzubauen wäre (Update siehe Fazit). Die neue integrierte stufenlos einstellbare Lüftersteuerung sitzt endlich gut erreichbar hinter der Frontklappe und verfügt über ein recht satten Einstellwiderstand, der aber nicht stört sondern vielmehr Qualität vermittelt. Da über die seitlichen Schlitze der Frontklappe auch die Luft der Frontlüfter angesaugt wird, fällt sie nicht besonders flach aus, das hat den Vorteil, das auch individuelle Lüftersteuerungen verbaut werden könnten, die über ausladende Drehpotentiometer verfügen. Dies sollte aber sicherheitshalber vorher trotzdem ausgemessen werden.
Sehr schade ist die Tatsache, das werksseitig kein Disketteneinschub respektive 3,5" Einschub vorhanden ist. Diese Technik mag anachronistisch anmuten, hat aber immer noch ihre Daseinsberechtigung und sei es nur, in einer weitestgehend risikolosen Umgebung (DOS) ein Bios Update zu bewerkstelligen, was mittlerweile wieder viele Mainboard-Hersteller empfehlen. Das ist zwar auf aktuellen Mainboards auch über einen USB-Stick zu realisieren, aber warum sollten wir auf unser schönes Multifunktionsgerät von Scythe verzichten? Außerdem gibts es von Lian Li sehr attraktive und technisch ausgereifte Cardreader, die man ohne Einschub ebenfalls nicht verbauen kann.

Lian Li bietet einen entsprechenden 3,5 Zoll Einschub nur gegen Aufpreis:


Lian Li MF-515B 3,5 Zoll Kit - black


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Die Verarbeitung des Einschubs stellt sich analog zur Gehäusequalität dar und harmoniert vorzüglich mit dem Finish des schwarzen Lian Li Gehäuses. Das Ganze ist natürlich auch in einer silbernen Variante erhältlich.

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Die vorbildliche Verarbeitung endet nicht im schwarz eloxierten Heck, auch hier sieht man den Feinschliff der Produktion und das Finish. Deutlich erkennbar sind die beiden Schlauchdurchführungen für die optionale Wasserkühlung, ein weiteres Feature, das mittlerweile bei kaum einem aktuellen Lian Li Gehäuse fehlt. Das rechte Seitenteil könnte durch eine vorhandene Öse oben neben der Thumbscrew-Verriegelung mit einem kleinen Schloß gesichert werden. Wie es sich gehört, ist das Lüftergrill des 120mm Hecklüfters entfernbar, so daß wir über diese kleine Modifikation die Verwirbelungsgeräusche des Lüfters deutlich senken können. Statt der üblichen 7 wurden 11 PCI-Slotabdeckungen integriert, so daß auch Crossfire-X und Quad-SLI Umgebungen ebenso zu realisieren wären, wie der Verbau des speziellen EVGA SR-2 Mainboards im HPTX Format.
Der Stand des PC-V2120B Gehäuses wird über die sicherlich bekannten hochwertigen Lian Li Aluminium-Rollen gewährleistet, die als Nachrüstpaket schon 30 € kosten. Die Rollen besitzen natürlich einen Stoppmechanismus, damit das Gehäuse kein Eigenleben entwickelt. Der Netzteil Bereich wird zwar durch einen Staubfilter vor Unrat geschützt, leider wurde dieser wieder nur herausklippbar angeordnet. Ein herausziehbarer Filter würde unnötige Verrenkungen verhindern, wenn man den Filter reinigen möchte. Wir fragen uns ernsthaft, wann Lian Li dieser schon häufiger geäußerte Kritik endlich Rechnung trägt und diesen Mißstand abstellt.
Nach dem Lösen der oberen Thumscrew-Verriegelung können die äußerst passgenauen Seitenteile sehr leicht abgenommen werden. Jetzt wird überdeutlich, warum das Gehäuse so schwer ist, die Seitenteile wiegen dank 2mm Wandstärke und Dämmung erheblich mehr, als die üblichen flatterigen Aluminium-Seitenteile und das ist gut so, denn klappern können diese Seitenteile defintiv nicht.
Nutzen wir die Gelegenheit und machen einen kleinen Schlenker zum Thema Gehäusedämmung, da diesbezüglich doch gern mal von falschen Vorraussetzungen ausgegangen wird:

Gehäusedämmung Grundlagen:

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Wir wollen euch nicht übermäßig mit stumpfer Theorie langweilen, aber ein Paar grundlegende Fakten sollten es schon sein, damit die Thematik auch deutlich wird. Die Verwendung von Dämmatten im PC wird schon seit einigen Jahren als probates Mittel gegen störende Frequenzen im Rechner eingesetzt.
Schalldämmer gibt es in vielen Ausführungen: Schaumstoffe, Schwerfolien, Mineralwollen, Faserkegel, ja sogar streichbare Massen gibt es. Und zweifellos kann man mit diesen Techniken auch Computer leiser machen. Allerdings haben all diese Materialien und Techniken für den Computer auch Nachteile: Schaumstoffe können Körperschall kaum dämmen, Schwerschichten sind oft mit vielen Aus-dünstungen verbunden und können Luftschall schlecht dämmen, Mineralwollen sind zu voluminös und unpraktisch, Faserkegel ebenfalls viel zu voluminös. Ausserden sind sehr viele der Stoffe gesundheitlich nicht unbedenklich, oder umweltbelastend
Dazu zwei kleine Beispiele: Dämmatten aus Bitumen werden in der akustischen Optimierung von Autoblechen zum Einbau von Lautsprechern und leistungsstarker Verstärkeranlagen eingesetzt. Im PKW geht es aber um das Eliminieren von Dröhneffekten und Schwingungen, die in einem PC Gehäuse nicht in dieser Intensität vorkommen, respektive in einem anderen Frequenzbereich stattfinden: hauptsächlich zwischen 800 und 6000hz. Man könnte zwar durchaus auch Bitumenmatten im PC Gehäuse verwenden, aber diesbezüglich hat sich der Einsatz von Akustik Schaumstoff oftmals besser bewährt und schon haben wir die Materialzusammensetzung der King Mod Dämmatten analysiert, die dank Kunstlederaußenhaut nicht nur gut anzuschauen sind, sondern auch sehr leicht gereinigt werden können.
Ganz so simpel ist es natürlich auch nicht, denn jede Dämmatte hat ihre Vor-und Nachteile: die Bitumenmatte kann ihre Vorteile bei der Absorbierung von Schall im mittleren Frequenzbereich und bei der Schwingungsdämpfung ausspielen, der Akustikschaum nimmt den hohen Frequenzen ihren störenden Effekt. Ideal wäre also eine Kombination aus Beidem: Bitumen für niederen und mittleren Frequenzbereich, sowie für die Schwingungsdämpfung und Akustikschaum für die höheren Frequenzen.
Wer nun allerdings glaubt, das es mit einem gedämmten Gehäuse allein getan ist, irrt. Die Dämmung kann nur als ergänzende Maßnahme betrachtet werden und erfordert nach wie vor den Verbau von leisen Komponenten. Das sich bei korrekter Anwendung die Temperaturen im Gehäuse kaum erhöhen, wird unser Test noch zeigen, insofern relativiert sich auch dieses weit verbreitete Klischee. Wer allerdings selbst klebt und dabei alle möglichen Gehäuseöffnungen generell verschließt, wird diesbezüglich mit deutlich schlechteren Resultaten leben müssen.
Wir ihr seht ist das Thema durchaus nicht so trivial, wie man meinen könnte. Eines ist aber hoffentlich klar geworden, großartige Dämmerfolge werden die dünnen Matten von Lian Li in den Seitenteilen nicht erwirtschaften können, beim PC-V2120B Gehäuse hilft die massive Materialausnutzung des Werkstoffes Aluminium aber entscheidend mit, das zur Beruhigung der Gemüter.

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Das schwarze "Body-Painting" eines Lancool K62 oder auch einiger aktueller Lian Li Gehäuse gefällt uns ehrlich gesagt besser, als die silber eloxierten Flächen, auf denen man wirklich jeden Hauch eines Fingerabdrucks nachzählen kann. Allerdings kostet die komplett schwarze Version des PC-V2120 noch einmal 30 € Aufpreis. Das heißt für uns Schrauber in der Konsequenz: Schutzhandschuhe anziehen, damit keine stundenlangen Putzaktionen mit einem Microfasertuch folgen müssen. Nach dem Lösen der Thumbscrews, können die sehr genau passenden Seitenteile entfernt werden, wodurch ein erster Blick in den Innenraum geworfen werden kann. Auch das PC-V2120B Gehäuse verfügt über die neuen Laufwerks-Dämpfungsbügel, die über ihre kleinen Gummiblöcke relativ viel Druck auf die Laufwerksflanken ausüben, wodurch diese einerseits fixiert werden und andererseits eine gewisse Entkoppelung erfahren sollen. Wie nahezu alles bei Lian Li wäre auch dieses Feature umkehrbar, dazu kann man die Dämmleisten abklipsen und die Laufwerke verschrauben, was in einigen Fällen auch notwendig ist, insbesondere dann, wenn die Laufwerke am unteren Ende der Fertigungstoleranzen liegen und im Laufwerksschacht hin-und herklappern.

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Auf die neue Steckkarten Befestigung von Lian Li wurde hier verzichtet, wir trauern dem nicht nach, denn die konventionelle Verschraubung ist an Stabilität kaum zu ersetzen. Die große zentrale Öffnung der Mainboard-Aufnahme erleichtert den Ein-und Ausbau des CPU-Kühlers, so daß gegebenenfalls das Mainboard nicht entfernt werden muß. Der hintere zentrale 120mm Lüfter sitzt direkt im Einzugsbereich des Mainboards/Grafikkarte/CPU, also genau an der richtigen Stelle. Wer im Gehäusedeckel Radiatoren o.ä. unterbringen möchte, kann dies tun, wird aber auf Grund der 120mm Öffnungen nicht mehr als 360mm Radiatoren dort plazieren können. Für die beliebten 420mm Radiatoren wären an dieser Stelle 140mm Öffnungen vonnöten gewesen. Die Kabelbeschriftung stellt sich wie immer vorbildlich dar. Die einzelnen Stränge für USB, Audio usw. dürften gern länger bemessen sein, dies gilt auch für die Verkabelung der Lüfter, eventuell möchte man ja eine eigene Lüftersteuerung einsetzen.
Auf den Netzteileinbau gehen wir im Kapitel Komplettierung noch detalliert ein, denn diesbezüglich sollte man schon einige wichtige Aspekte beachten. Grundsätzlich sind jedenfalls gummierte Aufnahmen vorhanden, die einen gewissen Entkoppelungseffekt erarbeiten. Der Netzteilsockel ist übrigens exakt 13mm hoch und 12mm breit, das für all diejenigen, die den dortigen Luft-Ein-und Ausgang eventuell verschließen möchten, oder anderweitiges Modding planen. PLatz ist mehr als genug vorhanden, bis zu 290mm lang dürfen die verbauten Netzteile sein, bevor es richtig eng wird.
Nach der Entfernung des linken Seitenteils erkennen wir jetzt sehr deutlich die manigfaltigen Möglichkeiten zur sauberen Kabelverlegung im Gehäuse und die werksseitige Vorverlegung einiger wichtiger Kabel. Die seitlichen Halterungen unterstützen dies ebenso, wie die Öffnungen im Mainboardtray. Dazu kommen natürlich auch noch die Öffnungen in der großen Aluminiumplatte oberhalb des Netzteils, über die ebenfalls einiges an versteckter Kabelverlegung möglich wäre. Der Abstand vom Mainboardtray bis zum linken Seitenteil beträgt übrigens knappe 3cm.




Die Komplettierung:

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Hinter den Laufwerks-Blenden befinden sich keine weiteren Blenden, die womöglich auch noch herausgebrochen werden müssen. So kann das Gehäuse immer wieder in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden. Die Blenden mit integriertem Staubfilter als solche weisen eine hohe Passgenauigkeit auf und lassen sich leicht und überwiegend kratzerfrei klemmen. Die Integration der optischen Laufwerke kann, wie bereits erwähnt, entweder über die seitlich Entkoppelungshebel erfolgen, oder über die traditionelle Verschraubung, beide Optionen sind gleichermaßen praktikabel. Wir empfehlen beides, also auf der einen Seite die Hebel und auf der anderen Seite vier Schrauben, damit konnten wir im Test die besten Ergebnisse herausarbeiten, denn je nach Laufwerk kann die einseitige Fixierung über den Hebel eventuell nicht ausreichen. Wir haben natürlich grundsätzlich Laufwerke mit schwarzer Frontblende verwendet, damit die Corporate Identity nicht unterbrochen wird und die Farbgebung stimmt.
Der neue Mainboardschlitten von Lian Li ist ein gewaltiges Stück Aluminium und sicherlich grandios verarbeitet, er hat nur einen nicht unerheblichen Schönheitsfehler. Je nach Kühler kann dieser an einer der nicht entfernbaren Kanten das Gehäuses hängen bleiben, so daß der Kühler dann doch zu einem späteren Zeitpunkt eingebaut werden muß.

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Die Einbauvielfalt die das PC-V2120B Gehäuse bezüglich 2,5" und 3,5" Datenträger anbietet ist wirklich enorm, es existiert kaum ein Platz im Gehäuse, wo nicht noch eine Festplatte oder SSD angebaut werden kann und die vorhandenen Käfige sind nun wirklich nicht spartanisch ausgelegt worden. Die Festplattenentkoppelungen sind Lian Li Standard, d.h. reduziert werden durch die Entkoppelung lediglich mögliche Vibrationen, eine Dämmung der Festplatte zur Reduzierung der Zugriffsgeräusche findet so natürlich kaum statt, da sind professionelle Speziallösungen deutlich im Vorteil. Begeht bitte nicht den Fehler und zieht die Schraube mit dem Entkoppelungsgummi übermäßig stark an und dies womöglich noch mit einem Schraubendreher, ein ganz leichtes manuelles Anschrauben genügt völlig. Sonst hakelt die Festplatte beim Einschieben im Käfig und die Gummies werden nicht lange überdauern, außerdem konterkarriert dies die gewünschte Entkoppelung nicht unerheblich.

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Glücklicherweise verhindert die relative Enge im Netzteilbereich den Einsatz der Lian Li Netzteilhaken, die nach einiger Zeit des "Einbrennens" unschöne Rattermarken auf dem Netzteil zurücklassen. Mit anderen Worten, das Netzteil muß konventionell verschraubt werden. Nun könnte man einerseits das Netzteil in seiner "normalen" Position mit dem Lüfter nach unten einbauen. Dann kümmert sich das Netzteil im Grund nur um sich selbst und seine Kühlung, was sehr leise vonstatten gehen kann, da es weitestgehend vom Rest der heißen Komponenten abgeschottet arbeitet. Dank der variablen Bohrungen ist es aber auch möglich, das Netzteil mit dem Lüfter gen Innenraum zu verbauen, beides besitzt Vor-und Nachteile. In der speziellen Kammer-Abschottung des PC-V210B Gehäuses zum Netzteil hin sollte diesbezüglich nicht lange herumexperimentiert werden, die von uns gerne ausgearbeiteten Vor-und Nachteile kommen hier so gut wie nicht Tragen, das Netzteil gehört mit dem Lüfter gen Staubfilter verbaut.

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Die seit längerem verbauten gummigelagerten Schrauben zur Lüfterbefestigung sind sicherlich kein schlechter Ansatz, aber zur wirklichen Entkoppelung gehört eben auch, das die Lüfter entkoppelt werden und nicht nur gummiert verschraubt. Dabei wäre der Einsatz von den kleinen Entkoppelungsstiften weder fertigungstechnisch noch finanziell ein unüberschauberer Mehraufwand, zumal nichts davon neu entwickelt werden müßte.
Kommen wir zu einem der großen Nachteile dieser Gehäusekonstruktion von Lian Li und die heißt Frontlüfterreinigung. Wer diese Lüfter nach einiger Laufzeit reinigen möchte, der wird feststellen, das weder die Frontverkleidung abgeclipst werden kann, noch der Weg über den Innenraum die alleinige Lösung darstellt. Die Frontverkleidung kann erst über das Entfernen der Frontklappe und das Lösen von 10 Schrauben entfernt werden, so daß die meisten Anwender die Frontlüfter vermutlich durch die Festplattenkäfige hindurch reinigen werden, womit sie allerdings nicht die Staubfilter erreichen, die ja noch vor den Frontlüftern sitzen.
Platz ist nun wirklich im Überfluss vorhanden, so daß auch Grafikkarten mit einer Platinenlänge von 360mm cm anstandslos zu verbauen sind. Das gilt gleichermaßen für ausladende Towerkühler wie z.B den IFX-14 von Thermalright, der sogar auf seinen HR-10 Begleiter nicht verzichten muß. Auch sehr sperrige Towerkühler mit einer Breite über 140mm, kollidieren im Normalfall nicht mit den optionalen 120mm Lüftern im Gehäusedeckel, wobei dies natürlich auch noch vom jeweiligen Mainboard-Layout abhängt.

Da wir immer wieder gefragt werden, welche technisch und optisch passende Lüftersteuerung zu empfehlen sei, möchten wir euch noch kurz unseren Favoriten vorstellen:

Zalman ZM-MFC1 Plus


Die Zalman Lüftersteuerung paßt nicht nur vom Material her perfekt, sie reiht sich auch designtechnisch unserer Meinung nach ideal in das komplette Gehäusegefüge von Lancool/Lian Li ein. Dazu kommt noch ein wichtiger Aspekt, es ist keine PWM Steuerung sondern analog ausgelegt, so daß keine ständigen Stromunterbrechungen stattfinden, die den Lüfter auf lange Sicht schädigen können und außerdem Störgeräuche produziert. Darüber hinaus ist sie sehr preiswert und verfügt über einen Regelbereich von 5,1 bis 11,9Volt.




Die Referenz-Lüfter:

Wir haben vor dem Test für unsere Referenz-Lüfter für uns selbst eine ganz klare Maxime erstellt, es sollten keine Brüllwürfel oder Volumenmonster verwendet werden, die im Betrieb einen Kopfhörer zwingend voraussetzen. Die Lüfter sollten eine ausgewogene Mischung aus möglichst geringer Lautheit, hoher Laufkultur (Lagerqualität), guter Scalierbarkeit (Spannbreite der möglichen Voltansteuerungen) und trotzdem noch annehmbarem Förder-Volumen mitbringen. Alle diese Attribute vereinen die Noiseblocker Multiframe M12 und Noiseblocker Blacksilent Pro PK2 in sich, darum stellen sie zur Zeit für jedes Gehäuse das absolute I-Tüpfelchen dar.





Der Gehäuse-Test:

Mit Core Temp 0.99.7.7, Real Temp 3.40, dem Hardware Monitor 1.16.1 und Everest Ultimate Edition 5.50.2225 wurden die Temperaturen mit den Werten verglichen, die wir nach vier Stunden Stunden 3D Mark 2006 und Prime 95 (Orthos) über unser digitales Temperaturmessgerät TL-305 (Messbereich von Minus 200°C bis plus 1370°C) erhalten haben. Die Zimmertemperatur lag bei 20 °C (klimatisierter Raum).
Die Lautheit der Lüfter wurde ca. 15cm vom Lüfter entfernt mit einem modifiziertem ACR-264-plus Messgerät verifiziert, das normalerweise einen Messbereich von 15 bis 140 dBA umfaßt. Dabei wurden die Umgebungsgeräusche so weit wie möglich reduziert, um das Ergebnis nicht zu verfälschen. Laut DIN-Norm sollte der Abstand von Messgerät zum Testobjekt 100cm betragen, aber da wir nicht über einen schalltoten respektive schallarmen Raum verfügen, waren Kompromisse unumgänglich.
Die Werksbestückung der Lüfter beliessen wir im Testdurchlauf so wie geliefert, steuerten aber für den Test die Lüfter über unsere eigens dafür kalibrierte Zalman ZM-MFC1 Plus Steuerung entsprechend herunter. Die integrierte Lüftersteuerung von Lian Li reicht nur bis 6,6 Volt herunter, da sind gute externe Lösungen wesentlich variabler.



Temperaturen
Temps-Idle 12Volt
Temps-Last 12Volt
Temps-Idle 7Volt
Temps-Last 7Volt
Gehäuse 28,2°C 31,4°C 30,9°C 33,1°C
Mainboard 28,3°C 32,7°C 31,1°C 34,7°C
CPU 32,6°C 49,3°C 34,8°C 54,1°C
Grafikkarte 50,6°C 64,1°C 53,4°C 65,9°C
Festplatte (Samsung F4 320GB) 20,2°C 26,2°C 22,7°C 28,9°C
Festplatte (VelociRaptor VR200M) 24,6°C 29,7°C 26,2°C 32,1°C


Der Airflow des Lian LI PC-V2120B ermöglicht eine ausgezeichnete Kühlleistung, auch thermisch anspruchsvolle Komponenten werden demzufolge im Sommer nicht unter Hitzestaus leiden. Die Be-und Entlüftung des Gehäuses wäre auch für noch schnellere Komponenten und SLi oder Crossfire Bestückung nahezu ideal, wobei wir über eine Wasserkühlung oder zusätzliche Lüfter im Gehäusedeckel natürlich noch mehr herausholen könnten, aber unser Thema ist die Werksbestückung. Was die Geräuschkulisse angeht, so kann durchaus noch einiges optmiert werden, aber der Reihe nach:

Um relevante Werte zu erhalten, haben wir alle Lüfter über unsere Zalman Steuerung angesteuert, die integrierte Lüftersteuerung von Lian Li reicht nur bis 6,6 Volt herunter. Die Stufe Low entspricht wie schon erwähnt 6,6 Volt, die Stufe Mid 9,5 und die Stufe High regelt mit 11,49 Volt Spannung. Da sind gute externe Lösungen wesentlich variabler.
Die drei verbauten gleitgelagerten 140mm Lüfter (Front) drehen bei 12 Volt Ansteuerung mit 1131 U/min und erzeugen dabei jeweils 25,5 dBA Schalldruck (0,6 sone). Das ließe sich auf 7 Volt herunterregeln, so daß letztendlich 746 U/min und 14,5 dBA (0,1 sone) übrig bleiben, wa urchaus als sehr leisse definiert werden kann. Mehr wäre nicht möglich, da die 140mm Lüfter mindestens 7 Volt zum Anlaufen benötigen. Dafür sind die Gleitlager sehr leise und agieren ohne störende Nebengeräusche.
Die beiden kugelgelagerten 120mm Lüfter (vor Mainboard und im Heck) rotieren unter 12Volt Ansteuerung mit 1474 U/min und erzeugen dabei 26,2 dBA Schalldruck (0,7 sone), von wirklich leise sind wir dort doch schon ein Stückweit entfernt. Eine Reduzierung auf 7 Volt minimiert das Ganze auf 18,5 dBA (0,1 sone) bei 987 U/min, damit könnte man durchaus leben. Unter 5 Volt lief nur einer der beiden 120mm Lüfter an, was aber angesichts der dann deutlich reduzierten Luftfördermenge zu verkraften wäre. Die Lagerqualität der 120mm Lüfter geht in Ordnung, die Kugellager liefen erstaunlich sauber und ohne Störgeräusche.
Zu diesem Thema Anlaufspannung der Lüfter sind ein paar Umstände zu berücksichtigen, die in der Praxis oft falsch verstanden werden:
es geht nicht darum, wie weit sich ein Lüfter herunterregeln läßt, sondern darum, wann ein Lüfter tatsächlich anläuft ! Die allermeisten Lüfter lassen sich auf 5 Volt herunterregeln, wenn sie denn in Bewegung sind. Ein Neustart mit 5 Volt Ansteuerung ist etwas völlig anderes und genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen, weil viele Lüfter eben nicht anlaufen...

Solltet ihr daran interessiert sein, die Lüfter auszutauschen, möchten wir euch entsprechende Artikel ans Herz legen, die eure Auswahl erleichtern:

140mm Lüfter Roundup 2009 Part II

140mm Lüfter Roundup 2009

120mm Lüfterroundup 2009

Noiseblocker Multiframe M12 120mm Lüfter

120mm Lüfter Roundup 2008


Kommen wir zur Geräuschentwicklung der Laufwerke:
Die Lautstärke der Festplatten und optischen Laufwerke wären durchaus noch optimierbar, was allerdings nicht ohne finanziellen Aufwand erreicht werden kann. Unsere nagelneue Samsung Spinpoint F4 320GB Festplatte war aus unserem Testsystem nicht herauszuhören. Das gilt ebenso für die vorhandenen Samsung F1 oder F3 Festplatten, die sich auf sehr ähnlich niedrigem Geräuschniveau bewegen. Die neuen VelociRaptoren VR200M lärmen ohne Entkoppelung normalerweise mit 32,5 dBA (idle) und 38,5 dBA unter Last, was durch die Entkoppelung und Dämmung des Lian Li Gehäuses immerhin um jeweils 3,5 dBA reduziert wurde. Professionelle Dämmboxen wie z.B. die Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox, können da bis zu 7 dBA Reduktion erwirken, sind aber auch deutlich teurer:

Aerocool AVN-1000 HDD Cooler

Smart Drive 2002 Copper Festplattenbox

Das PC-V2120 Gehäuse bietet grundsätzlich eine sehr gute Basis, um ein leises System zu konzipieren. Die Seitenwände klappern dank 2mm Wandstärke und Dämmatten definitiv nicht, die Statik des Gehäuses stellt sich als enorm verwindungssteif dar und die Festplatten werden recht gut entkoppelt. Dank der implementierten Lüftersteuerung lassen sich die Lüfter gut im Zaum halten, wobei eine individuell einstellbare Steuerung für jeden einzelnen Lüfter dieser generellen Gesamtregelung natürlich vorzuziehen wäre. Damit wäre es dann aber noch lange nicht getan, denn wir erinnern uns: für ein leises System müssen auch entsprechende Komponenten verbaut sein (Grafikkarten, Festplatten und Kühler-Lüfter, Netzteil etc.), ansonsten wird das Vorhaben wieder konterkariert und unser bisheriger Aufwand verpufft.
Achtung:
Wir müßen an dieser Stelle deutlich darauf hinweisen, daß die im Review angegebenen Resultate sich ausnahmslos auf den zum Test verwendeten Aufbau beziehen...!




Fazit:

Der Lian Li PC-V2120 Full Tower kann sich mit Bravour unter den aktuell besten PC-Gehäusen ganz vorne auf dem Markt positionieren, daran besteht unsererseits überhaupt kein Zweifel. Das Gehäuse ist eine verarbeitungstechnische Augenweide und wer so ein Gehäuse noch nie live begutachten durfte, kann die Faszination, die von diesen Boliden ausgeht, kaum nachvollziehen. Das die Ausstattung nahezu perfekt abgestimmt wurde und im Grunde keine Anschlußvariante existiert, die an dem Gehäuse nicht genutzt werden könnte, steht natürlich auch auf der Habenseite. Es sind aber durchaus noch andere Aspekte vorhanden, in denen sich Lian Li von der Konkurrenz unterscheidet. So existiert kaum ein Bauteil, das nicht als Ersatzteil zu bekommen wäre, von dem unglaublich umfangreichen Zubehörkatalog ganz zu schweigen.
Bei aller Begeisterung können wir aber unsere Kritik nicht einfach unter den Tisch fallen lassen und nein, auch SSDs können verbaut werden. Angesichts dieses Preises fallen besonders die Kleinigkeiten ins Gewicht, zumal sie in der Regel sehr leicht zu vermeiden wären. Da wäre beispielsweise der große Mainboardschlitten, der aber dank einiger überflüssigen Kanten nicht herausgezogen werden kann, sollte ein großer Towerkühler verbaut werden. Die interne Verkabelung ist stellenweise zu kurz, um jedes Mainboard mit jedem erdenklichen Layout zu erreichen, außerdem fehlen Molexverlängerungen für die Lüfter/Lüftersteuerung. Das Reinigen der Frontlüfter ist kein einfaches Unterfangen, weil man die Frontverkleidung nebst Tür natürlich nicht einfach so abklipsen kann. Wer das Gehäuse voll bestückt hat, wird sich nach ein paar Monaten einen Wagenheber besorgen müssen, um den Staubfilter des Netzteils zu reinigen, denn das funktioniert nur, in dem man das Gehäuse zur Seite kippt. Die Fans von Wasserkühlungen werden sich eventuell darüber ärgern, das der Gehäusedeckel mit seinen wunderbar verschließbaren Öffnungen nur Radiatoren mit 360mm aufnehmen kann und keinen 420mm Radiator, denn dazu hätten die Lüfteröffnungen auf 140mm Lüfter ausgelegt sein müssen.
Es zeigt sich also, auch dieses Gehäuse ist alles, aber nicht perfekt. Wobei man sich ganz klar vor Augen führen sollte, dass es das perfekte Gehäuse nicht geben kann, dazu sind die Geschmäcker und Bedürfnisse der Anwender einfach zu individuell. Die Frage ist nur: was überwiegt in der Betrachtung des Lian Li PC-V2120B bezogen auf den potentiellen Käufer? die Vorteile oder die Nachteile? Ihr seht es uns sicherlich nach, das wir uns aus dieser Diskussion verabschieden und die Fragen an euch weiterreichen, denn die Kaufentscheidung überlassen wir natürlich euch...
Zur besseren Übersicht noch einmal die wichtigsten Test-Resultate in der Gesamtübersicht:

Plus:
• absolut wertige zeitlose Haptik
• exzellente Verarbeitung, unglaubliches Finish
• sehr gute Statik und Verwindungssteifigkeit
• enormer Materialaufwand
• sehr passgenaue und klapperfreie, gedämmte Seitenteile
• rutschfester Stand, Alu-Rollen vorhanden
• fast komplette Ausstattung
• Lüftersteuerung vorhanden (stufenlos)
• Festplatten entkoppelt verbaubar
• enormes Platzangebot
• Kompatibilität zu überlangen Netzteilen (bis 290mm)
• Kompatibilität zu überlangen Grafikkarten (bis 360mm)
• keine Probleme bei der Aufnahme großer Towerkühler
• gute Beschriftung der Verkabelung
• Schlauch-Durchführungen für Wasserkühlung vorhanden
• exzellente Kühleigenschaften
• akzeptable Lüfter
• perfektes I/O Panel mit Staubklappe
• USB 3.0 Ports inklusive Adapter
• unterstützt HPTX-Mainboards und bis zu 4 Grafikkarten
• auswaschbare Staubfilter (Front und Netzteil)
• Mainboardschlitten nutzbar (eingeschränkt)

Minus:
• heftiger Preis (469,90€)
• Frontlüfter umständlich zu reinigen
• Netzteilstaubfilter schwer zugänglich
• kein externer 3.5" Einschub mitgeliefert
• interne Verkabelung zu kurz und unvollständig
• Wakü-Radiator Einbau eingeschränkt

Nachtrag: bei Lian Li ist inzwischen eine Anleitung online, um die Frontklappe umzubauen, so daß beide Schwenkbereiche möglich wären.




Gesamtergebnis unseres Reviews:

Der Lian Li PC-V2120B Full Tower erhält den PC-Experience Award in Gold







Weiterführende Links:


Lian Li

Lian LI PC-V2120B bei Caseking



Wir bedanken uns bei Caseking sehr herzlich für die Bereitstellung des Testexemplars und für den freundlichen Support.


euer PC-Experience.de Team

Cerberus